KW 33 #AnDieErfinder

Einst öffentliches Urinal, heute ein Burgerladen.
Das Toilettenhäuschen am Schlesischen Tor | Foto: SanSuo

In unserem Kiez leben viele Menschen ohne Obdach. In der U- und S-Bahn bitten viele Menschen um Geld oder Essen. Ma. nimmt das sehr genau wahr und hat viele Fragen: Warum haben sie kein Zuhause? Seit wann leben sie auf der Straße? Wer sind sie? Woher kommen sie? Wie geht es ihnen? Viele Fragen, die auch mir in den Kopf schießen – und genauso schnell wieder raus. Nicht so bei Ma. Sie nimmt sie mit, und manchmal hat sie dann eine Idee. So wie neulich.

„Mama“, sagte sie, „kannst du den Erfindern sagen, sie sollen eine Draußentoilette erfinden, in die jede/r rein kann.“

Ich muss ein wenig ratlos dreingeschaut haben; die Erläuterung kam prompt.

„Na, die armen Leute haben doch kein Geld und in die Toiletten muss man immer einen Euro stecken. Wie soll das gehen?“

Ich habe ihr nicht gesagt, dass es vor nicht allzu langer Zeit, noch öffentliche Toiletten gab, in denen man seine Notdurft unentgeltlich verrichten konnte, denn die Idee ist – ob neu oder nicht – gut! Eine soziale Innovation im besten Sinne.

Darum: „Liebe Erfinder/innen, (er)findet doch mal einen Weg, wie die (sich selbst reinigende) City Toilette für alle und jede/n barrierefrei (Geld ist eine der größten Barrieren) zugänglich werden kann.“


Die Liste

Und mit der obligatorischen Liste verabschiede ich mich ins Wochenende. Habt’s gut!

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