M i MA zügelt: Mein Leben ohne Bad und ein Gespräch mit einem Badgestalter

www.m-i-ma.com/Das Bad im Leipziger Meisterzimmer



Das Bad ist die neue Küche. Dieses Zitat aus dem Hause Kaldewei bringt sehr treffend auf den Punkt, welchen Stellenwert das Bad heute hat: Der einstige Funktionsraum ist wie die Küche zum komfortablen Wohlfühlort avanciert. Vielleicht ist das ein Grund, warum wir uns seit Wochen mit der Frage herumschlagen, wie das Badezimmer unserer neuen Wohnung eigentlich aussehen soll. Wollen wir ein großes Badezimmer oder lieber ein separates Wannen- und ein Duschbad oder ein Wannen-Duschbad und ein Gäste-WC? Eine kleine Umfrage im Bekanntenkreis ergab, dass die Zwei-Bad-Variante klar vorne liegt: ‚Denkt nur, wenn Ma in der Pubertät ist und das Bad jeden Morgen stundenlang blockiert.‘ Dem kann ich nur entgegenhalten, dass wir die Situation mit einem Bad und einem sehr pflegeorientierten Sohn auch gemeistert haben. Ich erinnere mich zwar nicht mehr, wie es uns gelungen ist, rechtzeitig und ohne Nervenzusammenbrüche zu Arbeit und Schule zu kommen, aber irgendwie haben wir einen Weg gefunden, die zum Teil mehrstündige morgendliche Besetzung der Nasszelle mit olfaktorischer Langzeitwirkung (wie hoch ist eigentlich der durchschnittliche Deo-Verbrauch eines Jugendlichen?) zu überstehen. 


Lange Jahre war ich nicht einmal im Besitz eines Badezimmers. Meine gesamte Studienzeit haben Mi und ich in der Küche mit Plastikwanne und abnehmbaren Duschschlauch improvisiert. Auch das – ich kann es selbst kaum mehr glauben – hat funktioniert. Und nie wieder war ich so regelmäßig Frühschwimmen wie damals. Die Wohnung befand sich in einem Kreuzberger Altbau aus dem Jahre 1890. In der 80qm-Wohnung wohnten damals zwei Familien. Die Toilette war im Hof, ein Badezimmer nicht vorgesehen. Verglichen damit lebten Mi und ich geradezu luxuriös. Nicht nur hatten wir viel Platz, sondern auch ein Innenklo. Irgendwer hatte irgendwann eine Toilette in die ehemalige Kammer gebaut, so dass wir nicht mehr mehrere Treppen zur Toilette nehmen oder zur ‚Bettpfanne‘ greifen mussten.
www.m-i-ma.com/M i MA zügelt: Mein Leben ohne Bad und im Gespräch mit Kaldewei/Ievas Badewanne

Meine Bad-freie Studienzeit liegt rund 12 Jahre zurück, und damals war ich durchaus keine Ausnahme. Viele meiner Kommilitonen hatten ein Klo auf halber Treppe und eine Standdusche in der Küche. Denn was in Westdeutschland in den 1950er Jahren zur Normalität wurde, etablierte sich in Berlin erst Ende der 1990er Jahre als Massenstandard: das geflieste Wannenbad.

Eine, die wesentlich zur Standardisierung des Wannenbads beitrug, ist die Firma Kaldewei. Seit 1934 liefert sie Badewannen, seit 1958 auch Duschwannen aus Stahl-Email – mittlerweile in die ganze Welt. Ich wollte wissen, wie das 1918 von Franz Kaldewei gegründete Unternehmen die Entwicklung des Badezimmers vom exklusiven Luxusgut bis zur Massenware erlebt hat. Also habe ich nachgefragt – und interessante Antworten erhalten.

Marcus Möllers (Manager Public Relations bei Kaldewei) erzählt unter anderem von der Evaluation der Dusche und dem Aufstieg der Badewanne zum Designobjekt. Er berichtet von kulturellen Differenzen und hochindividualisierten Kundenwünschen, die Badgestalter/innen vor ästhetische, funktionale und materielle Herausforderungen stellen. Ich bedanke mich bei Marcus Möllers herzlich für das Gespräch, wünsche euch eine interessante Lektüre und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir verratet, welche Badezimmerlösung ihr favorisiert!

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Bis in die 1950er war das Badezimmer ein Luxus, den sich nur die wohlhabenden Schichten leisten konnten. Was veranlasste Heinrich Kaldewei ab 1928 auf die Produktion von Badewannen zu setzen?
Marcus Möllers: Das 1918 von Franz Kaldewei gegründete Unternehmen legte mit der Herstellung von Rohware für die Emailindustrie den Grundstein für den Unternehmenserfolg. Schon früh war man von den besonderen Vorteilen des Materials Stahl-Email überzeugt. Heinrich Kaldewei erkannte mit unternehmerischer Weitsicht das große Potential, das sich mit der Herstellung von emaillierten Badewannen bot. Seine große Erfahrung in der Stahlverformung sowie die Entwicklung spezieller Emaillier-Verfahren ebneten den Weg für die Produktion der ersten Kaldewei Badewannen aus Stahl-Email.
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Die ersten Kaldewei-Badewannen wurden ab 1934 vertrieben. Wer zählte zu den Käufern der ersten Stunde? Und wie entwickelte sich die Kundschaft im Laufe der Jahrzehnte bis heute?
Marcus Möllers: Mit dem Angebot der ersten Badewannen aus Stahl-Email ging die Entwicklung des privaten Bades als eigenständiger Raum des Hauses einher. War dieser Raum über Jahrzehnte rein funktional geprägt, so ist das Bad heute zum individuellen Rückzugsort und zur persönlichen Ruheoase avanciert. Die Kunden heute stellen an ihre Badausstattung höchste Ansprüche an Ästhetik, Komfort und Material. Dazu zählen neben privaten Bauherren vor allem Hotels, Kranken- und Pflegeeinrichtungen sowie der gewerbliche Wohnungsbau. Heute liefert Kaldewei seine Bade- und Duschwannen sowie emaillierte Duschflächen ‚Made in Germany‘ in die ganze Welt.

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Wann stieg Kaldewei in die Produktion von Duschen ein und warum?
Marcus Möllers: In der Nachkriegszeit der 50er Jahre gab es in Deutschland einen regelrechten Bauboom. Ab dieser Zeit war es dann auch üblich, dass jede neue Wohnung mit einem separaten Badezimmer ausgestattet war. Aber auch in der Renovation wurde auf ein eigenes Bad Wert gelegt. Da meist auf kleinem Raum ein komplettes Badezimmer eingerichtet werden musste waren Produktlösungen gefragt, die dieser Raumarchitektur entgegen kamen. Kaldewei erweiterte 1956 sein Sortiment um emaillierte Duschwannen mit einer Tiefe von 28 cm. Diese besaßen einen überwiegend funktionalen Charakter: Der Ein- und Ausstieg war deutlich komfortabler, als beim bisherigen Duschen in einer Badewanne und trotzdem konnten kleine Kinder in der Duschwanne gebadet werden. Damit setzte eine Evolution der Dusche ein, die im Laufe der Jahre immer flacher und größer wurden. Aktueller Höhepunkt der Gestaltung ist die absolut bodenebene emaillierte Duschfläche Xetis mit integriertem Wandablauf.

www.m-i-ma.com/M i MA zügelt: Mein Leben ohne Bad und im Gespräch mit Kaldewei/emaillierte Duschfläche Xetis

Unterscheiden sich die Verkaufsgeschichten von Wannen und Duschen? Und wenn ja, wie (Nachfrageverhalten und -entwicklung, Kunden etc.)?
Marcus Möllers: Die Anforderungen an Qualität, Haltbarkeit und Hygiene sind bei Badewannen und Duschen gleichermaßen hoch. Dies gilt sowohl für den privaten, als auch für den gewerblichen Bereich. Dagegen zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Positionierung von Wanne und Dusche innerhalb des Bades. Die Badewanne hat sich im Laufe der Zeit zu einem exklusiven Designprodukt entwickelt, das häufig im Zentrum des Bades steht und zugleich als eine Art Statussymbol fungiert. Dagegen werden Duschen mehr und mehr harmonisch in die Gesamtarchitektur des Bades integriert, ohne auf eine individuelle Designsprache zu verzichten. Hier bieten zum Beispiel die emaillierten Duschflächen von Kaldewei perfekte Voraussetzungen. Global betrachtet gibt es in den verschiedenen Regionen und Ländern unterschiedliche, länderspezifische Erwartungen, denen Kaldewei durch eine besondere interkulturelle Kompetenz begegnet. So findet man zum Beispiel Regionen, in denen Badewannen aufgrund bestehender Wasserknappheit kaum nachgefragt werden. In anderen dagegen liegen Wannen stark im Trend und werden gerne mit innovativen Zusatzfunktionen ausgestattet.
Welchen kulturellen bzw. Bedeutungswandel haben das Badezimmer sowie Wanne und Dusche von 1918 bis heute durchlaufen? Und wie verhält sich dieser Wandel zur Kultur des Badens bzw. der Körperhygiene?
Marcus Möllers: Anfang des letzten Jahrhunderts besaßen Duschen und Wannen meist einen rein funktionalen Charakter. Parallel mit dem steigenden Wohlstand, höheren Ansprüchen und zunehmender Individualisierung in allen Bereichen des täglichen Lebens hat sich auch die Rolle des Bades stark verändert. Das Bad wird zum Ort der Entspannung und des Wohlfühlens, zum ganz persönlichen Ort des Rückzugs und des Innehaltens. Aber auch zu einem Ort, an dem man sich für den Tag oder den Abend bewusst vorbereitet. Es dient auch als Statussymbol und als Beweis von Wohlstand und Geschmack, insbesondere in den sich entwickelnden Regionen in Übersee. Die persönlichen Ansprüche der Kunden werden vielfältiger und individueller – und damit steigen auch die Anforderungen an die Badgestaltung.

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„Das Bad ist die neue Küche.“ Was ist mit dieser Aussage gemeint?
Marcus Möllers: Das Bad hat heute einen ganz anderen Stellenwert als früher: es wird immer wohnlicher und komfortabler. Genau wie die Küche, die – früher undenkbar – ganz gesellschaftsfähig mit dem Wohn- oder Esszimmer verschmilzt. Im Bad allerdings ist man ganz für sich, man möchte entspannen und hat daher das Bedürfnis, sich eine individuelle Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen. Für das Bad gibt es heute unzählige Gestaltungsmöglichkeiten: Neben ästhetischen Formen und innovativen Zusatzausstattungen – wie zum Beispiel dem neuen Bad-Audio-System Sound Wave, bei dem die Wanne zum Resonanzkörper wird – hat das Thema ‚Farbe‘ inzwischen einen besonderen Stellenwert in der Badkultur. So gibt es mit den Coordinated Colours von Kaldewei eine exklusive Farbkollektion, die perfekt mit aktuellen Materialtrends, wie Holz oder Naturstein, im Bad harmoniert. Schon die Namen unserer Farbtöne, wie Seashell Cream, Lavaschwarz oder Oyster Grey, zeigen, dass das Badezimmer weiter an Emotionalität gewinnt. Man stellt sich heute gern Kerzen beim Baden auf, dimmt das Licht oder hört Musik. So wird aus dem funktionalen Badezimmer von einst heute ein Raum, der ganz individuell gestaltet wird und zum persönlichen Wohlbefinden entscheidend beiträgt!

Bei meinem großem Wohnabenteuer werde ich von verschiedenen Partnern begleitet, die mich mit Rat und Ressourcen unterstützen. Wer, wie, was und warum erfahrt ihr hier.

26 Comments

  • 5 Jahren ago

    Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Weiter so!

  • 5 Jahren ago

    Liebe Anja, na klar darfst Du fragen! Mein Mann (36) und ich (34) haben ein Badezimmer mit einem Waschbecken und noch keine Kinder. So viel zur Ausgangssituation.

    Wenn wir uns morgens für die Arbeit fertig machen – jeder in dem Rhytmus, den er braucht – kommen wir uns im Bad immer wieder in die "Quere". Er rasiert sich am Waschbecken und ich will mir gerade das Gesicht waschen oder die Zähne putzen. Oder er wäscht sich nochmal schnell die Haare im Waschbecken (hat Abends geduscht) und ich kann nicht ans Waschbecken. Es gibt mehrere solcher Situationen. Auch am Wochenende, wenn wir schnell fertig werden wollen, um raus zu gehen, an die Sonne oder auf den Markt, fände ich es praktisch, sich nebeneinander fertig machen zu können.

    ABER: Wie ich ja hier immer wieder betone, sind solche Vorlieben und Entscheidungen total von der eigenen Situation usw. abhängig. Wir sind nicht nur ständig zusammen im Bad (was ich eigentlich mag und wo wir uns auch nebenbei viel unterhalten), sondern haben ein Waschbecken, das von der einen Seite von der Badewanne und von der anderen Seite von der Toilette eingezäunt ist. Fröhlich zusammen am kleinen Becken stehen ist also nicht wirklich praktibel bei uns.

    Daher stelle ich es mir schön vor, den Platz für zwei Becken zu haben. Hatten wir jetzt im Sommerurlaub und ich fand es einfach nur großartig. Wenn man keinen Platz für zwei Becken hat, würde ich mich aber immer für ein etwas größeres Becken als unseres entscheiden und NIE auf Stellfläche im Bad verzichten.

    Ich weiß nicht, ob Dir meine Antwort weiterhilft. Ich hoffe aber, Du kannst mein Pro-zwei-Waschtische dadurch etwas besser nachvollziehen. 😉

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre, ich kann mich vollkommen dem ersten Kommentar von Katja – noz! anschließen und stimme ihr total zu. Ich würde auch kein komplett zweites Bad einrichten, nur damit der Sprössling sich stundenlang einschließen kann. Ich würde ein großes Bad mit Wanne und Dusche (möchte keins von beidem missen) und zwei Waschbecken einrichten. Und mir daneben ein Gäste-WC wünschen, das fehlt bei uns auch. Wenn ich mir mein Bad neu gestalten könnte, würde ich übrigens auf schlichte Formen und Funktionalität Wert legen, alles sehr minimalistisch. Aber: Dazu dann eine freistehende Badewanne mit Füßen! So eine hatten meine Mama und ich in Berlin damals und ich habe darin gebadet wie eine Königin. 😉

    Liebe Grüße,
    Sandra

    • 5 Jahren ago

      Ohja, eine freistehende Wanne wäre auch mein Traum!

    • Anonym
      5 Jahren ago

      Sandra, darf ich fragen, warum du 2 Waschbecken empfiehlst? Ich hab (siehe oben) ja erklärt, warum ich diese Lösung persönlich das für Platzverschwendung halte und bin immer sehr daran interessiert zu hören, warum andere diese Lösung mögen. Ich (Jahrgang 76) bin mit einem Bad mit Doppelbecken aufgewachsen, und meine eigene Familie hatte ein paar Jahre lang in einem Miethaus ein großes Bad mit Waschbecken. Wir sind ein 4- Personen-Haushalt, mit einem Kind, dass nur zweitweise bei uns lebt.

      Seit 9 Jahren leben wir zu dritt/viert happy mit nur einem Becken. Und wenn es (etwa 1x pro Woche) zufällig passiert, dass mein Mann sich rasiert während sein Sohn Zähne putzt oder dass ich mir die Zähne putze während meine Tochter auch am Becken puzzelt… dann kommen wir mit dem einen Bassin prima aus. Ich freue mich stattdessen über die 60-80 cm zusätzliche Ablagefläche, die wir gewonnen haben.

      Für ich ist das Konzept der zwei Waschbecken total unverständlich und es interessiert mich WIRKLICH sehr, warum es Jahrzehnten Bestand hat und kaum in Frage gestellt wird.

      LG, Anja

  • Anonym
    5 Jahren ago

    Ach ja: Wir haben uns damals gegen das separate Gäste-WC entschieden, weil ich den dafür vorgesehenen Raum lieber als Garderobe haben wollte. Unser Flur ist winzig, und ich finde selbst die attraktivste Garderobe nur ansehnlich, wenn maximal 3 Teile dekorativ daran hängen. Darum haben wir jetzt einen immer hübschen Flur, eine geräumige Garderobe – aber leider kein Gäste-WC.

    Ich kann jeden verstehen, der aufs Gäste-WC nicht verzichten will, ich hätt auch gern eines. Aber über den schönen Flur mit der Kunst an den Wänden und keinem Mantel-Chaos freu ich mich auch jeden Tag. Seufz! Man muss eben Kompromisse machen…

    Anja

    • 5 Jahren ago

      Kompromisse! Ja, das ist ein gutes Stichwort. Genau darum geht es wohl: Den richtigen Kompromiss zu machen. LG I.

  • Anonym
    5 Jahren ago

    WAS ICH NIE MACHEN WÜRDE: Zwei Waschbecken nebeneinander in einem Bad! Das find eich total unsinnig. Selbst WENN zwei Menschen nebeneinander Zähenputzen/Rasieren/Katzenwaschen, kommt man mit einem Becken aus!

    WAS ICH IMMER WIEDER TUN WÜRDE: Um das Solo-Becken herum ein Waschtisch mit reichlich Ablagefläche bauen. Wir haben unseren Waschtisch selbstgemacht (mit Hilfe der Handwerker): Einbaufähiges Bassin, drumherum aus Trockenbauplatten einen Tisch, das Ganze komplett gefliest (auch die "Beine"). In den Tisch haben wir ein Regal unten eingezogen, auch gefliest. Wir haben Naturmosaik in verschiedenen Weiß-Ecru-Tönen von Bisazza genommen. Würd ich heut so nicht mehr wählen (ist fast 10 Jahre alt), aber ich kann noch immer gut damit leben.

    Praktischerweise wirkt der Waschtisch bei uns wie eingebaut, da er die Länge des Raumes hat. So haben wir links und rechts vom Waschbecken je 60cm Ablagefläche, und darunter ein Regal von fast 180cm. Sieht sehr schön aus, wir haben darauf Handtücher gestapelt. Das verdeckt auchd as Abflussrohr. Unter dem Regal, auf dem Boden, stehen 4 stabile, baumwollene "Aufbewahrungssäcke". Jedes Familienmitglied hat seinen Sack, plus einen für Klopapier etc. Auf der Fläche links und rechts vom Becken stehen neben den Zahnbürsten nur wenige (hübsche) Tigel und Tuben. So siehts meist aufegräumt und schön aus.

    Hätten wir "nur" ein Becken mit Wandbefestigung oder mit Standbein, wäre die Fläche links und rechts vom Waschbecken verschenkter Stauraum und alles sähe etwas unruhiger aus!
    Bin damit auch nach 10 Jahren sehr zufrieden.

    LG,
    Anja

    • 5 Jahren ago

      Das klingt gut. Und Waschtische gehören sogar zur Standardausstattung im Haus.

  • 5 Jahren ago

    Ich wäre ganz klar für zwei getrennte Toiletten. Wir haben ein Bad mit Wanne und Dusche ( soviel Platz muss man da gar nicht einplanen…und ich persönlich würde ungern weder auf Dusche noch auf Wanne verzichten wollen…) Und wir haben ein Gäste-WC mit zweiter Dusche. Für uns die ideale Lösung. Es mag schon sein, dass die Zeit der Pubertät überschaubar ist, aber später kommen die Kinder sicherlich auch wieder zu Besuch…Ich persönlich mag es auch nicht so sehr, wenn mein Besuch in meinem Bad aus und ein geht…Aber das ist halt Geschmackssache…;-) LG Lotta.

    • 5 Jahren ago

      Separates WC finde ich auch sehr praktisch… mal schauen 😉

  • 5 Jahren ago

    Also wir haben ein Bad mit Dusche und Badewanne und ein separates WC, direkt nebeneinander. Die Bodenflächen sind eher klein (Badezimmertänze leben von ihrer flächenmässigen Eingrenzung), dafür mit Eicheparkett belegt und ansonsten haben wir auf viel Stauraum gesetzt (in die Wand eingelassener Spiegelschrank und grosszügiger Möbelunterbau mit integriertem Mülleimer). Unsere Badewanne ist ebenfalls etwas eingebaut, wie eine Nische (die Decke ist etwas niedriger und ein Wandflügel auf dem Badewannenrand, macht es noch heimeliger – schwierig vorzustellen) und man kann die Lampen dimmen, was ich sehr geniesse – obwohl ich jetzt nicht DER Bade-Mensch bin. Die Dusche ist aussen mit Altholz eingekleidet, dass wir noch vom alten Zwischenboden übrig hatten und teilt als freistehender Körper Bad und WC.
    Das kleine WC ist dafür ebenfalls mit grossem Waschbecken mit Unterbau ausgestattet und funktioniert somit auch als "Gästebad". Zum Duschen kommt man dann zu uns, bisher hat das sehr gut funktioniert. Ich finde das schöner als wenn jeder "Tagesgast" den ganzen Duschkrempel sieht, die Übernachtungsgäste sind ja meistens eh sehr enge Freunde oder Verwandte, sodass ich da kein Problem habe, wenn sie in meine intimeres Bad eindringen.
    Mein Tipp an euch: Mülleimer und Wäschebehälter immer mitdenken, entweder integrieren oder genügend Bodenfläche einplanen um es dann wirklich schön stellen zu können.
    Viel Spass beim Planen!

    • 5 Jahren ago

      Das klingt ja nach einem spannende Bad. Ich muss echt mal eine Pinterest-Wand anlegen, damit ihr eure tollen Räume verlinken könnt.

    • Anonym
      5 Jahren ago

      Jaaa, mach das mal!!!

  • Anonym
    5 Jahren ago

    Unsere Erfahrung: wir haben bei unserem Neubau in letzter Minute umentschieden und es nicht bereut… nicht ein großes Bad sondern zwei kleinere.
    Eines mit Badewanne, eines mit Dusche. Das Duschbad ist gleichzeitig das Kinderbad, welches auch die Gäste der Kinder benutzen. Und wir Erwachsenen haben ein separates Bad, das sonst keiner benutzt. Große Flächen brauche ich persönlich im Bad nicht, Waschmachine etc. sind im Keller. Ich genieße es mein eigenes kleines Reich zu haben (wobei die Kinder selbstverständlich auch in die Badewanne dürfen ;). Auch ein zweites WC ist von unschätzbarem Wert für uns.
    Liebe Grüße!

  • 5 Jahren ago

    Das erste Bad im Kaldewei-Interview ist einfach der Hammer! Hebt sich wohltuend ab von all den durchgestylten weissen und Schiefer-gekachelten Badezimmern. Elegant, schlicht, ein bisschen Art Deco, ein bisschen Industrie-Look – geniale Mischung. Würde ich mir als glatt Vorbild nehmen, wenn ich ein Bad einrichten könnte 😉

    • 5 Jahren ago

      Stimmt. Das ist mal was anderes. … puh, da fällt mir ein, dass wir ja auch noch die Detailgestaltung vor uns haben 😉

  • 5 Jahren ago

    oh, das kenne ich! in wien gab's etlicher solcher wohnungen (und gibt's auch heute noch vereinzelt), wobei sie mittlerweile, wenn freistehend, aufgerüstet werden, weil sie dann lukrativer vermietbar sind, was wiederum für studenten wohnen in der eigenen "bude" fast unleistbar macht.
    zum badezimmer selbst – allein wohnend hatte ich mir in eine alte speisekammer neben der küche ein minibad eingerichtet – mit dusche, allerdings mit erhöhter duschwanne und hinten abgeschrägter wand (mit mosaikfliesen und schlauchheizung drunter, weil keine heizung in dem raum war), so konnte man beides drin – duschen und sitzbaden. heute zu dritt vermisse ich eine extra dusche, beides zusammen, wanne und dusche ist schon fein, sofern der platz gegeben ist. und ja, manchesmal ein zweites waschbecken bzw. ein breiteres mit zwei hähnen, dann ging's in der früh einfach schneller und nebeneinander zähneputzen am morgen stell ich mir sehr erheiternd vor ;), dafür würde ich sogar aufs 2. klo im bad verzichten. na, so sind halt die gewohnheiten für jede familie unterschiedlich und ändern sich wohl auch mit den jahren, das mitzuberücksichtigen stell ich mir schwer vor…
    lieben gruß und gutes durchdachtes planen wünsch ich euch!
    dania

  • 5 Jahren ago

    Hallo Indre!

    Ein ganz tolles Interview.

    Wir haben erst dieses Jahr unser neues Bad gestaltet und dabei auf eine gaaaanz große, bodengleiche Dusche (2,20 x 1,10 m!) gesetzt und die Badewanne weg gelassen. Lieber eine geräumige Dusche statt zwei Minizellen… In unserer letzten Wohnung hatten wir auch eine Badewanne, die wurde in den 17 Jahren insgesamt nur zwei Mal genutzt! Also war für uns Dusch-Fans die Entscheidung klar… Und natürlich eine zweite Toilette- das ist für mich ein absolutes Muss. Entspannt nicht nur manch "gefährliche" Situation! 😉 Auch die Offenheit in unserem neuen Bad genieße ich sehr! Wir haben eine Wand zum Schlafzimmer, die jedoch offen an den Seiten ist. Ich mag das Geräusch der plätschernden Dusche, wenn ich noch im Bett liege und meine Mann duscht und diese Offenheit gibt mir das Gefühl, atmen zu können. Aber es ist schon sehr ungewöhnlich…. da geb ich noz! Recht… Auf zwei Dinge würde ich aber unter gar keinen Umständen verzichten wollen: auf dimmbare Lampen mit farbigem Licht (z.B. die Occhio) und auf das super-duper-moderne Geberit Aqua Clean Duschklo- was für eine wahnsinnige Erfindung! Ich war zuerst skeptisch und bin jetzt ein absoluter Fan! Der reine Wahnsinn! 🙂
    Bin gespannt, wie sich das bei Euch noch entwickelt. Irgendwann kommt der Moment, da muss man sich entscheiden….

    Liebe Grüße Pepe

    • 5 Jahren ago

      Offen. Wie spannend. Das lässt sich bei uns leider nicht machen. Aber es klingt toll!

  • 5 Jahren ago

    Das Bad war bei unserer neuen Wohnung auch lange der Grund für nächtliche Alpträume, graue Haare und Falten :). Kaldewei habe ich auch verbaut :). Ich sage nur: Duschtasse.

    Ich gebe Katja aber recht. Alle wollten mir Tipps geben. "Mach das Bad größer." "Du wirst dich immer ärgern." Mir reichen aber 7m2 und ich wollte lieber ein größeres Schlafzimmer haben. Jeder hat da andere Prioritäten.

    Jetzt wo das Bad übrigens fertig ist, heißt es immer "toll hast Du das gemacht" und "ich konnte es mir einfach nicht vorstellen". Ich habe nämlich die Dusche quasi mitten in den Raum gesetzt und die Toilette zwischen Badewanne und Dusche "eingeklemmt". Das war der Anschlüsse geschuldet. Ich konnte nur alles nebeneinander anordnen und wollte lieber, dass zwei Menschen gleichzeitig baden können ohne sich vom Duschturm erdrückt zu fühlen. Es hat wunderbar geklappt und auch wenn es ungewöhnlich ist von der Anordnung ist es für mich perfekt!

    Ganz toll fand ich übrigens wegklappbare Glasduschwände für bodengleiche Duschen. Vielleicht ist das was für Dich?

    • 5 Jahren ago

      Oh, ich würde ja allzu gerne mal dein Bad sehen!
      Tatsächlich haben wir auch an wegklappbare Duschwände gedacht. 😉

  • 5 Jahren ago

    Hahaha, als ehemalige Badgestalterin hüpft mein herz gerade im Kreis … auch Kaldewei haben wir verbaut 🙂

    Was aber euer eigenes Bad angeht:
    Liebe Indre, du kannst dich noch so sehr bei den anderen umhorchen – was zählt seid ihr!
    Wie sieht euer Tagesablauf aus? Wann steht wer auf? Blockiert ihr euch dabei? Wenn ja, wann und an welchen Stellen im Bad.
    Was ist euch wichtig: Duschen oder Baden? Beides gleich?
    Was vermisst ihr jetzt in eurem Bad, was braucht ihr vielleicht nicht mehr?

    Bei uns wäre zum beispiel ein zweites WC das absolute Highlight … wir haben ein Familienmitglied, dass gerne stundenlang die Schüssel blockiert … das nervt und ich hätte gerne ein Gäste-WC, auf das man ausweichen könnte. 🙂
    Ein zweites Bad, weil eins der Kinder mal in die Pubertät kommt und vielleicht für ein, zwei Jahre das Bad ein wenig mehr beansprucht? Ähm ja, kann man machen, (wenn man so viel Platz und vorallem Geld!!! hat), muss man aber nicht. Da tut´s nämlich einfach auch ein zweiter Waschplatz … schminken kann sie sich im eigenen Zimmer 😉

    Das wird alles sehr spannend und ich wüsste ja gern, wie ihr euch gedanklich euer Bad einrichtet (wo ist der Grundiss? :-)).

    Liebe Grüße
    Katja

    • 5 Jahren ago

      Der Grundriss kommt. Versprochen 😉 Und danke für deinen Rat. Wir überlegen mal genau, was sich so aus unseren Gewohnheiten ableiten lässt.

      Herzlich
      I.

    • 5 Jahren ago

      Achso und noch vergessen … bei aller Liebe zur neuen Bedeutung eines Badezimmers als neue Küche. Bei Bildern wie dem Vorletzten kommt mein Kopf zum Schütteln – die Vorstellung, ein solch offenes Badezimmer zu haben, behagt mir aus mehrerlei Gründen nicht.
      Ich möchte weder mitbekommen, wie mein Partner morgens duscht, während ich mich noch wohlig im Bett einmummeln kann, noch ist mir daran gelegen, diverse Duschdämpfe und Feuchtigkeiten in meinem Schlafzimmer zu haben. Und andersherum bereitet mir der Gdanke, aus der Dusche zu steigen und fröstelnd in einem sonst nämlich wesentlich niedriger temperierten Schlafzimmer zu stehen, enormes Unbehagen.
      Ich weiß, dass solche Bilder wahnsinnig schön anmuten und sich ganz hervorragend in trendige Lifestylemagazine einfügen, mit einem Badezimmer als Wohlfühlzone haben sie aber meines Erachtens wenig zu tun. Für mich ist ein Bad nämlich immer noch ein geschützter, zum Teil intimer, Raum innerhalb meiner eigenen Wände und da möchte ich keinesweg die gleiche Offenheit wie beim Wohn-Ess-Bereich haben.

    • 5 Jahren ago

      Und wie hoch der Deoverbrauch ist kann ich dir nicht sagen – wenn es einem eher stinkt, dieses Deo, dann ist der kleinste Tropfen zu viel und ich bin froh, dass die meinen Zwei immer wieder vergessen, dass sie dieses ekelhafte Zeug besitzen. Beim nächsten Deokauf will ich erst den Schnuppertest machen, sonst kommt mir hier nix Neues mehr is Haus.
      Wie hoch war denn der Verbrauch bei Herrn Mi?

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