KW #32 Frankfurt. Der Mann unter den Städten?!

Bisher war Frankfurt für mich nur eine Transitstation. Ich kannte den Flughafen mit seinen ewigen Wegen und den Kopfbahnhof, in den mich der Sprinter morgens müde spuckte. Von der Stadt selbst habe ich bisher so gut wie nichts gesehen (das erste Mal sah im April ein wenig mehr). Umso schöner, dass ich Ende Juli berufsbedingt vier Tage in Frankfurt verweilen durfte. Obgleich der Terminkalender voll war, fand sich doch hier und da eine kleine Lücke, die ich zum Erkunden nutzen konnte.

Mein Radius beschränkte sich im Wesentlichen das Mainufer zwischen Main-Neckar- und Deutschherrnbrücke. Ein Abstecher in die Innenstadt war dabei und einer ins Bahnhofsviertel. Entsprechend selektiv ist mein Eindruck. Aber immerhin habe ich jetzt einen. Im Vergleich zu Berlin – ‚dieser Frau mit den Sommersprossen und dem viel zu großen Mund‘ – scheint mir Frankfurt eine männliche Stadt: gut sitzender Anzug, Fassonschnitt und etwas Dreck am Stecken. Oder täusche ich mich?
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  • GESEHEN: Frankfurt aus dem 31. Stock des Silberturms [W O W ! Ist das H O C H !]
  • GEHÖRT: FAUVE [französischsprachiger Rap]
  • GESCHMECKT: den besten Caesar Salad ever im Maxie Eisen im Frankfurter Bahnhofsviertel.
    In dem nach einem jüdischen Mafioso aus der Kosher Nostra benannte Lokal der zwei Ardinast-Brüder und ihrer Partner, Roy Peters und Oskar Melzer (bekannt aus Berlin durch Mogg & Melzer), gibt es das berühmt-berüchtigte Pastrami – ein jüdisches Fleischgericht, das sehr aufwendig und langwierig aus Ochsenbrust hergestellt wird. Mehr über Maxie Eisen erfahrt ihr auf FAZ.net.
  • GEGESSEN: ‚gehoben‘ im Druckwasserwerk 
  • GEWOHNT: im Hotel Hoffmanns Höfe [das ich so mag, weil´s sich so gar nicht nach Hotel anfühlt, sondern ein bisschen wie Zuhause]
  • GEFAHREN: mit Call-a-Bike [nichts geht über Radeln in fremden Städten!] 
  • GELAUFEN: am frühen Morgen am Mainufer entlang [ein W U N D E R B A R E R Start in den Tag !]
  • GESUCHT: ein gutes Schuhgeschäft
  • GEFUNDEN: Schuhbelle
  • GETAN: moderiert
  • GEFREUT: dass ich Leute zum ‚durch die Decke denken‘ inspirieren konnte. 
  • GEWÜNSCHT: dass ich zur Werkschau der HTW-Studierenden in Berlin gewesen wäre
  • GEKAUFT: Schuhe von BALTARINI 
  • GEKLICKT: Lichtbilder [leider blieb keine Zeit zum Anschauen.] 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Das erste im August. … schon August… oh weia!
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8 Comments

  • 5 Jahren ago

    Ich komme aus Frankfurt und treffender hättest du es nicht formulieren können! Für Frankfurt und für Berlin. Und egal wo ich bin, immer fehlt ein Stück vom anderen.

  • 5 Jahren ago

    Ich war ein Mal als junge Jugendliche für ein kurzes Wochenende in Frankfurt. Da habe ich mir in einem tollen Second Hand Laden eine coole 70er Jahre Lederjacke gekauft. Seufz – die war super… Sonst kenne ich Frankfurt nicht und kann mich auch nicht mehr an damals erinnern. Für mich war es damals eine Großstadt – und solche mochte ich zu der Zeit nicht sonderlich. Eigentlich würde ich ja nur ca. 2,5 Stunden fahren bis dorthin.
    Vielleicht kann ja Lena von Kunztstückchen mal einen schönen Bericht über ihre Stadt schreiben oder Du fragst sie mal. Bei ihr sieht es eigentlich immer schön aus. Sie hat letztes Jahr bei meinen "X Fragen an…" schon etwas zu Frankfurt geschrieben: http://www.septembermorgen.com/x-fragen-an-kunztstueckchen/
    Liebe Grüße, Katja

  • 5 Jahren ago

    hm, frankfurt. mochte ich nicht. fünf jahre studium dort und ich war froh, als es bei meinem wegzug im rückspiegel immer kleiner wurde… mir fehlte da ein bisschen das herz. sachsenhausen, eine wundervolle altstadt, leider zugepflastert mit ballermannkneipen. dieser gegensatz zwischen glattem glasbetonbankenviertel und heruntergekommenen drogenstadtteil bahnhofsviertel, wo die junkies noch mit der spritze im arm auf den gehwegen lagen…. zu krass.
    cool war allerdings der trödel am mainufer. zwischen den ganzen neuwarenhändlern habe ich oft das ein oder andere schätzchen gefunden.
    liebe grüß,
    jule*

  • 5 Jahren ago

    Ich dachte immer, Frankfurt – was soll ich da?
    Bin aber froh, mich doch mal auf den Weg gemacht zu haben, denn ich fand die Stadt schöner als vermutet. In den nächsten Tagen werde ich ihr darum wieder einen Besuch abstatten. Es gibt bestimmt noch einiges zu entdecken.
    Tolle Aufnahmen hast du gemacht.
    Liebe Grüße von Heike

  • der schaumainkai ist mein lieblingsort in ffm…ich war nicht oft dort und kenne die stadt nicht gut. aber die museen und ein kleines picknick auf einer der wiesen könnte mich wieder locken.

  • Ich bin eigentlich gar nicht so weit weg aufgewachsen, aber ich kenne Frankfurt auch fast gar nicht. Wir sind immer lieber nach Köln gefahren. Es heißt ja immer, Frankfurt solle so schöne Ecken haben, aber vor mir haben sie sich bisher immer versteckt. Vielleicht werde ich sie eines Tages ja entdecken. 🙂

  • 5 Jahren ago

    Frankfurt ist Männlich! Da hast du vollkommen recht. Ich war als Kind oft, sehr oft dort. Ich habe immer noch liebe Menschen in der Umgebung, was mich manchmal in die Stadt zurück bringt.
    Aber ich liebe diese Stadt nicht. Sie ist mir in der Mitte zu rau, zu professionell!
    Die Randbezirke sind da schon wesentlich schöner.
    Ich muss mal wieder dort hin!
    Liebe Grüße
    Andrea

  • 5 Jahren ago

    Ich kenne Frankfurt leider nicht, aber deine Bilder sind schön…LG Lotta.

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