kEinblick. Stattdessen: Reflexionen rund ums Bloggen und ein Aufruf.

Blogosphäre, Wandel, Blogs, Kommentare, Post, Beiträge, Leser, Follower, Reflexionen

Nein, heute gibt es keinen Blick hinter ein Blog. Es tut mir leid! Ich bin einfach nicht dazu gekommen, durch die schier unendliche Blogosphäre zu streifen und nach spannenden Blogs Ausschau zu halten. Das ist die Crux mit dem Selberbloggen. Man kommt kaum noch dazu, sich im Netz treiben zu lassen und andere Blogs zu besuchen. Kennt ihr das? Und wie geht es euch, die ihr keinen eigenen Blog betreibt – schaut ihr noch viel auf Blogs vorbei? 

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die Blogwelt – zumindest in meiner Hemisphäre – verändert. Ich kann es noch nicht ganz in Worte fassen, aber ich nehme Veränderungen wahr. Auf der einen Seiten poppen immer mehr Blogs auf, auf der anderen liegen immer mehr brach. Die Anzahl und Taktung von Beiträgen auf vielen bekannten Blogs nimmt ab, und es wird – mit wenigen Ausnahmen – immer weniger kommentiert und diskutiert. Die Professionalisierung nimmt in dem Maße zu, wie sich Blogger/innen im stetig wachsenden Qualifizierungsmarkt zu Allroundern entwickeln – von Fotokursen über Schreib- und Stylingworkshops, Photoshop- und Programmierseminare bis hin zu Coachings ist alles dabei. Damit verschwindet auch das Hemdsärmelige, dieser authentische Dilettantismus, der einem stets daran erinnerte, dass jede/r nur mit Wasser kocht.
Was bedeutet all das für die Blogwelt? Für die Leser/innen wie für die Blogger/innen? Werden wir künftig eine zweigeteilte Blogwelt haben: hier die professionell-kommerziell ausgerichteten Blogzines, dort die kurzlebigen Webtagebücher und dazwischen vereinzelt ein paar ‚Personal Blogs‘? Wie seht ihr das?

Auf eine Antwort auf meine Frage(n) möchte ich hier verweisen. Sie lautet: „Alles wird gut!“ und kommt von Mel.  

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Blogosphäre, Wandel, Blogs, Kommentare, Post, Beiträge, Leser, Follower, Reflexionen
Doch ganz gleich wohin die Entwicklung geht, die M i MA-Woche soll auch künftig mit einem Blick hinter ein spannendes Blog (oder auch mal hinter eine interessante Website) starten. Damit das gelingt, brauche ich eure Hilfe.
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Kennt ihr Blogs, hinter die ich unbedingt einmal einen Blick werfen sollte? Oder würdet ihr selbst gern einmal meine neugierigen Fragen beantworten? 
Dann meldet euch doch bitte! Ihr könnt mir einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail schreiben.

154 Comments

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    Auch von mir, noch im schon zu Ende gehenden Mai…, noch Gedanken zum Bloggen und DANKE für die Inspiration zum Nachdenken übers Bloggen, wie sie hier so vielfältig lesbar wird. Lieben Gruß Ghislana
    http://jahreszeitenbriefe.blogspot.de/2014/05/short-stories-5-i-love-to-blog.html

  • 5 Jahren ago

    Großartig, was hier abgeht!!!
    In vielen Kommentaren finde ich meine Gedankengänge wieder. Andere inspirieren mich dazu, das Bloggen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
    Mein Blog gehört wohl auch zu der Kategorie "Arbeiterblog", dekoriert mit unbearbeiteten Fotos, aber mit Herzblut geführt.
    Danke für diese tolle Diskussion!
    Liebe Grüße von Heike

  • 5 Jahren ago

    Huhu… ein sehr interessantes Thema hast Du da angeschnitten… die Kommentare unter Deinem Post sprechen ja eine eindeutige Sprache…
    Zwar habe ich nicht alle gelesen, aber allein die Anzahl zeigt ja, wie sehr es die Blogger beschäftigt, was sich in der Bloggerwelt so verändert in letzter Zeit.

    Ich für meinen Teil habe beschlossen, nichts an der Art meines Blogs zu ändern, den Mix beizubehalten und auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich so selten bei anderen kommentiere oder mal seltener poste…
    Instagram und fb sind für mich die Plattformen geworden, auf denen ich kommentiere, es geht schneller und das Leben 1.0 bleibt nicht auf der Strecke…

    Auch nach mittlerweile fast 3 Jahren Bloggerei werde ich noch ganz oft milde belächelt, aber es macht mir nichts mehr aus, ich merke, dass mir der Blog geholfen hat, mich auszudrücken, meine Arbeit zu präsentieren und viele neue Leute kennenzulernen… und das ist mir viel wichtiger als jeder blöde Scherz über den Namen "goldlockengina"… ;0)

    Natürlich soll jeder Blog seinen Weg finden, jeder Blogger sich auch verändern dürfen, aber manchmal kommt man sich schon sehr "klein" vor, wenn das Layout nicht hochprofessionell ist und die Fotos nur mit dem Handy gemacht sind.
    Trotzdem merke ich, dass mein Blog "ankommt", wenn auch nicht bei Tausenden von Lesern, sondern in überschaubarem Rahmen. Ich bin damit bisher zufrieden und werde es auch dabei belassen.
    Erst ein einziges Mal habe ich Sponsoren auf meinem Blog erwähnt, nach der Einladung zu einer Bloggerlounge im Rahmen der diesjährigen Creativa…. ganz ehrlich… ich kam mir komisch vor, diese ganzen Firmen zu verlinken, die etwas in die Goodie-Bags gepackt hatten… das war irgendwie nicht ich… wenn ich eine Firma nenne, dann doch lieber freiwillig und unentgeltlich…

    … und warum blogge ich? Ich mache es für mich selbst, es ist ein Hobby, das mal mehr und mal weniger Platz in meinem Leben einnimmt, aber bisher noch nie an einem Punkt angekommen ist, es an den Nagel zu hängen.
    Dass ich mit diesem Hobby nebenher auch noch ein bisschen Werbung für mich selbst mache, ist zwar ein schöner Effekt, aber war nie die Grundintention meiner Bloggerei…

    So, und jetzt ist wieder Zeit für das Leben 1.0, die Meute hier hat Hunger… ;0)

    Wenn Du magst, kannst Du mir gerne mailen: info@goldlockengina.de

    Liebe Grüße und einen sonnigen Restsonntag :0)

    Gina

    • 5 Jahren ago

      D A N K E ! Fürs Mitmischen, die Einladung und die Sonntagswünsche. Dir und deiner Meute wünsche ich einen guten Appetit.

      LG I.

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,
    ich bin noch nicht lange dabei, erst ca 10 Wochen, somit kann ich noch nicht beurteilen, inwieweit sich die "Bloggerszene" (so es sie denn gibt) verändert hat. Kann nur sagen, dass ich noch immer faziniert bin von dieser Wunderwelt, in der kreative Leute ihre Dinge zeigen und einen teilhaben lassen an Wichtigem und auch an Unwichtigem.
    Ich mag die perfekten Blogs durchaus gern anschauen, auch wenn mich manchmal die ewigen Werbeposts nerven….solange aber noch ein Text mit Herz und Tiefgang drinsteht les ich es gern,
    ansonsten kann ich ja auch weiterklicken.
    Noch mehr reizen mich allerdings die…ähem….ich nenne sie mal Arbeiter-Blogs, auf denen man sich nicht scheut, auch mal ein unscharfes Bild zu veröffentlichen oder ein Missgeschick zu posten…..da ist für mich dann ECHTES Leben drin.
    wie gesagt….bin ja noch Frischling und kann/darf ja eigentlich noch gar nicht mitreden, wenn die "Erwachsenen" sich unterhalten 😉
    ….ach und vielleicht magst Du bei mir mal vorbeischauen? Ich würde Deine Fragen jederzeit gern beantworten!
    Liebe Grüße
    Smilla

    • 5 Jahren ago

      "Arbeiterblogs" – was für eine schöne Beschreibung. Und wie gut, dass du dich als "Frischling" einmischt. Das braucht die "Erwachsenenwelt": den frischen Blick. LG I.

  • 5 Jahren ago

    Eine spannende Diskussion. Ich lese gerne Blogs und blogge auch selbst – aus purem Spaß an der Freude. Die Texte kommen einfach aus mir herausgesprudelt, die Fotos werden nicht sehr professionell geknipst und es macht mir Spaß, Dinge online zu stellen oder auch mal an Linkpartys teilzunehmen. Wenn andere gerne mal bei mir vorbei schauen, freut mich das – und wenn nicht, dann kann ich damit auch leben und werde es trotzdem so wie bisher weiter handhaben.

    Schade finde ich nur, wenn diese "leben und leben lassen" – Mentalität – die meiner Meinung nach von einem Großteil der Blogger bevorzugt wird – von ein paar Miesepetern schlecht gemacht wird. Davon sollte man sich nicht runterziehen lassen. Bleibt Eurem Stil treu, seid zufrieden mit dem was ihr tut und fertsch is.

  • Das mag jetzt vielleicht etwas komisch klingen – aber diese Diskussion und vorallem dein Post haben mich an ein Seminar erinnert, welches ich gerade in der Uni besuche 😛 Da geht es nämlich um den Begriff des Dilettantismus, den du ja auch erwähnst. Während man den Dilettanten heute oftmals als Stümper abtut, stand das Wort früher für den Liebhaber einer Sache. Jemand, der etwas aus reinem Vergnügen und gewissermaßen auch zwecklos betreibt. Eine Sache aus Liebe zu betreiben: Das bedeutet Freiheit. Keine Regeln. Vergnügen. Freude. Dilettantisch ans Werk zu gehen scheint also nicht die schlechteste aller Möglichkeiten zu sein. (Ich werde mir das für mich selbst mal merken…)
    Ich habe selbst auch an einem Workshop teilgenommen und betrachte die Bloggerwelt auch ein wenig anders seid ich selbst Blogge. Da hört man so Sachen wie "Folge in der Woche so und so vielen neuen Leuten auf Twitter, twittere so und so oft…" Das war mir dann doch schnell zuviel. Wenn der Preis für einen gut besuchten Blog ist, zwanghaft irgendwelche sozialen Medien zu nutzen, dann bin ich raus. Ich mache nur das, was mir Spaß macht.
    Auf der anderen Seite ist es natürlich ganz klar, das man in der weiten Welt des Internets erstmal auf sich aufmerksam machen muss. Gegen ein wenig Netzwerken ist ja auch nichts einzuwenden. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden.
    Was mich neulich wirklich gestört und nicht mehr losgelassen hat: Auf einem Backblog einen Kuchen zu sehen, den man gar nicht essen kann. Nur fürs Bild Marzipan über eine Salatschüssel zu legen das ist schon etwas abgefahren, aber letztendlich muss auch da jeder selbst entscheiden, was geht und was nicht. So wie im "echten" Leben eben auch 😉
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!!
    Franzi

    • 5 Jahren ago

      Liebe Franzi,

      die Sache mit dem Dilettantismus finde ich superspannend! Danke für diesen Impuls. Die ganze DIY- und Maker-Bewegung basiert darauf und ich glaube, dass dieser Dilettantismus sogar eine gute, wenn nicht sogar beste "Überlebensstrategie" für das 21. Jahrhundert ist. Die Verbindung aus Leidenschaft fürs Tun, Lust am Lernen und Mut, selber Lösungen für die Probleme zu entwickeln, anstatt auf aufwendige Speziallösungen aus Wissenschaft und Wirtschaft zu warten. Ein Thema für sich – dem ich sicher noch mal mehr Raum hier geben werde. Ich hoffe, du bist dann auch wieder dabei. Liebe Grüße!

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre
    So nun habe ich mich mal durch den Post und die Kommentare gelesen. Sehr spannend!
    Selber blogge ich erst seit ein paar Monaten. es war für mich inspirierend , und ist es auch immer noch andere Blogs zu besuchen und darin zu stöbern.
    Was ich bemerkt habe ist das es oftmals nicht um die gezeigten Werke an sich geht, egal ob Fotos, handarbeiten o.ä. sondern nur noch um die Präsentation der Sachen. Klar finde ich es auch wichtig wie etwas präsentiert wird, aber müssen es immer Hoch aufgepimpte Fotos sein? Muss immer alles top gestylt udn aufgeräumt aussehen, farblich aufeinander abgestimmt?
    Was mir auch ein bisschen fehlt sind Diskussionen oder "Gespräche" um die einzelnen Beiträge. Kommentiert wird aber, seien wir doch mal ehrlich, sehr allgemein gehalten und bla bla Style. Ich nehme mich da nicht aus.
    Oftmals verbringe ich meine morgendliche Kaffeestunde damit Blogs von anderen zu lesen. Ich nehme mir dann wirklich Zeit nicht nur schnell drüber zu huschen sondern auch mal details anzuschauen.
    Für mich persönlich ist es nicht unbedingt wichtig das mein Blog nur so strahlt oder ich grad den neusten Hype mitmache. Wichtig ist für mich einfach mal drauf los zu posten was mich gerade interessiert oder was ich so werkel. Dem Einen gefällt es dem Anderen nicht. Respekt sollte man vor jeglicher Individualität haben.
    Herzliche Grüsse
    Tanja

    • 5 Jahren ago

      Jep. Respekt und Wertschätzung sind – auch wenn das jetzt vielleicht etwas pathetisch klingt – für mich das Fundament jedweden Miteinanders. Egal ob hier in die "digital-vermittelten" oder "draußen" in der "direkten" Begegnung, und unabhängig davon, ob ich derselben Meinung bin oder alles "schick" finde.

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre, ich habe mich jetzt durch diese spannende Diskussion gelesen – dankeschön fürs Aufgreifen des Themas! Zu deiner Ausgangsfrage „Werden wir eine zweigeteilte Blogwelt haben?“ Ich denke, die Blogwelt ist jetzt schon sehr vielfältig und das wird sich nicht ändern. Ein Blog ist ja zunächst nur eine Schablone, die von den jeweiligen Bloggern mit ganz unterschiedlichen Zielen, Ressourcen und Prioriäten befüllt wird. Hauptberuf, Nebenverdienst, PR-Instrument, Hobby oder einfach nur ein Ort, um schöne Dinge zu sammeln und sich auszutauschen – die Bandbreite, was ein Blog für den Bloggenden bedeutet, ist groß. Ich glaube deshalb auch, dass wir immer die gesamte Bandbreite an Blogs haben werden: vom professionellen Online-Magazin bis zum persönlichen Webtagebuch – und sämtliche Nuancen dazwischen.
    Die Veränderungen in unserer Blogosphäre nehme ich auch seit längerem wahr. Die Gründe für die Blog- und Lesemüdigkeit wurden in den Kommentaren schon zahlreich genannt und ich finde sie allesamt nachvollziehbar. Einen Aspekt mag ich noch hinzufügen: Wir Menschen neigen ja dazu, alles immer noch besser machen zu wollen – als Blogger willst du den aktuellen Post noch schöner haben als den letzten und als Leser wünscht man sich (seien wir ehrlich) ständig Neues, am besten Niedagewesenes. Das kann niemand leisten, schon gar nicht bei der Fülle an (fast) themengleichen Blogs. Womöglich wird das Ganze noch verstärkt durch Kooperationen, die nicht wirklich zum Blog passen und keinen Mehrwert für den Leser liefern und schwupps, kommt man als Leser nicht mehr so oft vorbei und kommentiert nicht mehr regelmäßig. Das weniger werdende positive Feedback kann auf Seiten des Bloggers noch mehr Druck aufbauen. Das hört sich jetzt dramatisch an, aber in Ansätzen meine ich, diese Tendenzen wahrzunehmen bzw. beobachte ich sie teilweise bei mir selbst. Und ich kann verstehen, dass manche Blogger ganz aufhören oder sich auf andere Kanäle (z. B. Instagram) konzentrieren. Vielleicht sollten wir alle für uns selbst etwas Druck rausnehmen und die Arbeit der anderen Blogger (wieder) mehr schätzen, auch wenn sich mal was wiederholt oder die Fotos mal nicht so doll sind.
    Herzlich, Sabine

    • 5 Jahren ago

      Liebe Sabine, danke fürs Ein- und Mitmischen. Der "Leistungs- bzw. Perfektionsdruck" unter Bloggern ist sicher gestiegen. Das zeigt ja auch die hiesige Debatte. Es ist wohl die Kehrseite der Professionalisierung, durch die man als Blogger/in neue Kompetenzen entwickelt (z.B. Texten, Fotografieren, Stylen, etc.), neues Wissen erlangt und tolle Kontakte knüpft. Ein bisschen Druck-rausnehmen und den Perfektionsanspruch runterschrauben, kann sicher nicht schaden. In diesem Sinne: ein schönes entspanntes Wochenende!

    • 5 Jahren ago

      Ich stimme euch beiden absolut zu. Wenn man sich in seinem Perfektionsdrang dann noch mit Bloggern vergleicht, die vielleicht sogar beruflich etwas mit Fotografie, Webdesign oder Texten zu tun haben, kann man ja fast nur verzweifeln. Drück rausnehmen ist dann sicher ratsam. Trotzdem war für mich auch ein Grund, das Bloggen anzufangen, im Fotografieren besser zu werden. Mit Bildaufbau, Schärfentiefe, etc. herumzuspielen. Das ist wohl auch dieser Drang, alles immer besser zu machen, den du beschrieben hast, Sabine. Bei mir hat das aber nichts mit Professionalisierung zu tun sondern viel mehr in einem Hobby besser zu werden, die Kompetenzen weiterentwickeln. Vielleicht sollte man diesen Perfektionszwang also eher als positiv anregenden Verbesserungs- und Dazulerneffekt sehen. Mit runtergeschraubtem Perfektionsanspruch.
      Die Arbeit anderer wertzuschätzen, auch wenn sie nicht durch perfekte Fotos oder niedagewesene Ideen glänzen kann, finde ich für mich eine sehr wichtige und gute Einstellung. Wie der Anfangsgedanke von Gib mal Butter bei die Fische.
      Habt ein fantastisches Wochenende, liebste Grüße, Eva

  • 5 Jahren ago

    Eine sehr interessante Diskussion, die Du hier angestoßen hast, Indre.

    Ich störe mich häufig daran, dass sich einige Blogger so zwanghaft vergleichen – egal, ob es dabei um Häufigkeit des Schreibens, Fotoqualität oder Besucherzahlen geht – und dann am Ende oft das Gefühl haben, mit anderen nicht mithalten zu können und ihren eigenen (oft sehr guten) Blog oder ihre Fähigkeiten infrage stellen. Ich finde, jeder sollte tun und versuchen dürfen, was er möchte. Ohne, dass das immer gleich alles über-bewertet und nach "Richtigkeit" hinterfragt wird. Einige Blogger fotografieren gut, andere schreiben super, es gibt welche, die können irgendwie alles, und es gibt welche, die bloggen einfach, ohne viel nachzudenken und erfreuen ihre Leser trotzdem mit ihren persönlichen Geschichten. Es sollte doch nicht ums "Mithalten können" gehen…

    Mir ist die Freude an meinem Blog sehr sehr wichtig. Wenn ich mal keine Lust oder Zeit zum bloggen habe, zwinge ich mich auch nicht dazu. Manchmal gibt es eben wichtigere oder dringendere Dinge im Leben. Ist doch egal, wenn man mal eine Woche nicht schreibt. Oder zwei. Ich achte stark darauf, was mir gut tut und was ich gerade brauche. Wenn sich Blogger zum Sklaven ihrer Statistik machen, ist das schade, aber ihre eigene Entscheidung. Dann verfolgen sie einfach andere Ziele als ich. Das soll einfach jeder für sich selbst entscheiden. So wie ich immer wieder neu entscheide, welche Blogs ich lese.

    Ich selbst bemühe mich um ein ansprechendes Bloglayout und fotografiere total gerne. Wenn ich mich anstrenge, dass mein Blog den Augen meiner Leser und auch meinen gut tut, dann aber nicht, weil ich auf Hochglanz und Kommerz aus bin. Sondern weil mir das Spaß macht und das so, wie ich es mache, zu mir passt. Erschreckend finde ich, wie viele Angebote von Agenturen ich in letzter Zeit erhalte, die mir "auf meinen Blog abgestimmte" Kooperationen anbieten und dann lese ich von Reiseportalen oder günstigen Ferienhäusern… 😉

    Einige Blogs, die ich bislang regelmäßig verfolgt habe, kommen immer häufiger mit gesponserten Content, der sich nicht richtig in den Blog integriert und auch keinen Mehrwert für den Leser darstellt. Wenn mir das zu viel wird, besuche ich diese Blogs einfach seltener. Und finde neue Blogs… Ich nehme mir immer die Zeit, andere Blogs zu lesen. Merke aber auch, dass ich in letzter Zeit seltener als sonst kommentiere. :-/ Ich schreibe auf meinem Blog lieber einen Post weniger, als dass ich keine Zeit zum Bloglesen habe, denn das würde mir sehr fehlen.

    • 5 Jahren ago

      Liebe Sandra, viele kluge Gedanken und eine Haltung zum Bloggen, die ich nachahmenswert finde. Die Häufigkeit von Kooperationsanfragen nimmt zu – auch bei mir – und ich nehme durchaus die ein oder andere an, wenn ich meine, dass es thematisch-inhaltlich passt, meine "Geschichten" nicht stört/dominiert und meinen Leser/innen einen inhaltlich-ästhetischen Mehrwert bietet. Das glückt mir nicht immer (ich lerne noch), aber ich hoffe, dass es im Großen und Ganzen gelingt – das werdet ihr mir hoffentlich spiegeln (gern mit direkter Kritik und nicht nur durch Abwenden). LG I.

    • 5 Jahren ago

      Liebe Indre, ich finde, dass Dein Blog ein Beispiel dafür ist, wie Kooperationen perfekt integriert werden können. Da können sich andere zwei Scheiben von abschneiden.

    • 5 Jahren ago

      Oh, das freut mich sehr zu hören, dass es offenbar ganz gut gelingt.

  • 5 Jahren ago

    Puh, beim Lesen der vielen Kommentare kam ich mir streckenweise absolut unprofessionell vor. Aber sowas von!
    Macht aber nix, weil mir das Bloggen Spaß macht. Das zählt, oder?
    Und über ein paar neugierige Fragen würd ich jubeln…
    Ganz liebe Grüße
    Christiane

    • 5 Jahren ago

      S P A S S ! Ja. Gerade beim Bloggen ist das wohl das Wichtigste.

  • 5 Jahren ago

    Diese Diskussion ist wirklich sehr interessant, genau wie die ganze Entwicklung im Internet. Ich schreibe seit 2001 fast täglich aus meinem Leben hier auf dem Lande. Damals gab es noch keine Blogs und Kommentare wurden als Gästbucheintrag hinterlassen. Später kamen die Bloganbieter und auf einmal wurde alles schön einfach und täglich kamen neue Blogs dazu. Ich fand es super spannend zu lesen, wie andere leben und zu berichten wissen. Die Liste dieser rein privaten Blog wird immer kleiner. Das ist zwar schade, aber wie alles im Leben verändert sich eben auch das Internet. Viele sind stattdessen auf facebook, Twitter und Instagram unterwegs. Das merke ich auch an den Besucherzahlen. Früher hatte ich um die 3000 Besucher am Tag, jetzt nur noch die Hälfte, und auch die Kommentare gehen immer mehr zurück. Das ist eben so, aber ändert nichts an meiner Motivation trotzdem weiterzuschreiben.

    Dafür gibt es jetzt immer mehr Blogs, in denen großartige professionelle Fotos gezeigt werden, die zeigen, dass dieses mehr als nur ein Hobby ist. Und wenn es so einfach ist, Geld damit zu verdienen, und die Blogschreiber dies möchten und sich begeisterte Leser finden, warum nicht. Ich selbst habe schon einige Anfragen erhalten, auch vom Fernsehen, Zeitschriften und Onlineportalen bzw. Produktanbietern. Diese habe ich alle abgelehnt, weil mein Blog bleiben soll, was es seit 13 Jahren ist: meine kleines Onlinetagebuch, in dem jeder mitlesen darf, der möchte. Ich selbst lese aber auch nur die "kleinen privaten" Blogs, weil ich allgemein keine Werbung mag, auch im Fernsehen schaue ich keine Privatsender, weil mich die Werbeunterbrechungen nerven.

    • 5 Jahren ago

      Wow, du bist ja eine der Pionierinnen des Bloggens. 2001 hatte ich noch nicht mal eine Ahnung davon!

      Deine ruhige, nüchterne Sicht auf die Veränderungen gefällt mir. Bisweilen neige ich schon mal zu einer gewissen "Hysterie" 😉

  • Wow, Indre, hier ist ja was los! Und erst jetzt komme ich dazu, mich auch zu Wort zu melden… derzeit meistens nur mit dem Handy im Netz unterwegs steht mir der Sinn nicht nach ausführlichen Kommentaren – und hier ist definitiv ein ausführlicher angebracht.
    Meinen blog gibt es jetzt seit eineinhalb Jahren und es sind im Grunde die gleichen Beweggründe, die mich antreiben, zu schreiben: zeigen, was ich so mache, was mich bewegt, wie ich die Welt entdecke. Mit dem Unterschied, dass ich derweil aus der Schweiz in die Heimat zurückgezogen bin und hier deutlich mehr zu tun habe – im Job wie auch in der Freizeit – und so fehlt die Zeit zum regelmäßigen Kommentieren, lesen und freuen über die tollen Dinge, die wie ich finde immernoch zu lesen sind in der Bloggerwelt. Klar, einige blogs haben ihre Individualität gegen Mainstream und Kommerzialisierung eingetauscht, aber es ist ja das schöne am Blogs verfolgen: ich muss nicht, wenns mir nicht gefällt. Je weniger interessantes (gleichbedeutend mit je mehr gleiches) auf einem blog geschrieben wird, desto weniger schaue ich vorbei. Jetzt, da die Zeit extrem knapp ist, was das Frühjahr wohl so an sich hat, sortiere ich allein schon an Überschrift, Bild und erstem Satz in `lesen` und `als gelesen markieren`. Vielleicht nicht so ganz fair gegenüber dem Beitragsverfasser – es ist aber nunmal so. Und wenn ich lese und spannend finde, was ich lese und es mich vielleicht auch noch berührt oder interessiert und ähnliches, kommentiere ich auch gerne. Und wenn es nur ein Wort ist – das finde ich nicht grundsätzlich schlecht, wenn die Zeit zum langen Schreiben und kommentieren fehlt.
    Für meinen blog und mich kann ich sagen: klar, auch ich erfinde das Themenrad nicht neu – aber ich schreibe über das, was mich bewegt, in meinem Leben passiert und zeige, was ich mache, wie ich die Welt entdecke. Auch wenn derzeit zuviele Dinge, über die ich gerne schreiben würde, warten müssen – es kommt bestimmt die Zeit, die genau dazu gedacht ist. Ich schreibe also mal mehr, mal weniger. Je nach Zeit und Laune. Lasse aber so gut wie immer am Freitag in meinem `Ausblick ins Wochenende` was von mir hören. Das ist schon ein sehr liebgewonnenes Ritual geworden, mein Wochenende mit bloggen einzuläuten. Und das ist doch auch irgendwie schön.
    Alles in allem finde ich, bringt die Bloggerwelt deutlich mehr positives als negatives hervor – und Wandel ist ja auch nicht direkt etwas negatives – es passiert eben etwas Neues. Warum auch nicht?! Wer weiß, wo das noch so hinführt. ..
    Und, wenn Du magst, beantworte auch ich Dir Deine `Ein Blick hinter…` Fragen sehr gerne.
    Herzlich, Julika*

    • 5 Jahren ago

      Liebe Julika,

      schön, dass du dir die Zeit genommen hast! Ich stimme dir vollkommen zu: Veränderung oder Wandel ist per se etwas Negatives. Oftmals ist genau das Gegenteil der Fall. Er verunsichert halt hin und wieder, weil Liebgewonnenes auf dem Spiel zu stehen scheint und die Zukunft ungewiss ist. Das kann Angst machen oder auch Widerstand auslösen — aber das gehört eben auch zum Wandel. Wie die Freude über die neuen Chancen, Möglichkeiten und Entwicklungen.

      Ich habe dich auf meine Frageliste gesetzt.

      LG I.

  • 5 Jahren ago

    Da werde ich wohl bald untergehen *lach* Ich mache weder tolle Fotos, noch gebe ich Ratschläge zum Stylen, oder stelle Produkte vor oder schreibe über supertolle Rezepte, oder oder oder….
    Aber ich mache das für mich, von daher…

    Beste Grüße,
    Kivi

    • 5 Jahren ago

      Na, da bist du doch aber bestens gefeit vorm Untergang. 😉

  • 5 Jahren ago

    Tja, ich frage mich, ob das tatsächlich Trends oder einfach nur Phasen sind. Ich blogge bereits seit Februar 2006, "damals" noch bei myblog und als fast reines Strickblog. Bin in viele "Fallen" getappt und habe (hoffentlich) daraus gelernt. Dazu sind sie ja da, die Fallen. Für vieles habe ich mich in den Jahren begeistert, oft folgte aber irgendwann auch die Ernüchterung. Vor ungefähr einem halben Jahr war ich z.B. ganz begeistert von den vielen Einrichtungsblogs, konnte mich gar nicht satt sehen an "skandinavisch", "vintage", "white", "shabby" etc. Mittlerweile ist es aber so, dass vieles sich immer wiederholt, es wird viel gepostet, ohne überhaupt eigene Fotos gemacht zu haben, oder es wird immer dasselbe Motiv noch einmal aus minimal veränderter Perspektive, größer, kleiner, als Mosaik und, und, und … gezeigt und daraus bis zu 20 Fotos gemacht. Mit der Zeit finde ich das reichlich ermüdend, und dann macht es mir wieder Spaß, die "guten alten" Strickblogs "von früher" zu besuchen. Von Feeßbuck war ich eine Zeit lang ganz begeistert, jetzt verbringe ich dort höchstens 5 min. täglich. Eigentlich nicht mal. Instadings, Twidder etc. gehen völlig an mir vorbei. Vielleicht in ich ja auch "altmodisch". Aber ich denke, manche Sachen setzen sich durch und entwickeln sich naturgemäß weiter, und manche erledigen sich "von selbst" wieder.

    Meine Zeit, so einen langen Kommentar habe ich bestimmt seit Jahren nicht geschrieben. Falls überhaupt.

    Liebe Grüße

    von Birgit

    • 5 Jahren ago

      Dann erst mal danke für den langen Kommentar! 😉

      Schauen wir mal, was sich durchsetzt und was sich von selbst erledigt. Der Blick in die Glaskugel oder wahlweise in den Kaffeesatz sagt mir, dass Twitter und Instagram noch längst nicht alles sind. Was das für die Blogwelt bedeutet? Vielleicht was das Internet fürs Fernsehen oder das Fernsehen fürs Radio war? In jedem Fall ist ein bisschen "altmodisch" nie verkehrt, finde ich. Ich höre immer noch lieber Radio, als dass ich fernseh und surfe dabei dann durchs Netz. 😉

      LG I.

  • 5 Jahren ago

    Hallöchen, ich habe (leider erst) heute diese Diskussion entdeckt und aufmerksam gelesen. Ich bin eher Blog-Frischling, obwohl ich schon seit fast zwei Jahren blogge. Ganz naiv bin ich da ran gegangen, hab' ne einfache Seite gewollt. Und dabei bin ich immer noch. Ich habe kein Facebook, kein Pinterest, kein Instagram, kein bloglovin…. ich habe nicht mal eine Spiegelreflexkamera, quasi kein garnix. Leider habe ich auch nicht viele Leser, zumindest keine, die mal was kommentieren. Das ist schon frustrierend. Meine Freunde aus dem Real-Life haben mit der Blog-Welt kaum was am Hut und geben mir ihre Rückmeldungen dann doch eher direkt. Ich selbst verfolge einige Blogs und kommentiere da auch mal. Um irgendwie in die Blogger-Gemeinschaft "aufgenommen" zu werden, habe ich paar Mal beim Foto-Frage-Freitag mitgemacht – wie viele andere auch, also bin ich da untergegangen. Außerdem fühlten sich meine auf-die-Schnelle gemachten Fotos nicht so "toll" an, wie die superduper Bilder der meisten anderen Blogger. Tatsächlich meide ich Blogs, in denen mir irgendwelche Konsumprodukte beschrieben werden. Dafür bekomm ich ja Samstags den Reklame-Haufen in den Hausflur geworfen. Ich mag Geschichten, Erfahrungsberichte, Experimente – neue Rezepte.
    Ich selbst schreibe momentan darüber, dass ich ein Stück Garten gepachtet habe und dort jetzt Gemüse anbaue. Und was ich so koche und backe. Meine Mutter interessiert es sehr. 😉
    Liebe Grüße, Liz

    • 5 Jahren ago

      Liebe Liz,

      mir gefällt dein Blog sehr! Und wenn es deiner Mutter genauso geht, sind wir ja schon 2. 😉

      Weiter so!

      LG I.

  • 5 Jahren ago

    Hallo,
    auch wenn's vermessen sein mag, lege ich Dir meinen Blog und den meiner Frau ans Herz …
    http://www.wortgarage.blogspot.de
    http://www.glasgarage.wordpress.com
    Wir waren beide bis Ende 2012 bei myblog und haben dann gewechselt. In unseren Linklisten sind einige Blogs, die Dir gefallen könnten …
    Aber überzeuge Dich selbst und ich freue mich so oder so über eine Antwort.'
    Herzliche Grüße
    Hermann Josef

  • 5 Jahren ago

    Vielen Dank für die interessante Diskussion!
    Das Thema taucht seit einer Weile immer wieder auf und das sicher nicht ganz unberechtigt. Ich persönlich finde, dass jeder Blog seine Berechtigung und die dazugehörigen Leser hat. Sowohl ein neuer, frischer Blog als auch einer, der inzwischen mehr einem Magazin als einem Blog ähnelt.
    Ich selbst habe seit fast 2,5 Jahren einen Foodblog und habe mich in der Zwischenzeit auch etwas entwickelt. Da ich Mediengestalterin bin und nebenberuflich fotografiere, habe ich recht früh wert auf eine (zumindest für mich 😉 ) ansprechende Optik gelegt. Durch meinen Beruf habe ich natürlich auch die entsprechende Fotoausrüstung. Aber ganz ehrlich? Für meine Blogbilder nutze ich fast nur ein einziges Objektiv sowie einen Aufsteckblitz. Trotz zwei Studioblitzen im Arbeitszimmer, entstehen die Fotos auf der Arbeitsplatte in der Küche. Einfach weil es zwar schön, aber auch authentisch sein soll und weil meine Familie und ich dann meist schon Hunger haben und ich für die Fotos maximal 5 Minuten aufwenden will. 😉 Da ist dann nicht mit zusätzlicher Deko.
    Nicht falsch verstehen, solche Fotos mit Food-Props finde ich theoretisch schön. Praktisch habe ich mich aber schon teilweise satt gesehen und stehe persönlich auf etwas schlichtere Aufnahmen.
    Was die Kommerzialisierung angeht ist meiner Meinung nach einfach eine gewisse Grenze zu wahren. Ich gehe durchaus Kooperationen ein, aber eben solche, die zu mir und meinem Blog passen. Natürlich kennzeichne ich das dann auch entsprechend, weil ich transparent bleiben will. Blogs, die plötzlich riesige Google Werbebanner einbinden, meide ich. Ein kleines Banner, das zum Blog passt und hinter dessen Produkt der Blogger/die Bloggerin steht, finde ich in Ordnung.

    Liebe Grüße,
    Irina

    • 5 Jahren ago

      Danke für deine ruhige Sicht der Dinge. Sie entspricht mir in vielerlei Hinsicht.

  • 5 Jahren ago

    Ich glaube, mein Kommentar wurde verschluckt: Ich gebe Dir recht und finde Deinen Post und die Kommentare hier sehr spannend. Das widerlegt ja auch, dass in Blogs nicht mehr kommentiert wird 🙂 Aber insgesamt strengt mich die Professionalisierung – gerade in "meinem" Food-Blog-Bereich – zunehmend an. Ich habe nicht die Zeit und auch gar keine Lust für professionelle Themese, Profi-Fotoausrüstung, Seminare usw. Gerade das Hemdsärmelige, wie Du es richtig nennst, hat mich vor 4 Jahren zum Bloggen gebracht. Dabei mochte ich, dass das Essen dann auch wirklich so aussah, wie es auf den Tisch kommt oder eben auch mal was daneben geht. Mittlerweile wird aber auf Teufel komm raus dekoriert und "ge-food-stylt", dass es mit Authentizität kaum noch was zu tun hat. Das finde ich schade. Denn für Cupcakes mit Chi-Chi und Butterbrot mit Kordel zusammengebunden kann ich mir auch gleich professionelle Magazine kaufen.

    • 5 Jahren ago

      Stimmt, im Foddbereich ist die Professionalisierung sehr stark vorangeschritten. Dem etwas entgegenzusetzen ist sicher nicht verkehrt. Zum einen weil es dir gefällt, zum anderen weil vielleicht noch mehr Leute 'ungestylte' Rezepte und Bilder suchen. LG I.

  • 5 Jahren ago

    Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, weil ich eigentlich schon längst wo anders sein sollte – aber so ist das nun mal mit Blogs 😉 Einmal gefangen, nie mehr losgelassen. Ich liebe Blogs, ich liebe die vielfältige Art Dinge darzustellen. Ob es jetzt Rezepte sind, Rezensionen, das alltägliche Leben – alles, was mich interessiert, wird gelesen. Zur Entwicklung kann ich nicht so wirklich viel sagen, weil ich noch nicht so lange dabei bin. Ich weiß nur, dass für mich kein Zwang dahinter sein soll, sonst höre ich nämlich ganz schnell auf. Ich mache es, weil es mir Spaß macht und zum Teil, damit ich Dinge nicht vergesse. Ich freue mich über jeden Kommentar und jeden Klick, aber damit Geld verdienen? Ich weiß nicht. Ich bin jedoch der Meinung, dass man sich je länger der Blog besteht immer mehr verbessert. Einen speziellen Kurs würde ich dafür jetzt nicht machen. Nur, wenn dieser sich auch für andere Bereiche rentiert.
    Ich wünsche euch ein wundervolles Wochenende 🙂

    • 5 Jahren ago

      … was motiviert wohl so viele Blogger/innen, sich laufend zu verbessern und Kurse zu belegen? Auch eine interessante Frage. Danke fürs Vorbeischauen und Mitdiskutieren.

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,
    habe mich gerade durch eine Vielzahl der Kommentare gelesen und hatte ich mir die Frage: warum blogge ich eigentlich doch selbst vor wenigen Wochen gestellt, ob einer kommerziellen Anfrage, die zwar Geld gebracht hätte, aber für mich, für meinen Blog nicht stimmig war. Ich habe mich dagegen entschieden, auch wenn die Versuchung da war, aber hätte es thematisch gut gepasst, ab und zu warum nicht? Das darf jeder für seinen Blog frei entscheiden.
    Ich finde es nicht schlimm, wenn Blogs Kooperationen eingehen, aber sobald ich das Gefühl habe, nahezu jeder Post ist eine Werbeveranstaltung, wenn auch gut gemacht, mit schönen Bildern, dann schaue ich eben nicht mehr rein. Wir haben doch die Wahl, uns das anzusehen, was uns gefällt, das ist das Gute an der Vielfältigkeit, nicht?
    Ich mache weiter, weil es mir Freude macht, weil ich es gern tue, weil ich den Austausch mag und die Vielfältigkeit der Blogs in Inhalt und Aufmachung… und würde gern auch in mal Backstagefragen von Dir beantworten.
    Schönes Wochenende und lg
    Kebo

    • 5 Jahren ago

      Oh, da komme ich doch gerne auf dich zu mit einem Päckchen Fragen. LG I.

  • 5 Jahren ago

    Dass sich etwas ganz Grundlegendes tut, nimmt wohl jeder wahr. Dabei sehe ich es gar nicht als Dilemma zwischen Professionalität und Dilettantismus. Ich beobachte viel mehr, dass eine große Zahl von Blogs dabei ist, sich in das passende Umfeld für Werbekunden zu wandeln. Da werden derzeit die Wünsche von Agenturen, Verlagen und Unternehmen ausgelotet, mal mehr mal weniger professionell.

    Die vor mir kommentierende Barbara zeigt auf ihrer Spielwiese genau das Gegenteil. Deshalb lese ich diesen authentischen und unangepassten Blog immer noch so gerne.

    • 5 Jahren ago

      Da schau ich gleich mal vorbei 😉

      Authentisch und unangepasst… auch eine interessante Verbindung: Wie verhalten sich Mainstream/Angepasstheit und Authentizität zueinander?

    • 5 Jahren ago

      Viele Blogs ähneln sich schon in ästhetischer Hinsicht so sehr, dass man sie kaum noch unterscheiden kann. Das kann man von Barbaras Spielwiese zum Beispiel nicht sagen.

      Mainstream kannst Du an Foodblogs auch daran feststellen, dass die Auswahl und Präsentation der Gerichte sehr trendbewusst erfolgt. Kaum ein erfolgreicher Foodblog kommt heute noch ohne Tipps zur veganen Lebensgestaltung oder zur Vermeidung von Kohlehydraten aus.

    • 5 Jahren ago

      @ nata: Dass sich etliche Blogs im Moment in das passende Umfeld für Werbekunden wandeln, trifft es aus meiner Sicht sehr genau. Meist ändern sich dadurch auch die Themen des Blogs und das kann dazu führen, dass Leser schlicht das Interesse verlieren. Denn: Wer ein Blog ursprünglich wegen seiner feinen DIY-Tipps ins Herz geschlossen hat, wird sich nich zwangsläufig für die Schokoriegel des aktuellen Kooperationspartners interessieren …

  • 5 Jahren ago

    Wow, sind das viele Kommentare!

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, ich beobachte das seit längerem genau so.

    Bei mir ist es phasenweise, dass ich mehr lese und kommentiere und dann mal wieder selbst mehr blogge, seit 7 Jahren einigermaßen regelmäßig und immer (fast) noch so dilettantisch wie am Anfang. Für mich sind die Blogs meine Tagebücher und klar freue ich mich, wenn andere darin lesen, aber ich selbst dürfte mit diesem "ausgelagerten Gedächtnis" selber mein größter Leser sein. "Was habe ich damals mit dem Rhabarber gemacht, wann nochmal waren wir in Brasilien?", das muss ich mir nicht mehr merken, sondern kann es nachlesen – super praktisch!

    Leute, für die das Bloggen Fulltime-Job ist, müssen den Überblick behalten und die Trends voraussehen, wir Hobby-Blogger können stressfrei weitermachen wie bisher, auch wenn die Leser vielleicht kurzfristig weniger werden, darum geht es uns ja auch nicht.

    • 5 Jahren ago

      Danke für die neuen Aspekte:
      – der Blog als 'ausgelagertes', öffentlich zugängliches Gedächtnis
      – stressfreies Hobby-Bloggen vs. gestresstes Profi-Bloggen

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,

    eine gewisse Blogmüdigkeit wird momentan überall beklagt, wobei dieses öffentliche Klagen für mich auch mit der persönlichen Sorge und Rückversicherung zu tun hat, dass es womöglich nur den eigenen Blog betreffen könnte, der seit einigen Monaten weniger frequentiert wird. Ist es aber nicht so, dass durch solche vorgezogenen Sterbeklagelieder ein Tod meistens erst herbeigeredet wird, den es ansonsten vielleicht gar nicht gegen hätte? Ist eine Veränderung immer gleichbedeutend mit Sterben?
    Den Rückgang an Blogaufrufen und Kommentaren habe ich natürlich auch bemerkt und natürlich zwickt das am Ego. Andererseits merke ich bei mir selbst auch, dass mir viele Kommentare, die ich hinterlassen könnte, einfach wenig nützlich vorkommen, wenn sie nur die 45. Beifallsbekundung darstellen würden. Insofern nehme ich es auch niemandem übel, der bei mir nicht kommentiert oder nur selten, aber trotzdem gerne mitliest, weil ich einfach weiß, wie knapp die freie Lebenszeit ist, die ich selber habe und wie wichtig es auch ist, diese so einzuteilen, dass vor allem für das wirkliche Leben noch ausreichend Energie und Zeit übrig bleibt. In den ersten beiden Jahren meines eigenen Blogs habe ich manchmal 5 Stunden pro Tag mit dem Kommentieren verbracht und diese Zeit ging von meinem Nachtschlaf oder der Familienzeit ab. Das war nicht in Ordnung und der Preis war zu hoch für das bisschen Ego miezeln. So rum sollte es nicht laufen. Da ich das Zurückkommentieren sehr stark eingeschränkt habe, habe ich selbst auch deutlich weniger Kommentare, was ich aber als Entlastung empfinde, da ich so auch nicht mehr so viele Kommentierer vor den Kopf stoße. Es geht wohl vielen so mit dem eingeschränkten Zeitkontingent und deshalb nehme ich es auch niemandem übel, wenn er bei mir seltener kommentiert.
    Ob die Blogs deshalb gleich sterben, nur weil weniger kommentiert und diskutiert wird? Ich glaube nicht, dass es so ist. Was ich sehe, ist eher eine Entwicklung, eine Veränderung, die die Blogs durchlaufen und die sich doch auch parallel zu den allgemeinen Entwicklungen in der Gesellschaft bewegt. Einerseits die immer größer werdende Geschwindigkeit und der immer schnellere Konsum von substanzarmen Wegwerfdingen – kommunikation – bildern – trends -texten zu denen für mich auch Facebook, Twitter und Instagram gehören und andererseits eine Gegenbewegung zur Entschleunigung, Nachhaltigkeit, Authentizität, Natürlichkeit, Verbindlichkeit, zum Handwerk und zum "guten Leben". Womöglich spaltet sich die Bloggerwelt einfach ähnlich? Der eine Teil entwickelt sich immer mehr zum kommerziellen, austauschbaren Konsumblogs, die Wohn- oder Handarbeitsmagazine ersetzen, der andere geht (trotzig ?) zurück zu seinen individuellen Wurzeln? So empfinde ich es.
    Letztlich hat es doch aber jeder selbst in der Hand, wohin sich sein Blog entwickelt, ob er ihn aus reinem Spaß führt, oder ob er damit auch Einnahmen generieren möchte, um die viele hineingesteckte Zeit auch ein bisschen zum Familieneinkommen beitragen zu lassen. Letztlich wird sich die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen für die Darstellung in seinem Blog einfach auf dem "Markt" der Blogleser-Nachfrage beweisen – und entweder interessierte Anhänger finden, oder eben nicht.

    • 5 Jahren ago

      Die Re-Individualisierung ist für mich kein Thema, da ich sowieso schon immer abseits jedes Trends und jeder offiziell propagierten Blogerfolgsregel über das gebloggt habe, was mich persönlich berührt und beschäftigt und was ich gerne teilen wollte. Das mache ich so, weil auch mich nur die Blogs interessieren, die genau das Gleiche anbieten – Einblicke in das persönliche (Geschmacks-)Empfinden eines anderen Menschen, sein Leben und seine Gedankenwelt, die ich auf die eine oder andere Art als interessant empfinde. Kommt das zu kurz, oder sind die Fotos im Blog nicht durch den persönlichen Blick der Bloggerin selbst aufgenommen, sondern ließen sich so auch in jedem Wohnmagazin finden, berührt mich ein Blog nicht und ich bleibe auch nicht lange. Mein Voyeurismus wird nur befriedigt und nachhaltig beschäftigt, wenn ein Blog persönlich ist und menschelt, die Texte mich ansprechen und die Bilder ebenso – dafür muss aber beides nicht journalistisch oder fotografisch perfekt sein, sondern mich davon überzeugen, dass das was ich sehe authentisch und mit Herzblut verfasst ist.

      Herzlich, Katja
      … die eben von der Zeichenanzahlbeschränkung für einen Kommentar ausgebremst wurde. Auch hier werden der Worte viele also nicht gern gesehen 😉

      Wobei mir zur Kommentaranzahl gerade auch noch einfällt, dass ich die überflüssigen, unleserlichen Captchas trotz Spamfilter einfach satt habe, weil sie Zeit und Nerven kosten – nicht nur für mich ein Kommentierhinderungsgrund, wie ich weiß.

    • 5 Jahren ago

      Die Parallele zwischen Spaltung der Gesellschaft und Bloggerwelt finde ich total spannend, Katja. Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto mehr stimme ich zu.

    • 5 Jahren ago

      liebe katja,

      deine klugen gedanken schätze ich immer sehr! und mir geht es wie eva. je mehr ich darüber nachdenke, desto sinniger finde ich deinen gedanken. die blogosphäre spiegelt das analog gesellschaftliche wider und umgekehrt.

      dein voyeurismus … den satz werde ich zur re:publica mitnehmen. danke dafür 😉 – wie auch für die vielen zeichen und worte.

      herzlich
      i.

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,

    mein Blog ist noch sehr neu und ich bin selbst am Meisten gespannt, wo es mich hinführt. Es ist für mich einfach ein Weg auf eine andere Art zu schreiben, als in z.B. meinem Tagebuch. Außerdem finde ich den Austausch mit anderen Menschen über Kommentare auch spannend!
    Dass sich Freundschaften und persönliche Kontakte im normalen Leben ergeben, finde ich super und hoffe auch ein bisschen darauf, dass das bei mir auch irgendwann passiert.
    Es ist schön über Blogs Einblicke in andere Leben und über Hobbys zu erhalten.
    Wenn Blogs zu kommerzialisiert sind, und nur Werbung sind, das verfolge ich dann einfach nicht. Bei dir gefällt mir die Mischung sehr gut – du arbeitest auch mit Firmen zusammen, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass ist dein Blog und dahinter stehst du und keine Marketing-Abteilung.

    Ich würde mich über einen Blick hinter meinen Blog sehr, sehr freuen und mich sehr geehrt fühlen.

    Für mich hat sich mein Blog-Projekt bisher schon gelohnt, einfach, weil ich mir riesig über deinen Kommentar zu meinen Warschau-Fotos und über Sonjas Kommentare von wert-voll gefreut habe! Das ihr bei mir reingeschaut und was geschrieben habt, TOLL!

    Liebe Grüße!
    Nanne

    • 5 Jahren ago

      Schön. Meine Fragen kommen. Bald. Versprochen. LG I.

  • 5 Jahren ago

    Ghislana/Jahreszeitenbriefe hat mich heute auf die hier stattfindende Diskussion aufmerksam gemacht & nachgefragt, was ich zu diesem Thema meine.
    Nun blogge ich ja auch noch nicht so lange, lese aber seit 2008 regelmäßig Blogs, zuerst ausschließlich aus der Nähbloggersphäre. In dem Bereich hat sich tatsächlich auch für mich vieles verändert, die Kreativität lasst nach, die Kommerzialisierung nimmt zu, viele tolle Blogs veröffentlichen nichts mehr oder sehr selten, dafür gibt es massenhaft schlechte Epigonen. All diese zu verfolgen, hinterlässt bei mir oft einen schalen Beigeschmack.
    Ich selbst habe mit dem Bloggen begonnen, um mich mit anderen Nähwütigen auszutauschen, die ich im realen Leben nicht finde.
    Nach und nach bin ich in andere Blogosphären eingetaucht, die ich erst anziehend, dann bald schrecklich konform fand wie die Lifstyleblogs ( was Eva/Fuchs & Hase schreibt, trifft meine Meinung auf den Punkt ) usw. Ich habe aber auch ganz andere Blogs entdeckt, die individueller sind und auch mein eigener Blog hat mehr und mehr ganz verschiedene Inhalte bekommen. Inzwischen ist er für MICH wichtig geworden, weil er sich als echte Stütze in für mich schwierigen Lebenssituationen entpuppt hat: Ich halte fest, was ich trotzdem Tolles in meinem Leben habe, und damit gelingt es mir, mich zu stabilisieren. Auf diese Weise habe ich auch persönliche Kontakte zu einer ganzen Reihe von Bloggerinnen bekommen, sie real getroffen und das ist eine weitere Bereicherung. der Bloggerei.
    Inzwischen komme ich auch immer besser zurecht damit, dass ich wohl nicht so recht zuzuordnen bin, einmal von den Inhalten, zum anderen vom Lebensalter ( bin 6fache Oma, kurz vor der Rente, mit pflegebedürftigen alten Eltern & unterstützungswürdigen Kindern & Kindeskindern ), und eventuell auch von meinem Stil her. Ich habe viele Leserinnen verloren, andere dazu gewonnen, mache mich aber nicht mehr abhängig davon, seit ich das Bloggen als das betrachte, was es für mich ist: Etwas, dass mir gut tut.
    In diesem Sinne: Schau mal vorbei! Bin überhaupt nicht blogmüde!
    Herzlichst
    Astrid

    • 5 Jahren ago

      Liebe Astrid,

      ich war schon öfter bei dir. Aber jetzt komm ich noch mal ganz anders 😉

      Liebe Grüße
      I.

  • 5 Jahren ago

    Oh Indre, gerade lese ich diesen Post…war mal wieder lange abgetaucht im Ferienmodus und jetzt wieder da und da sehe ich, dass dich die gleichen Dinge beschäftigen wie mich auch. Das habe ich ja letztens auch schon angesprochen und ich finde es selber so schade, dass ich kaum noch dazu gekommen bin mir Zeit zu nehmen und Blogs und ihre Artikel wirklich wahrzunehmen…man konsumiert nur noch und kommentiert nicht mehr…alles wird schnelllebiger und Fee hat schon Recht, den meisten geht es um ihre Reichweite und das sich der Erfolg im Bloggen auch materiell irgendwann anmeldet. Ich denke auch wir müssen uns wieder mehr darauf besinnen, warum wir angefangen haben zu schreiben, was unsere Leidenschaften sind, für was wir wirklich brennen…das fehlt mir selber mittlerweile sehr im Netz…die Leidenschaft und das Herzblut zwischen den Zeilen…nur Bilderbücher blättern würde mich auf Dauer auch nicht glücklich machen…;)…danke für deinen Anstoß…nochmal und diese sehr lebendige Diskussion…das ist ein Schritt nach vorne…ich fühle mich immer so wunderbar "daheim" bei dir…danke…drück dich und schicke liebste Grüsse…deine i…

    • ChristinaInAustralien
      5 Jahren ago

      Aber vielleicht gibt es dieses "wir" gar nicht? Vielleicht waren die urspruenglichen Beweggruende hinter jedem Blog ein bisschen anders?

    • 5 Jahren ago

      wie aus gesprächen mit vielen blogger/innen weiß, waren die beweggründe oftmals ähnlich: (eltern)zeit, blogwelt entdeckt, inspiriert, mitgemacht, ausprobiert, experimentiert. im laufe der zeit hat sich die motivation dann ausdifferenziert. hier in der diskussion kann man ja schon verschiedene beweggründe erkennen: das reicht von a wie anerkennung und austausch mit gleichgesinnten über öffentlich-persönlicher sammel- und fundort bis hin zum gelderwerb. häufig ist es wohl alles in unterschiedlicher gewichtung zusammen. ich finde es für sich genommen erst einmal gut und r/wichtig, wenn sich beweggründe verändern/erweitern. das herzblut und die leidenschaft sollten dabei nicht auf der strecke bleiben. das gilt aber eigentlich für fast alle bereiche, in den menschen mit und für andere menschen etwas tun. oder? nur dann erreicht man eine qualität, die einem anerkennung bringt – ideell wie materiell.

      die sache mit der reichweite und ihrer bedeutung im netz würde ich gerne mal diskutieren. die netzwelt zeichnet sich ja eben dadurch aus, dass sich vergleichsweise kleine interessenzentrierte gemeinschaften herausbilden und kein 'massenpublikum'. insofern kann ein blog nur eine begrenzte anzahl von interessierten erreichen. das gilt aber auch für den printbereich (die menge an spezialmagazinen ist ja irre). aber wie verhält sich reichweite zu wirkung? könnte es nicht sein, dass sich große reichweite und große wirkung gerade im www sogar ausschließen? wäre mal spannend, das zu untersuchen. lg i

    • Was genau meinst du mit Wirkung? Wie viele Menschen man bewegt? Zu etwas inspiriert? Oder wie stark/nachhaltig man beeinflusst?

    • 5 Jahren ago

      Ja, genau das meine ich. 😉

    • 5 Jahren ago

      nachdem ich zunächst nicht ganz nachvollziehen konnte, warum die kommerzialisierung oder besser monetarisierung von vielen so kritisch gesehen, komme ich langsam drauf (manchmal fällt der groschen pfennigweise, wie meine oma zu sagen pflegte). es geht – wenn ich recht verstehe … darum, in unserer fast komplett monetarisierten welt orte zu schaffen/erhalten, die sich unserer ökonomischen logik widersetzen. das gefällt mir.

    • 5 Jahren ago

      orte, die sich vor allem einer ökonomischen logik widersetzen, die ökologische und soziokulturelle gegebenheiten (und alle drei gehören zusammen und in balance, falls mensch auch morgen noch menschenwürdig leben können will!) völlig außer acht lassen. blogs, die vordergründig (oder sehr subtil) nur shoppen, konsum und wirtschaftswachstum huldigen, sind einfach nicht mehr zeitgemäß. lieben gruß in die runde, von einer, die vor allem aus freude am schreiben, inspiration und austausch über kreativität, kultur, natur und nachhaltigkeit (bis hin zu direkten kontakten) bloggt, und alle diese freuden seit einem jahr (auch) bloggen vielfältig empfindet 😉 lieben gruß in die große runde ghislana

  • Liebe Indre, obwohl jetzt schon so viel dazu geschrieben würde, möchte ich trotzdem noch was sagen. Ich habe deinen Post und die Kommentare gelesen und auch ich kenne das Gefühl. Irgendetwas passiert. Ich habe das neulich versucht meinem Freund zu erklären, aber der versteht die ganze Verrückte Blogwelt eh nicht so wirklich. Es gibt meiner Meinung nach einfach zu viele Blogs. Ich fühle mich oft überfordert und es tut mir leid, wenn ich einen schönen und spannenden Blog entdecke, diesem nicht auch noch aktiv folgen zu können und regelmäßig zu kommentieren. Ich weiß nur noch nicht, was ich daraus für einen Schluss ziehen soll. Meinen (unseren) Blog schließen? Aber es macht mir doch so Spaß und die Idee, meiner Schwester die Dinge zu zeigen, die ich mache, ist immer noch aktuell und geblieben.
    Ich hoffe nicht, dass Instagram die neuen Blogs sind. Das ist als würden Bilderbücher geschriebene Lektüre ersetzen wollen.
    Hab noch eine großartige Woche, liebste Grüße, Eva

    • 5 Jahren ago

      Nein, "kein Blog ist" – wie Sandra (s.o.) schreibt – definitiv "auch keine Lösung" (für mich)! Aber Instagram erst recht nicht. "Instagram ist wie Bilderbücher für Lektüre." Großartig 😉

      Auch dir noch ´ne großartige Woche!
      LG I.

    • So ist es für mich im Moment auch (noch?). Aber deine Worte haben meine Gedanken vertieft. Mal sehen, was daraus wird.
      Ich freue mich auf jeden Fall auf deine Beiträge hier im www. Sie laden zum Nachdenken ein. Und sie sind anders als andere. Das ist schön.

    • 5 Jahren ago

      Ist es dann nicht die Authentizität die man eben genau bei dir – Eva – und anderen immer wieder liest, sieht und liebt? Oft ist es das große Problem des Extrahierens des Masse der Posts in jene, die wirklich interessieren. Bei Instagram denke ich einfach, dass für die meisten Menschen ein Bild schneller über den Äther / das Display geht, als ein kompletter Blogpost mit Text und guten Bildern. Natürlich wird auch hier jedes Bild nach wenigen Minuten wieder vergessen und bleibt eben nicht, so wie Blogs es bezwecken, ganz offen für die Nachwelt erhalten. Es wird sicher ein Mehr sein an Blogs, doch wie ich schon schrieb, finde ich interessant wo es uns alle hinzieht und was da am Horizont kommen mag..nur bitte weiter authentisch und gern auch professionell, aber eben nicht uniform und künstlich..

    • 5 Jahren ago

      Das ist ein gutes Leitmotiv: authentisch & professionell. Was genau authentisch ist, ist dabei weiterhin offen. Ein 'work is progress'.

  • Liebe Indre,

    danke für den spannenden Beitrag!
    Ich persönlich finde die "Kommerzialisierung" nicht tragisch, so lange der Blog seine Handschrift und Authentizität behält. An Professionalität kann ich auch erstmal nichts schlechtes finden, ich schaue mir gerne gut gemachte Fotos an und lese gerne schöne Texte. Dass es nicht "gekünstelt" wirkt ist die Kunst 😉
    Per se ist es wohl immer noch in vielen Köpfen so, dass Geld verdienen mit etwas, das Spaß macht, irgendwie komisch erscheint und unrecht und deshalb wohl auch die Kommerzialisierung von Blogs erstmal befremdlich wirken kann.
    Was das Verschwinden von liebgewonnenen Blogs angeht kann ich Dir zustimmen. Das ist wirklich schade. Aber es kostet auch viel Zeit. Und wenn sich die Lebensumstände ändern und man keine Zeit mehr hat, das Bloggen eher zur Last wird und eben keinen Spaß mehr macht, dann sollte man wohl lieber aufhören.
    Ich mache aber noch weiter und fände es auch sehr spannend Deine Backstage-Fragen zu beantworten 🙂
    Herzliche Grüße und immer weiter so!! Du hast eine sehr gute Mischung und machst das wirklich hervorragend 🙂

    • 5 Jahren ago

      liebe vreni,

      danke fürs schöne feedback, gedankenteilen und angebot. das nehme ich gerne an!

      lg indre

    • 5 Jahren ago

      Hallo Vreni,
      Ich finde die Professionalisierung nicht befremdlich – gut gemachte und schöne Blogs sind doch toll. Es ist super, wenn Arbeit einem Menschen Spaß macht.
      Was ich persönlich nicht mag: Wenn ich das Gefühl habe, das und das wurde gesponsert ohne das das deutlich gemacht wird. Wenn es die Authentizität verliert und ich das Gefühl habe, die andere Person macht es primär zum Geld verdienen. Wenn ich das Empfinden habe, dass ich Werbung lese sozusagen.

      lg nanne

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,

    ich gebe Dir vollkommen recht: Es verändert sich was bzw. hat sich etwas verändert.

    Ich sehe ebenfalls eine gewisse Zweiteilung der Blogosphäre, die sich wohl grob als Blogger ohne Zielsetzung vs Blogger mit Zielsetzung beschreiben lässt. Wer mit der Absicht bloggt, damit prestigeprächtige oder finanziell interessante Kooperationen an Land zu ziehen, unterwirft sich den Themen/ Bildsprachen/ Textformen/ Social Media-Gewohnheiten, die eben die größte Reichweite bringen. Das hat inzwischen zu einer Gleichförmigkeit geführt, die mich ziemlich anödet (http://wortkonfetti.de/2014/03/kein-blog-ist-auch-keine-loesung-mein-blogger-workshop-in-bremen.html). Aber wie es sooft mit Medien ist: Sie kommen auf die Art und Weise daher, wie der Rezipient es begehrt. Wir Leserinnen und Leser haben es letztlich in der Hand, was wir zu lesen bekommen und was nicht.

    Ich persönlich finde es übrigens recht schwierig, neue Blogs zu entdecken, weil der Zirkel, der aufeinander verweist und der von PR-Agenturen immer wieder eingeladen wird, viele andere Blogs in die Unscheinbarkeit drängt. Das kann man diesen Bloggern nicht ankreiden, da machen PR-Agenturen und Firmen auch einen schlechten Job. Wenn ich mitkriege, dass die Einladungen zu Events immer an den gleichen Verteiler gehen – egal ob es inhaltlich inzwischen um etwas ganz anderes geht – macht mich das wirklich ratlos. Wie sollen es da andere schaffen.

    Ich kann nur sagen, dass ich froh über die Blogs bin, die so wie Deiner einen eigenen Stil pflegen. Sie sind leider tatsächlich sehr selten geworden.

    Herzlichst aus Bremen
    Sandra

    P.s. Persönliche Blogempfehlungen? Unter anderem diese hier: Mintlametta | Ach komm, geh weg | Meerblog | Ninia La Grande | Mädchen mit Herz | Lilies Diary | Lucie Marshall

    • 5 Jahren ago

      Liebe Sandra,

      danke für deine Gedanken und die Blogstipps (Ninia habe ich schon mal befragt). Was können wir tun, damit PR-Agenturen mehr Blogs auf´m Radar haben (so denn die Blogger/innen das überhaupt wollen)? Vielleicht wenn wir uns doch mal zusammenrotten und eine Art Kollektivagentur bilden, die Anfragen gezielt weiterleitet/verteilt? Was denkst du? LG I.

    • 5 Jahren ago

      Gute Frage, ehrlich. Die zuständigen MitarbeiterInnen einer großen Agentur haben vermutlich wenig Zeit, Blogs zu lesen, auf Konferenzen zu gehen, alles en Detail im Blick zu behalten. Da ist es natürlich super, einfach in die Blogroll eines bekannten Bloggers zu gehen und daraus einen Verteiler zu basteln, der immer wieder bedient wird.

      Unternehmen schauen noch zu sehr auf Reichweite, es fehlt ihnen an Mut, auch mal kleinerer Blogs als Markenbotschafter an sich zu binden. Aus PR-Sicht kann ich das zunächst verstehen, aber letztlich wäre es vor allem glaubwürdiger. Es gibt inzwischen einige Blogger, die für verschiedenen Corporate Blogs schreiben, verschiedene große Kooperationspartner haben – durch diese Mehrgleisigkeit wird doch letztlich die Glaubwürdigkeit geschwächt, oder nicht?

      Pony & Blond, Muse Net, Fleißiges Lieschen und auch mein Label Blogland sind der Versuch, durch spezialisierte PR-Dienstleistungen zielgerichteter zu vermitteln. Aber auch jeder von uns gärt irgendwie im eigenen Kontaktsaft. Ein gemeinsames Agieren wäre vielleicht gar nicht schlecht. Aber realistisch? Bin ich skeptisch. Aber lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen 😉

    • 5 Jahren ago

      Spannend. Lass uns dazu gerne mal gezielt austauschen. Gerne auch hier.

    • 5 Jahren ago

      Vielleicht schaffen wir das mal im persönlichen Gespräch? Da wäre mir lieber. Zur re:publica schaffe ich es leider nicht – aber ergibt sich vielleicht mal einen andere Gelegenheit?

    • 5 Jahren ago

      Oh, das wäre noch schöner! Bist du mal in B absehbar?

    • 5 Jahren ago

      Ich muss ja nun erstmal heiraten 🙂 Geplant ist nichts, aber das kann man ja mal ändern… Lass uns das im Hinterkopf behalten, ja?

    • 5 Jahren ago

      U N B E D I N G T !

    • 5 Jahren ago

      Liebe Indre, liebe Sandra, ich wundere mich auch schon lange über das gießkannenprinzipartige Vorgehen von Agenturen (und Unternehmen). Klar, möglichst viel Reichweite ist meist das Ziel, aber was nützt es, wenn womöglich nur ein Bruchteil der Leser überhaupt zur Zielgruppe gehört? Gerade Blogs, bieten ja eine wundervolle Möglichkeit, die eigene Zielgruppe nahezu streuverlustfrei zu erreichen. Man muss sich nur die Mühe machen, die (vielleicht wenigen) Blogs zu identifizieren, die perfekt zu Lebensstil, Qualitätsanspruch und Preissegment der eigenen Marke passen. Schade, dass hier so viele Chancen vertan werden. Eine Kollektivagentur könnte da vielleicht tatsächlich hilfreich sein! Herzlich, Sabine

  • 5 Jahren ago

    Danke für diese Diskussion, liebe Indre. Sie spricht mir in vielem aus der Seele, was ich schon seit geraumer Zeit empfinde, ich würde vielleicht sagen seit letztem Sommer. Seit Anfang dieses Jahres ist es allerdings noch mal stärker geworden. Auch ich selbst blogge seit einiger Zeit weniger, was aber mehr mit veränderten Gegebenheiten zu tun hat. Dass das Kommentarverhalten deutlich abgenommen hat, finde ich persönlich schon sehr schade, auch wenn ich selbst häufig merke, dass weniger Zeit und so so viele Blogs, die man glaubt auf dem Schirm haben zu müssen, ihren Tribut fordern. Gleichzeitig empfinde ich eine immer stärkere Konformität in meine Reader, was sich einerseits optisch, aber auch inhaltlich äußert. Bezahlte Inhalte (oder Events), die auf mehr als drei Blogs in meinem Reader gleichzeitig auftauchen, empfinde ich schon als massiv störend und Blogs auf denen solche Inhalte zu häufig vorkommen, verlieren ihre Sympathiepunkte. Dass hat weniger mit bezahlten Inhalten an sich zu tun, als mit ihrer Gleichförmigkeit und Schwemme. Aber auch nicht bezahlte Inhalte werden sich immer ähnlicher. Ich habe das Gefühl jeder kopiert jeden und das wird dann auch noch mal kopiert. Die Personen hinter den Blogs gehen verloren, das finde ich sehr schade. Gleichzeitig mache ich mir oft Sorgen, ob das bei meinem Blog vielleicht manchmal auch so empfunden wird. Ich glaube, wir sind an einem Punkt, an dem es wieder nötig ist, sich mehr zu indivisualisieren. Ich glaube aber auch, dass das Einbußen bei der Reichweite bedeuten kann und hinter der jagen nun mal viele hinterher. Insgesamt ein sehr komplexes Thema. Ich bin sehr gespannt, was da noch kommt…

    • 5 Jahren ago

      Wem das Blog(gen) wie mir als relativ neuartiges Medium und neue Form wichtig ist, sollte sich vielleicht genau jetzt die Zeit zum Innehalten und Reflektieren der von dir angesprochenen Fragen nehmen. Deinen Punkt der Neu-Individualisierung finde ich spannend: Worum geht´s? Um eine neue Individualität und Re-Individualisierung? Oder um Qualität? Und wie hängt das ggf. zusammen? …

    • 5 Jahren ago

      Ich empfinde Blogs auch immer noch als alternativlos. Klar, auch ich bin sehr viel auf Instagram unterwegs und ich liebe es, aber es ist so reduziert und schnellebig, das kann einen Blog für mich niemals ersetzen. Mir ist und bleibt mein Blog daher sehr wichtig, um nachhaltig und bleibend Gedanken und Schnippsel zu teilen, die mir wichtig sind, auch wenn sie vielleicht nicht so tief gehen, wie es bei dir häufig der Fall ist. Was die Individualisierung angeht: ich denke, die meisten Blogs sind mit einem individuelleren Ansatz gestartet. Ein Ansatz der persönlicher war und gleichzeitig nicht dem Massengeschmack verschrieben war. Der auch Dinge behandelt hat, die vielleicht keine so breite Zielgruppe interessieren. Qualität muss dabei nicht auf der Strecke bleiben, im Gegenteil: In Kombination mit einem gewissen Qualitätsstandard kann so ein Blog dann auch wieder aus der uniformierten Masse hervorstechen. Ich denke, viele Blogger müssten sich mehr darauf besinnen, was Ihnen Freude bereitet, was SIE interessiert. Und nicht, was vermeintlich die breite Leserfront interessiert…

    • 5 Jahren ago

      Noch ein Nachsatz: Ich bin auch eher geneigt bei anderen intensiv zu lesen oder zu kommentieren, wenn ein Post nicht allem anderen ähnelt, was den Reader flutet. Was eine persönlich Note hat, was etwas preisgibt, was zum Denken anregt… Ich bin ja echt traurig, dass ich mein Ticket für die Republica verkaufen musste. Wäre gerne bei deiner Diskussionrunde dabeigewesen…

    • Ich stimme Fee absolut zu. Wenn ich mal wieder Cupcakes gebacken habe, frage ich mich schon, ob das überhaupt noch jemand sehen will. Ehrlich? Eher nein! Aber das ist was mir Spaß macht. Backen, Basteln, Fotografieren. Und diese Sachen verbinden mich mit tausenden anderen Bloggern. Das interessiert so viele, macht so vielen Freude. Wie soll man sich dann individualisieren?

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,

    ich meinte mit "echtes Leben", dass ich diese Leute nicht nur virtuell treffe, sondern wirklich – zu Treffen hier oder da – gemeinsamen Wochenenden, Kreativworkshops, Feste und sogar eine Hochzeit waren dabei.

    liebe Grüße Ellen

  • 5 Jahren ago

    Sehr interessant – und die Diskussion rennt bei mir offene Türen ein. Ich blogge regelmäßig seit 2006 – und im Grunde immer noch sehr gerne, wenn auch nicht mehr ganz so häufig und irgendwie "abgebrühter". Viel ist passiert in diesen Jahren. Der eigene Blog hat meine Kreativität beim Nähen enorm beflügelt. Scheint doch sehr viel auszumachen, wenn man diese Dinge teilt (sorry "sharen" heißt das ja jetzt).
    Mir geht es wie vielen, die oben kommentiert haben: Blogs, die ich früher regerecht "inhaliert" habe, sagen mir nun nichts mehr und langweilen mich.
    Ich denke aber, dass die Leute ja nicht das Rad jeden Tag neu erfinden können und ich bin wahrscheinlich einfach auch "satt".
    Die Uniformität der Wohnwelt in den Blogs fällt mir auch auf – grau in grau, schwarz-weiß, shabby und industrial…. ja aber, war das nicht schon immer so? Früher waren es halt Holzmöbel, indische Tücher und was weiß ich.

    Was mir auch auffällt, ist die Profesionalität, die Einzug gehalten hat. Die Leute (v.a. Damen) wollen einfach was rausziehen. Ist ja ok – aber daher diese enorme Anpassung an den Massengeschmack, Ich selbst bin es überdrüssig french-manikürte Händchen um einen Milchkaffeebecher gefaltet zu sehen und habe diese Blogs meist aus meinen Favoriten entfernt.

    Diskussionen gibt es nicht mehr oft – warhscheinlich haben sich zu viele die Finger bzw. das Maul verbrannt mir ihrer Kritik. Da gab es in der Kreativszene der jungen Mütter (Fliegenpilzfraktion) ja erbitterte Kämpfe.

    Ich surfe immer noch gerne durch die Bloggerwelt, blogger immer noch gerne (uns wundere mich tatsächlich über die vielen Besucher "was die da bloß finden??) und lass es aber alles seeehr viel relaxter angehen.

    Was ich aber tatsächlich aus dem Netz gefischt habe, sind echte Kontakte zu Menschen aus Fleisch und Blut, die zu echten Freunden geworden sind. Ich hätte sie ohne BLog einfach nie kennengelernt. Real Life ist eben das Allerwichtigste und sollte am Ende auch dabei rauskommen!

    ganz herzliche Grüße von Ellen / Bodensee

    • 5 Jahren ago

      Deine Gelassenheit tut gut! Und was die Begegnungen und Freundschaften angeht, die einem das Bloggen bzw. die Blogwelt beschert, stimme ich dir in dem Punkt zu, dass sie einem Zugang zu wunderbaren Menschen schafft und den Weg zu großen Freundschaften öffnet. Ob sie nun besser oder schlechter ist als das "echte" Leben (ist sie nicht echt?), weiß ich nicht. Auf jeden Fall irgendwie anders 😉 In diesem Sinne: herzliche Grüße an den Bodensee. I.

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,

    gerade habe ich tatsächlich nachsehen müssen: Auf meinem eigenen Blog (fuchs & hase) habe ich im vergangenen Oktober zum letzten mal geschrieben. So lange ist das schon her. Und mit dem, was hier vielfach beschrieben wird, hat das wohl zu tun. Toll, dass Du das Thema aufgreifst!

    Meine eigene Lust an der Mitteilung ist erstaunlich gesunken. Genauso wie die, als Leserin in der Blog-Welt unterwegs zu sein. Viele Blogs, die ich früher begeistert inhaliert habe, sprechen mich heute nicht mehr an.
    Ich habe das Gefühl, gerade auf den Wohnblogs überall seit Monaten nur noch das Gleiche zu sehen: Schwarz-weiße Farbwelten, Typo-Trend und Wandbuchstaben, Häuschen, Waldtiere, Plakate mit englischen Sprüchen, Rautenmuster, Neonfarben, Trommelstöcke oder, als eine der letzten Säue im Dorf vor meinem Ausstieg: Irgendwas mit Kupfer.

    War die Welt der Wohnblogger für mich früher eine unendliche Quelle der Inspiration, Freude, Erfrischung im Alltagsgrau, empfinde ich sie jetzt vielerorts als dröge. Oder, schlimmer: Als einfach lächerlich.

    So wie kürzlich auf der Plattform Solebich, auf die ich mich nach langer Unterbrechung wieder verirrt hatte. Dort gibt es derzeit scheinbar kein Kinderzimmer mehr, in dem nicht Stoffbilder in runden Stickrahmen oder aus Masking Tape gepappte Bilder die Wände zieren. Bei so viel verkrampfter Individualität, die in ihrer Gesamtheit zur europaübergreifenden Uniformierung sämtlichen Wohnraums führt, blieb mir am Ende die Spucke weg.

    Dass Fuchs & Hase gerade einen ausgedehnten Winterschlaf halten, folgt übrigens keiner vorsätzlichen Entscheidung. Es ist dies keine Verweigerung aus Protest. Es ist nicht zu wenig Zeit (die ist ja immer zu wenig). Es ist nicht politisch 🙂 Es ist einfach: Fehlende Lust. Und ohne die schreibe ich nicht (zumindest nicht für umsonst 🙂

    Aber ich wünsche mir sehr, dass diese Lust demnächst zu mir zurück kommt.

    • ChristinaInAustralien
      5 Jahren ago

      Oh, das hoffe ich, dass das bei Fuchs & Hase nur ein Winterschlaf ist und die Lust wiederkommt, mit ohne Kupfer, Neon und Stickrahmbildern. Deinen Blog mag ich sehr!

    • 5 Jahren ago

      Liebe Eva,
      danke für den Einblick in deine Beweggründe. Wie Christina hoffe ich, dass die Lust wiederkehrt und der Winterschlaf nicht direkt in ein Sommerloch führt und so fort. Aber wenn´s so ist, ist es so. … Deine Gründe kann ich verstehen. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Vielfalt in Vervielfältigung zu kippen droht oder schon gekippt ist, und Individualität in Uniformität. Vielleicht ist ein zwangsläufiges Resultat, wenn Influencer (was Blogger laut PR-Agenturen u.a. ja sind) nicht nur die Nicht-Blogger, sondern auch sich wechselseitig beeinflussen. Wie viele Leser/innen sind eigentlich selber Blogger/innen? …

      Liebe Grüße!
      I.

    • 5 Jahren ago

      Mir geht es genauso wie Eva mit der Plattform "SolebIch"….Bilder, die man dort findet, hat man irgendwie alle schon mal auf Blogs gesichtet…LG Lotta.

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,
    vielen Dank für diese Diskussion. Wie sehr ich Deinen Blog doch für dieses Hinterfragen liebe. Dein Blog verdient zurecht den (sicherlich selbst gewählten) Begriff: Blog mit Tiefgang. Mach bitte unbedingt so weiter wie bisher! Du machst das toll und Du bist eine tolle Frau – das muss ja auch mal gesagt sein ;-)!
    Zur jetzigen Diskussion muss ich mich nochmal an anderer Stelle und v.a. zu einer anderen Uhrzeit einklinken ;-).
    Herzliche Grüße, Katja

  • 5 Jahren ago

    Es ist schon auffällig, dass seit Anfang diesen Jahres fast eine rege Flaute auf so manchen Blogs zu spüren ist. Vor allem die eher semi-professionellen Blogs, bei denen nicht jeder Post minutiös geplant und Marketingrichtlinien außen vor stehen, sind immer weniger aktiv. Dafür sieht man umso mehr uninteressante 0815-Posts, Abklatsch aus Zeitschriften und aus anderen Blogs, der dann als die wundervolle Eigenkreation dargestellt wird. Das oft vollkommen überflüssige Kommentieren muss wohl kaum noch genannt werden – "Toll! LG XYZ" – So manches Mal habe ich überlegt die Kommentarfunktion ganz abzuschalten, weil ich Oberflächlichkeit nicht als Ziel des Bloggens ansehe. Ich glaube zudem, dass wir einen Progreß beobachten können, der vom Bloggen hin zu etwas Neuem führt – weg von leeren Kommentaren, hin zum rein visuellen – Bspw. Instagram, wo sich anders als in Blogs die Diskussionen abspielen, die auf Blogs nicht mehr (außer hier 😉 ) stattfinden – wenn auch sehr kurzlebig. Wohin es führt frag ich mich schon eine Weile und wer weiß wie sich die Bloglandschaft in den nächsten 12 Monaten verändert? Zumal doch die großen Blogs nahezu alle die gleichen Posts über den Äther senden, weil sie ja allesamt zu den selben 'Sponsoringveranstaltungen' eingeladen werden. Leider kommt dabei nicht mehr als ein leises Gähnen über meine Lippen..
    Schön, wenn man hier liest, dass man mit den Gedanken rund ums Bloggen nicht allein ist 🙂

    • 5 Jahren ago

      Wie sieht die Blogosphäre wohl in 12 Monaten aus? Ich bin gespannt. Ob Instagram das Bloggen ablöst? In Teilen hat es das schon. Die ersten Firmen setzen ja schon auf Instagrammer-Events. Aber vielleicht tut das der Blogwelt auch ganz gut, wenn sich neue Medien auftun, die bestimmte Bedürfnisse und Interessen gezielter bedienen. Das könnte im besten Falle einen Qualitätsschub mit sich bringen – nicht nur im Sinne der formalen Professionalisierung (bessere Bilder, fehlerfreie Texte), sondern auch inhaltlich. Let´s wait und see together.

    • 5 Jahren ago

      Instagram und Qualitätsschub? Ich weiß nicht….Ist es wirklich ein Qualitätsschub, wenn wir nur noch "bunte Bildchen" ansehen…mitunter doch von recht trivalen Dingen…ohne Worte…? Ich habe da mein Zweifel…LG Lotta.

    • 5 Jahren ago

      Ich meinte auch, dass durch die Verlagerung des "Bildchen-Bedürfnisses" auf Instragram die Blogwelt vielleicht mehr Raum für Neues/für Inhalte bekommt und damit einen neuen Qualitätsschritt gehen kann. … Liegt zumindest im Bereich des Möglichen. 😉

    • 5 Jahren ago

      Oh ja….so betrachtet wäre es natürlich ein Qualitätsschub…habe ich dann falsch verstanden…;-) LG Lotta.

  • 5 Jahren ago

    von der einen seite betrachtet, ist die von dir beschriebene entwicklung aus meiner sicht nur natuerlich. autoren, als auch leser entwickeln sich. interessen wechseln. erwartungen werden gebrochen, verschoben. ziele hinterfragt, neu gesetzt.
    wenn man gewillt ist genauer hinzuschauen, findet jeder seine sparte. egal ob kommerziell, persoenlich, politisch, oder was auch immer. nicht jeder sucht solch klare grenzen, aber auch diese sind zu finden. welch glueck.

    wenn ich mir meinen reader anschaue, unterliegt dieser stets großen schwankungen. in der anzahl, als auch in der auswahl. ich bin kritischer geworden und sortiere gerne auch mal rigoros. manchmal benoetigt es auch nur eine pause, um etwas fuer sich neu zu entdecken.
    gleichzeitig bewege ich mich gern auf meinen ausgetretenen wegen. und so bin ich immer wieder freudig ueberrascht neue 'perlen' zu finden. genauso freue ich mich darueber, dass in meinem reader auch blogs vertreten sind, die dort seit anfang an zu finden sind. und das sind nahezu ausschließlich persoenliche webtagebuecher, die damit widerlegt haben kurzlebig zu sein.

    die andere seite ist die der kommunikation. die ist in meiner beobachtung selbst auf vielen großen blogs oftmals eingeschlafen. leider auch an orten wo stets ein austausch zwischen autor und kommentierenden stattfand. ist das ein zeichen der zeit? vielleicht. bestimmt. beide seiten aendern sich. womit ich wieder nach oben huepfe. zum glueck gibt es aber auch die ausnahmen, die die regel bestaetigen.

    man fasst sich an die eigene nase und setzt dort mit der veraenderung an.
    kommentiert vielleicht wieder haeufiger anderswo? hinterfragt nutzen und sinn des eigenen blogs oder readers? verschiebt die persoenlichen prioritaeten?
    denkt um und wechselt das medium?
    denn nichts anderes ist ein blog.

    ///

    und irgendwie bleibt mir zuletzt stets der beigeschmack des 'zu wichtig nehmen', womit ich diesen kommentar gleichzeitig als ueberfluessig erklaere. soviel zum im kreis drehen. (muss ich ein augenzwinkern einfuegen um die ironie zu verdeutlichen?)

    • 5 Jahren ago

      ich mag deine gedanken dazu liebe rike! du bist eine, die mich virtuell schon lang begleitet. ich mag die ruhe, die in den blogs einkehrt. ich mag die freude, wenn mir liebe blogs sich zeit für einen post genommen haben. ich hebe ihn mir auf, genieße ihn. lieber weniger oft, dafür dann schön und gut. und gedankenanregend, zum worte hinterlassen verführend. manchmal ist das echte leben wichtiger und fordernder…

    • 5 Jahren ago

      das gebe ich gern zurueck julie …dein bild der einkehrenden ruhe gefaellt mir nebenbei bemerkt sehr …

      rueckbesinnung auf das wesentliche, das wichtige. auf ein eigenes tempo. vielleicht braucht es hierfuer das vorangegangene 'zuviel'. eines, dass man oft erst im danach als solches erkennt.

    • 5 Jahren ago

      … ich nehme eure Gedanken mit und lasse sie noch ein wenig in meinem Hinterkopf gären. Okay? 😉

    • 5 Jahren ago

      zwei fragen fürs erste (es kommen sicher noch mehr gedanken nach und nach):
      – was sind für dich persönliche webtagetücher?
      – was ist ein blog für dich?

      … und ja: blogs und bloggen sind eine wunderbare weise seinem kleinen narzismus einen ort zu geben. meintest du das mit dem "wichtig nehmen"?

    • 5 Jahren ago

      … und noch eine frage: was ist das bloggen, wenn nicht echt? oder anders: ist bloggen kein echtes leben? was aber dann?

    • 5 Jahren ago

      wenn wir ehrlich sind machen wir es doch alle, weil wir uns doch irgendwie ein lob erhoffen
      ich nehme mich da nicht aus
      auf der einen seite boykottiere ich mehr oder weniger facebook, auf der anderen habe ich einen blog, somit bin ich mir schon untreu wenn ich es ernst nehmen würde
      aber ich möchte auch nicht sagen, dass ich es nicht ernst nehme, auch wenn ernst das falsche wort ist
      manchmal frage ich mich wie menschen damit zu recht kommen facebook, einen blog, twitter, instagram und was es noch alles gibt zu führen oder würden die dann in die spalte freizeitbeschäftigung im lebenslauf diese dinge aufführen, ja das frage ich mich manchmal wirklich?
      schlussendlich finde ich es wichtig, dass man sich nicht über seinen blog identifiziert, dass man mit gutem gewissen sagen kann ich könnte das alles von jetzt auf gleich löschen ohne dass ich mich danach schlechter fühle
      weil idendität muss nach wie vor über das wahre leben, mein umfeld und menschen aus fleisch und blut stattfinden, weil sonst bin ich eine arme s** um es mal knall hart auszudrücken!

    • 5 Jahren ago

      @Indre Z.

      /// was ist ein blog für dich?

      puh, darf ich ehrlich sein? diese frage spielt fuer mich, so gestellt, keine rolle und fuehrt zu keiner sinnhaften antwort, da ich ihren fragenden sinn wiederum nicht verstehe. ich gebe sie also gern zurueck.

      /// was sind für dich persönliche webtagetücher?

      ist das nicht zugleich frage und antwort? schon die vokabel 'persönlich' impliziert eine vielfalt, die eine antwort in meinen augen eruebrigt. aber um meine eigene formulierung oberst zu erlaeutern, oder es zumindest zu versuchen:
      ich denke an blogs, deren schwerpunkt im persoenlichen liegt. die es verstehen mir ein bild des autoren zu vermitteln, dass – schein hin oder her – mir etwas ueber ihn erzaehlt. hierbei denke ich nicht an ansammlungen von 'habenwollendingen', sondern an die darstellung einer eigenen sichtweise, einer haltung. eine darstellung, die vorrangig nichts mit klickraten, likes, oder affiliate marketing zu tun hat. hinter der kein konzept, oder ein timetable steht.
      dabei ist meine rolle, also die des lesers, nicht zu vernachlaessigen. aufgrund meiner sichtweise, meiner interessen, nehme ich den blog(autoren) erst als persoenlich war. und so gibt es auch hier solche, die ich als leer und nichtssagend empfinde, denen sich andere leser aber durchaus persoenlich verbunden fuehlen.

      /// blogs und bloggen sind eine wunderbare weise seinem kleinen narzismus einen ort zu geben. meintest du das mit dem "wichtig nehmen"?

      kurz und knackig: nein. ich wollte nicht auf selbstdarstellung, vermarktung oder das zu umhaetschelnde ego anspielen. vielmehr habe ich das gefuehl, dass diskussionen wie diesen etwas anhaftet, dass sie in meine augen gleichzeitig aushebelt.

      ich bezeichne mich nicht als 'blogger', definiere mich anders. mein blog ist ein medium, dessen ich mich bediene. mal geschoentes spiegelbild. mal eigenes markeninstrument. mal kontaktmedium. mal sammelstelle. was auch immer. das entscheide ich jedesmal aufs neue. und vielleicht liegt hier auch der knackpunkt, der fuer mich viele, der hier gestellten fragen ihrer sinnhaftigkeit entleert: ein blog, ist ein blog.

      und so bin ich wieder am anfang.
      (s. rike28. April 2014 16:21)
      punkt.

    • 5 Jahren ago

      rike, du schaffst es immer wieder, meinen kopf zum routieren zu bringen… aber der ist ja bekanntlich rund, damit das denken die richtung ändern kann. 😉

      offensichtlich aber haben wir tatsächlich ein recht verschiedenes verständnis davon, was ein blog ist. was mein blog für mich ist? nun, das auf den punkt zu bringen, bedarf noch ein wenig des nachdenkens… antwort kommt. versprochen.

    • 5 Jahren ago

      @tine

      ich gebe dir vollkommen recht, dass es fatal wäre, sich allein über sein Blog zu identifizieren. und sicher würde ich sagen, mein blog abzuschalten fällt mir leichter als meine arbeit aufzugeben oder gar meine familie (beides bereiche, aus denen ich meine identität wenn schon nicht speise, so doch wenigstens darauf baue). aber 'mit gutem gewissen alles von jetzt auf gleich löschen ohne dass ich mich danach schlechter fühlen' – nein, das kann ich so nicht teilen. dazu steckt zu viel herzblut und verbindlichkeit drin für mich. wenn ich mich dazu entscheiden würde, so als abschied mit ankündigung und erinnerung (z.b. in form eines "buchs" für mich).

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre…ja, ein spannendes Thema…Zunächst einmal ist wohl auch ein wenig das vorsommerliche Wetter daran schuld, dass weniger Beiträge gepostet werden…denn im letzten Sommer habe ich auch so ein "Sommerloch" beobachtet. Dann spielt sicherlich diese kaum zu überschauende Vielzahl an Blogs eine Rolle…Wer irgendwann eine große Anzahl an Blogs in seiner Leseliste stehen hat, der überfliegt die einzelnen Beiträge nur noch…oder "blättert" wie in einer Zeitschrift und guckt sich bunte Bildchen an…Es wird sich oft gar nicht mehr die Mühe gemacht, den Text (vollständig) zu lesen. Das Ergebnis ist dann aber wieder ( und da schließe ich mich mit ein…), dass immer mehr Blogs dazu übergehen, nur noch bunte Bildchen zu posten….und man ist irgendwann dieser bunten Bildchen auch überdrüssig…Was Kommentare betrifft, da habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass man nicht selbst vergessen sollte, woanders zu kommentieren…dann ist die Chance doch deutlich größer, dass der eigene Blog mit einem Kommentar bedacht wird. Ich beobachte, dass gerade Blogger von eigentlich erfolgreichen Blogs irgendwann dieses Kommentieren woanders einstellen…Auf Dauer wird man so keine Stammleser binden…bzw. lesen dann andere Blogger nur noch, ohne zu kommentieren…denn wer hat schon Lust auf einen Dauermonolog…LG Lotta.

    • 5 Jahren ago

      Was das Kommentieren anbelangt gebe ich dir recht. Aber ich komme einfach nicht oft genug dazu. Irgendwas bleibt auf der Strecke. Dann das. Während ich z.B. hier mit euch diskutiere, kann ich nicht noch woanders kommentieren… Außerdem soll das Kommentieren ja auch kein Selbst- bzw. reiner Eigenzweck (wenn ich kommentiere, kommentieren die anderen) sein, sondern wirklich ein Dialog. … LG I

    • 5 Jahren ago

      Nun gut…ein Dialog setzt dann aber auch voraus, dass der Blogger im wieder zu dem jeweiligen Post und den Kommentaren zurückkehrt…In dieser speziellen Diskussion natürlich durchaus sinnvoll, aber wenn wir mal ehrlich sind, wenn schon kaum Zeit ist zu kommentieren, warum sollte man dann aber Zeit haben, immer wieder auf die einzelnen Beiträge zurückzugehen, um zu gucken, ob der Blogeigentümer nun den Kommentar moderiert hat…Ich bin ehrlich, ich nehme mir diese Zeit nur in solchen speziellen Situationen, grundsätzlich wäre mir der Aufwand zu groß…Und wenn am Ende jeder nur noch seine eigenen Kommentare moderiert, dann wird es irgendwann da auch kein Austausch mehr geben…mal überspitzt gesehen…;-) LG Lotta.

  • 5 Jahren ago

    Ein sehr spannendes Thema, über das ich mir in den letzten Wochen auch viele Gedanken gemacht habe. Denn ich versuche genau in dieser sich ändernden Bloggerwelt meinen Standpunkt zu finden und das ist nicht immer einfach. Ständige Werbeanfragen locken, aber das bin zu 99% nicht ich. Doch dann die gleichen Anfragen überall verbloggt (und oft ungekennzeichnet zu sehen) zu sehen ist auch komisch. Die Frage wie perfekt muß etwas sein, bevor es veröffentlicht wird. Wieviel privates gibt man preis. Viele Fragen kommen da neben dem Blog auf.
    Danke für die Diskussion!
    Liebe Grüße
    Katharina

    • 5 Jahren ago

      Danke dir fürs Mitdiskutieren!

  • 5 Jahren ago

    Schon mal ein großes Danke für die spannende Diskussion. Sobald ich Zeit habe (heute Abend) klinke ich mich ein! LG Indre

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,
    ähnliche Fragen habe ich mir in den letzten Tagen auch gestellt – wobei bei mir sicher nochmal ein anderer Fokus ist, da ich in der Bloggerwelt noch ziemlich neu bin und mit meinem eigenen Blog gerade einmal 2 Wochen am Start. Ich habe also auch einen von den Blogs, die immer "mehr aufpoppen", wie Du schreibst.
    Ich habe selbst, gerade jetzt, wo ich mich ganz bewusst auf anderen Blogs umschaue, zunehmend so ein "Overflow"-Gefühl – es gibt einfach so irrsinnig viele Blogs, dass ich gar nicht weiß, wie ich alles lesen soll – wobei gar nicht so sehr die Zeit und das Lesen das Problem ist, sondern all die vielen Informationen, Bilder etc. im Kopf auch noch irgendwie zu verarbeiten. Und als Neu-Bloggerin kommt dann natürlich auch ganz schnell die Frage, ob die Welt denn nun ausgerechnet meinen Blog auch noch braucht ;-). Und damit ist dann wider rum die Frage verbunden, für wen oder was blogge ich denn? Für mich selbst, für andere Blogger, für Leser von außerhalb der Bloggerszene? Das erstaunt mich übrigens ein wenig: wie sehr Blogs in erster Linie anscheinend von anderen Bloggern gelesen werden – das merke ich erst jetzt, wo ich selber blogge.
    Was die Frage von Professionalisierung und Kommerzialisierung angeht, finde ich, dass das eine nicht zwangsläufig etwas mit dem andern zu tun hat. Ersteres ist für mich ganz und gar positiv besetzt – es macht einfach mehr Freude, gut geschriebene Texte zu lesen, gute Bilder zu sehen oder ein schönes Layout zu finden. Wobei Professionalität ja auf ganz vielen Ebenen stattfinden kann – der eine textet wunderbar, der andere hats mehr mit dem Visuellen und der dritte hat einfach ganz viel Fachwissen zu einem Thema. Für mich als Leserin ist wichtig, dass bei der Professionalität das Persönliche nicht verloren geht – denn wenn ein Blog zwar professionell gemacht ist, ich aber nichts von der Person dahinter spüre, ist es schnell langweilig (oder ich kaufe mir lieber ein gutes Fachbuch). Kommerzialisierung finde ich hingegen eher schwierig und gerade wenn ich das Gefühl habe, dass vieles kommerziell ist aber nicht als solches gekennzeichnet ist, lese ich nicht wirklich gerne.
    Gibt es vielleicht einfach zu viele Blogs? Manchmal denke ich "ja" – und dennoch habe ich vor weiterzumachen und keiner von den Blogs zu werden, die kurz mal hochpoppen und dann schnell wieder weg sind. Mir macht es Spaß!
    LG, Mecki

    • 5 Jahren ago

      Du sprichst so viele spannende Aspekte an: Wie viel Professionalität verträgt die Authentizität und das Persönliche? Warum und für wen bloggt man eigentlich? Und wer liest warum mein Blog? Und wie halten wir es mit der Kommerzialisierung, der irgendwie etwas grundsätzlich Negatives anhaftet. Warum eigentlich? Ein paar der Fragen, werden wir auf der re:publica diskutieren. Ich werde davon berichten.

      LG I

      PS: Und weiterhin viel Spaß mit und beim Bloggen!

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,
    da gebe ich dir recht, irgendwas fühlt sich anders an. Meinen Blog startete ich vor knapp einem Jahr und das Lesen der Blogs, die ich zu der Zeit mochte und die mich dazu bewogen haben, auch zu bloggen, hat sich verändert. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich nun auch von innen in die Bloggerwelt schaue. Ich hatte anfangs das Gefühl, wenn ich das gern mache und mir Mühe gebe, ist es schön, aber ich merke, dass das nicht reicht. Bei mir kommen zwar einige vorbei, aber Rückmeldungen, geschweige denn Diskussionen, finden kaum statt. Und dann sehe ich auf so vielen Blogs riesige Gewinnspiele und Kooperationen und auch wenn dazu tolle selbst gemachte Bildstrecken sind, habe ich das Gefühl, ohne Kooperationspartner nicht mithalten zu können, obwohl ich persönlich gar kein Geld mit meinem Blog verdienen will… das nimmt mir gerade ein wenig die Freude am Hobby Bloggen.
    Alles Liebe
    Julia

    • 5 Jahren ago

      Lass dir davon nicht die Freude nehmen. Wenn du mehr Diskussion und Feedback möchtest, lade deine Leser/innen doch direkt dazu einmal ein. Ich bin mir sicher, da kommt was zurück.

    • 5 Jahren ago

      Vielen Dank für den Tipp!:)

  • 5 Jahren ago

    über dieses thema habe ich in letzter zeit viel nachgedacht, da ich ähnliches beobachte. auch für mein blog bleibt aufgrund veränderter lebensbedingungen immer weniger zeit. das bloggen ist eine mode, ein phänomen unserer zeit und das verändert und entwickelt sich. glücklicherweise. es war neu und es hat spaß gemacht. es wurde eine flut. alle wollten mitmachen. neben den journalistisch ernst zu nehmenden, kamen eben auch alle anderen. und die werbung, der kommerz. daraus entwickeln sich neue strömungen und ich glaube es ist ganz natürlich, dass dabei viele wieder aussteigen, bzw. auf der strecke bleiben und andere sich etablieren und etwas herausbilden, was lesenswert, informativ und unterhaltsam ist. es bleibt spannend.
    vielen dank für den denkanstoß.
    liebe grüße, wiebke

    • 5 Jahren ago

      Ja, es bleibt spannend. Das finde ich auch. Denn wir sind mitten drin in einer Entwicklung… Liebe Grüße!

  • 5 Jahren ago

    Die Diskussion, die Du da verlinkt hast, klingt ja interessant. Ich hoffe, Du berichtest uns davon? Ich frag’ mich, ob man der Professionalisierung etwas entgegensetzen kann, und wenn, was das sein könnte. Für einige Blogger ist Professionalisierung journalistische Anerkennung von Ideen und Fotografie, und Abdruck(barkeit) in Magazin- und Buchform… (Hoffentlich entsprechend entlohnt, aber da frag’ ich mich manchmal, besonders bei den Zeitschriften, von diversen Katalogen gar nicht zu reden.)

    Hier auf Deinem Blog geht’s schon auch sehr professionell zu, find’ ich, aber anders – im Umgang mit und in der Suche nach Themen… und in der Art, wie Du Kommentare "moderierst", also wirklich ein Gespräch suchst. Da finde ich schon besetzt Dein Blog einen Platz, den kein Magazin/Buch einnehmen könnte, zum einen in der Reichweite, und dann aber auch in der Tonlage, in der warmen, aber doch sehr seriösen Art des Zuhoerens, Nachfragens, und auch Sichselbsthinterfragens, und zwar ohne Koketterie – die ja bei vielen Blogs schon zwanghaft ist, dieses Bedüfnis nach Gefallen und bedingungsloser Zustimmung/Bestäigung/guter Laune. Und natürlich, fällt mir grad’ ein, mit deiner Betonung von Nachhaltigkeit, anstelle des auf vielen Lifestyleblogs gefeierten permanenten Konsums – die neue Kollektion von hier, der neue Onlineshop da…

    Aber was das alles für die Blogwelt im Grossen bedeutet, keine Ahnung, das finde ich (am Ende eines langen Arbeitstags) zu schwer zu beantworten. Ich glaub’ aber, dass sich vielleicht mein Leseverhalten etwas ändert, und ich demnächst mal wieder meine Bloglisten umkremple. Vielleicht um weniger, aber intensiver zu lesen? Ganz liebe Gruesse aus der anderen Hemisphaere!

    • 5 Jahren ago

      Danke erst einmal für dein Feedback. Für mich ist das Bloggen auch die Suche nach einem eigener Dialog, Lese- und Schreibform. Und ich habe das Gefühl, dass sich nach und nach eine eigene Form entwickelt. Ob und inwieweit sie trägt, wird sich zeigen.

      Liebe Grüße!

  • 5 Jahren ago

    Liebe Inder,

    ich kommentiere selten etwas auf Blogs (bisher einmal), da ich mehr als Außenstehende die Bloggerwelt betrachte. Wem birgt mein Kommentar etwas?
    Zu diesem Thema habe ich allerdings auch etwas zu sagen. Ich beobachte seit langem drei bis vier Blogs, die nun immer weniger posten, eingentlich müsste ich mir neue Fenster suchen durch die ich hindurchsehen könnte in andere Welten. Nur welche?
    Es ist erstaunlich wie viele der Blogger es schaffen auf dem freien Markt Fuß zu fassen. Die Bastel-, Back- und Einrichtungsbücher die in hohen Stapeln in den Buchhandlungen liegen, allesamt von Bloggern verfasst… sie ähneln sich auf so triste Weise. In Zeitschriften, die immer gleichen Themen, Blogger werden zitiert und kopieren sich gegenseitig. Eigentlich traurig und durchschaubar und nicht der Sinn der Sache.
    Als ich angefing, die paar Blogs zu lesen mochte ich daran, dass sie so umperfekt waren, kein Hochglanz, ehrlicher und ursprünglicher, chaotischer. Wie die Menschen dahinter, wie ich die Menschen davor. Das verliert sich und damit auch langsam mein Interesse.
    Möglicherweise bist du ja diejenige, der das "kleine Bloggen" reichen wird und die KEIN Buch schreibt…. Mal sehen.

    Viele Grüße, Irene

    • 5 Jahren ago

      Die Sache mit dem wechselseitigen Kopieren des Stils und der Ästhetik ist ein spannender Punkt: Führt die so vielfältige (Lifestyle-)Blogwelt am Ende zu einer ästhetisch-stilistischen Monokulturen? Hier die skandinavisch-urbane Welt, da die Kinfolk-Welt, dort die Pünktchen-Welt …., die sich der immer gleichen Bilder bedienen, die via Pinterest und Instagram in der Blogosphäre verteilt werden – vervielfältigt statt vielfältig? Eine Tendenz nehme ich da schon wahr.

    • 5 Jahren ago

      PS: Die Sache mit dem Buch: Ich habe ja schon 2 gemacht. Die hatten allerdings nichts mit meinem Blog zu tun. Ich liebe Bücher und würde gerne noch mal eines machen. Egal ob es was mit M i MA zu tun hat oder nicht.

    • 5 Jahren ago

      Liebe Indre, ich glaube, deine Art Bücher war hier gar nicht gemeint. Jene, die eine Zusammenfassung von Blogs darstellen wohl schon eher.

    • 5 Jahren ago

      Zum ersten Absatz dieses Kommentars: oh, dem Verfasser des Blogpost bringt dein Kommentar etwas. Ich freue mich über jeden Kommentar und versuche auch möglichst, den ein oder anderen zu beantworten. Und mir ist leider aufgefallen, dass in den letzten Monaten alle furchtbar Kommentarfaul geworden sind. Die Zugriffzahlen sind gleich aber die Kommentare werden immer weniger. Das ist sehr, sehr schade!

    • 5 Jahren ago

      Als ein Grund für die "Kommentarmüdigkeit" wird in Bloggerkreisen die Verlagerung der Kommunikation in andere Medien genannt. Das Kommentieren findet, so wurde mir (ich bin da nicht so viel unterwegs) berichtet, offenbar zunehmend auf Twitter und Instagram statt.

    • 5 Jahren ago

      also ich freu mich auf meinem Blog immer sehr über Kommentare und auch ich stelle fest, daß die Zugriffszahlen sich nicht verändert haben, aber wesentlich weniger kommentiert wird, das finde ich sehr schade, weil es doch eine Art der Anerkennung ist!
      LG Agnes

  • 5 Jahren ago

    hallo indre,
    ich bin noch nicht so lange in der boggerwelt. ich mag aber auch lieber kleine persönliche blogs, die das alltägliche dokumentieren und dabei den blick auf das schöne nicht verlieren. als ich anfing mit bloggen hatte ich mir vorher gar keinen kopf gemacht. ich wollte einfach nur ein anderes format als mein analoges tagebuch, um die schönen dinge festzuhalten. dass das (aus versehen) einigen menschen gefällt, freut mich. zwar verfolge ich die kommerziellen blogs, doch oft sind ddiee mir auch schon zu glatt. manchmal denke ich, dass das eben so ist wie frauenzeitschrift gratis. kann man zur inspiration mitnehmen, ist aber definitiv nicht meine messlatte. an deinem blog z.b. mag ich dieses reduzierte puristische, deine gedanken. familienleben finde ich auch immer spannend, obwohl das nicht meine welt ist, es gehört aber bei vielen eben dazu.
    falls du denkst, mein blog würde in deine "einblicke" serie passen, beantworte auch ich dir gerne ein paar fragen 😉
    mach du bloß weiter so.
    liebe grüße,
    jule*

    • 5 Jahren ago

      liebe jule,

      ohja, das könnte ein spannendes gespräch werden!

      lg i.

  • @heimatbaum und @grain de sel: Mit Professionalisierung meinte ich mehr die professionellen Layouts, die Texte, die tollen Fotos. Ich persönlich schaue auf keinem Blog mehr vorbei, der mich mit (teilweise nicht mal gekennzeichneter) Werbung zuspamt. Es ist für meine Begriffe auch okay, wenn man mit seinem Blog Geld verdienen möchte. Die Kunst ist aber doch, so authentisch und persönlich zu bleiben, wie man war, oder? Ich liebe Posts, die mir Einblicke in das Leben der Autoren geben. Da stört mich dann auch nicht der ein oder andere sponsored Beitrag. Aber wenn die verschwinden, warum sollte ich dann nochmal wiederkommen? Da bin ich ganz eurer Meinung.

    Viele Grüße
    Gio_rnalista

    • 5 Jahren ago

      Wäre das so ein oben erwähnter 3. Weg: dass die Anzahl kommerzieller Posts sich mit den persönlichen die Wage hält? Oder lässt sich das auch inhaltlich verbinden (wie z.B. bei meiner Wohnserie)? Wie siehst du/wie seht ihr das?

    • 5 Jahren ago

      Ich finde genau da liegt die Antwort. Es muss sich alles die Waage halten. Viele wunderschöne Blogs gäbe es wahrscheinlich gar nicht mehr, wenn sie nicht zumindest teilweise kommerzialisiert wären, sprich mit ihrem Hobby Geld verdienen würden. So viel Zeit für tolle Fotos und interessante Inhalte bleibt neben einem Vollzeit-Job ja sonst eigentlich gar nicht.
      Was mich viel mehr stört, die ist zunehmende Einheitlichkeit. Die Themen gleichen sich immer mehr an und werden durch viele gesponsorte Posts eben einfach noch ähnlicher und stark beeinflusst. Da helfen auch keine kleinen persönlichen Anekdoten mehr. Wenn ich zum zehnten Mal dasselbe Produkt auf einem Foto sehe, dann klicke ich direkt weiter.
      Liebe Grüße, Kathy

  • 5 Jahren ago

    Mal *ein bißchen* zu bloggen, das ist auch etwas ganz anderes, als dabei zu bleiben und wirklich über Jahre ein Blog zu pflegen. Außerdem ist die momentane Entwicklung zu immer mehr Professionalität und damit Kommerzialität sehr unschön – zumindest empfinde ich das so. Denn eigentlich mochte ich an Blogs, egal zu welchem Thema, dass es ein Fenster bietet, in ein anderes Leben. Wenn dabei aber Profit mehr im Augenmerk liegt, als einen persönlichen Moment zu teilen, dann turnt mich das schlicht ab. Und ja, unübersichtlicher wird es obendrein von Jahr zu Jahr – ich freue mich somit immer, wenn du mir einen (meist bis dahin) unentdeckten Blog vorstellst!

    • 5 Jahren ago

      Was meinst du? Gibt einen 3. Weg, bei dem sich (eine moderate) Kommerzialisierung mit dem Privaten konstruktiv miteinander verbinden lassen?

    • 5 Jahren ago

      Liebe Indre,

      die Frage, die sich mir an diesem Punkt stellt ist doch: Muss es überhaupt eine Kommerzialisierung geben? Warum in aller Welt wird den Bloggern jetzt auf Konferenzen, Workshops, in Posts suggeriert, dass man für seine (Blog)Leistung immer Geld bekommen muss? Weil man sonst unprofessionell ist? Weil man nicht mit der Masse mitschwimmt und nicht zum gesellschaftlichen Mainstream gehört?
      Wieso um alles in der Welt muss man plötzlich mit allem und jedem, was einem Spaß macht, auch immer gleich Geld verdienen?
      Der Kommerz ist ein gesellschaftliches Problem und schwappt in erschreckender Weise auf die Blogs über, was mir in gewisser Weise ein systematisches Augenverollen entlockt und mich von Blogs fernhält, denen man anmerkt, dass sie nur noch Mainstream schwimmen.
      Warum haben die Menschen "früher" Blogs geschrieben? Ein bisschen Narzismus hier und ganz viel Freude am Teilen da, Herzblut allemal.
      Und jetzt?
      Vielleicht sollte man sich wirklich die Frage stellen, weshalb man mit bloggen angefangen hat … ich glaube, das ist ein guter Ansatz.

      Und wie sich moderate Kommerzialisierung mit Privatem verbinden lässt, beweist doch dein Blog am besten.

    • 5 Jahren ago

      Liebe Katja,

      so habe ich das noch gar nicht gesehen. Schöner Perspektiv-Wechsel.

      Ja, muss man das? Mit allem, was Spaß macht, Geld verdienen? Die Frage ist rhetorisch. Also nein. Aber mit dem was einem Spaß macht, seinen Geld (mit) zu verdienen, ist ja nicht Schlechteste – und auch nicht per se Kommerz.

      Die Rückbesinnung auf die Ursprungsmotivation macht zumindest in meinem Fall nur bedingt Sinn. Es gäbe M i MA wohl nicht mehr. …

  • 5 Jahren ago

    So ein Gefühl hatte ich auch schon, aber nicht so richtig greifbar. Was ich besonders schade finde, ist, dass auf vielen Blogs durch Kommerzialisierung das Gleiche zu sehen ist.
    Was das Kommentieren angeht hast du absolut Recht. Ich merke es bei mir selbst. Ich bin mit meinem eigenen Blog so beschäftigt, dass das einfach zu kurz kommt.

    Da ich selbst schon die Ehre hatte, deine Fragen zu beantworten, möchte ich dir den Blog meiner besten Freundin vorschlagen: http://rucksack.typepad.com/blog/

    • 5 Jahren ago

      Danke für den Blogtip. Und das Verständnis.

  • Liebe Indre,

    dass sich in der Blogosphäre etwas tut, habe ich auch schon festgestellt. Und ich finde es schön, dass sich Blogger zu professionalisieren beginnen. Das zeigt auf der anderen Seite, dass man auch von der Außenwelt nicht mehr belächelt, sondern auch als Blogger ernst genommen wird. Ich bin Journalistin und finde, viele der Kollegen haben viel zu lange auf das "Völkchen" der Blogger milde lächelnd herabgeblickt. Inzwischen sehe ich viele meiner Ex-Kollegen, die sich nun auch schreibend auf Blogs tummeln.

    Ich versuche, zwei- bis dreimal in der Woche zu Posten, das ist neben einem Vollzeit-Job und der geballten Ladung Leben nicht immer easy, und da leidet sicher auch das eigene Lesen und Stöbern in Blogs, keine Frage.

    Ich würde gern deine neugierigen Blog-Fragen beantworten und mich freuen, wenn du mein Stadtblogozin einmal in deiner Serie vorstellen würdest.

    Alles Liebe
    Gio_rnalista

    • 5 Jahren ago

      Oh, die schicke ich dir sehr gerne! Die neugierigen Fragen meine ich. Ganz bald.

    • 5 Jahren ago

      Oh, die schicke ich dir sehr gerne! Die neugierigen Fragen meine ich. Ganz bald.

  • 5 Jahren ago

    alles und jeder in der virtuellen welt dreht sich im kreis

    • 5 Jahren ago

      Was meinst du damit in diesem Zusammenhang? LG Indre

  • 5 Jahren ago

    Ja ich merke diese Entwicklung leider auch. Viele Blogs, die ich wirklich so gerne gelesen und geschaut habe, werden nicht mehr weiter geführt. Und alle Welt scheint im schnelllebigen Instagram zu verweilen, so scheint es mir zumindest.

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