H OMM A GE an die R A U H F A S E R TA P E T E

Sie gilt als Ausgeburt des schlechten Geschmacks und ist das absolute No-Go in jeder Hippster-Wohnung. Die Rede ist von der R AU H F AS E R T A P E T E. Ihr unaufhörlicher kultureller  Niedergang begann um die Jahrtausendwende und scheint aktuell seinen Tiefpunkt erreicht zu haben. Rauhfaserästhetik ist gleichbedeutend mit deutscher Akkuratesse und Spießigkeit; sie steht für Kleingeistigkeit, für Provinzlertum und Geschmacklosigkeit – hässlich, matt und leblos. Es ist also an der Zeit, den Spieß umzudrehen und den allergiker- und umweltfreundlichen Wandbelag zu rehabilitieren. Sein Aufstieg zum meistverbreiteten Wandbelag Deutschlands (Wikipedia) begann immerhin in der geschmacksbildenden Bauhaus-Epoche der 1920er Jahre und wurde von namhaften Vertretern – der klassischen Moderne befördert.
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It is considered the spawn of bad taste and is an absolute no-go in any Hippster apartment. I am talking about the W OO D SH i P W A L L PA P E R. Its cultural downfall began at the turn of the millenium and seems to have reached its current low point. ‚Woodchip aesthetics‘ is synonymous with German accuracy and smugness, it stands for narrow-mindedness, for provincialism and vulgarity. So it’s time to turn the tables and rehabilitate the allergy and environmentally friendly wall covering. His rise to the most common wall covering in Germany (Wikipedia) began at least in the taste-making Bauhaus era of the 1920s and was promoted by renowned representatives of classical modernism.
Die Schönheit der Rauhfaser | links: patinierte Rauhfaser (c) Éva Csomós | rechts: Raufaser frisch geweißt 

Niemand Geringeres als der große Architekt und Städteplaner Le Corbusier war es, der den Boden für den Aufstieg der heute in stilbewussten Kreisen geächteten Wandbekleidung bereitete: Auf der Internationalen Kunstgewerbeausstellung Exposition Internationale des Arts Décoratifs 1925 in Paris irritierte er das Publikum mit schlichtweißen offenen Räumen. Die Bauhaus-Bewegung entwickelte nicht nur eine neue Architektur- und Formensprache, sondern auch die passende Wandgestaltung: die helle, feinstrukturierte Tapete, die ‚Mutter‘ der heutigen Rauhfaser-Tapete. Doch wie die kühle Formensprache des Bauhauses konnte sie sich zunächst nicht durchsetzen.

Rauhfaser als optimaler Hintergrund für kluge Köpfe. Eine Wohnung in Berlin-Mitte.

Von 1920 bis in die 1970er Jahre dominierten zart- bis kreischbunte Muster die Wände und leisteten einem neuerlichen Aufstieg der Rauhfaser zur kulturellen Avantgarde Vorschub. Ich selbst bin mit Textiltapeten und Mustern – die aus einem ganz bestimmten Winkel dreidimensional wirkten – großgeworden und habe das Leiden meiner Mutter an dieser überbordenden Vielheit, die einen zu erschlagen scheint, hautnah miterlebt. Gegenüber dieser auf Wand geleimten spießbürgerlichen Enge, der sie eigentlich entfliehen wollte und in der sie sich nun gefangen sah, verkörperte die Rauhfaser Offenheit und Weite. Für die sich formierende ’68er-Bewegung‘ war sie Ausdruck eines neuen politischen Bewusstseins und subversiven Lebensstils. Es begann der bis heute anhaltende Siegeszug der Rauhfaser ins deutsche Durchschnittswohnzimmer.

Feines auf strukturiertem Hintergrund bei BatisRIKE.

Auch unsere Wohnung ist ‚Rauhfaser weiß‘, wie es im Mietvertrag heißt und lange fiel es mir gar nicht auf. Bis dann ein schleichender Prozess begann, der im vergangenen Jahr seinen Höhepunkt erreichte und mit Oskar Wildes Worten sehr treffend beschrieben ist: ‚Meine Tapete wird mich noch umbringen – einer von uns beiden muß gehen.‘ Die Alternative? Natürlich: Designertapeten, verputzte oder mit Kalk-, Leim- bzw.  feinster Pigmentfarbe gestrichene Wände. Sie stehen für Weltoffenheit, Urbanität und Stilsicherheit. Ich war schon fast soweit, meine wenige freie Zeit in die Beseitigung der ‚Rauhfaserästhetik‚ unserer Wohnung zu investieren. Dass es nicht dazu kam, ist keiner höheren Eingebung, sondern allein meiner Trägheit zu verdanken. Nicht dass ich sie heute liebe, unsere Rauhfasertapete, aber ich betrachte sie neu – mit einem gewissen Wohlwollen: Im überspannten Wettbewerb um das schönste Wohnen sehe ich die Rauhfasertapete als Ausdruck H E i T E RE R  G E L A S S EN H E i T und G E S U N D EN  P R AG M A T i S M U S. Und in Zeiten, in denen schon der Wunsch nach Pause revolutionäres Potenzial entfaltet, ist sie damit wieder subversiv.

Die P AU S E, das Innehalten, bietet die Möglichkeit, 

Abstand zum allgemeinen Geschehen und zum eigenen Werk zu schaffen. 
Distanz entsteht durch die Unterbrechung des Gewohnten, 
des Automatischen, des linearen Zeitempfindens. 
Wo der Mensch in neoliberalen Politikerphrasen 
inzwischen zur ökonomischen Kosten-Nutzen-Maschine erklärt wird, 
klingt die Forderung nach einer Pause bereits 
wie ein Aufruf zur R E V O L U T i ON
Wolfgang Müller: Subkultur Westberlin 1979 – 1989. S. 363

In diesem Sinne – eine heiter, gelassene und gesunde Woche!
Eure I.

Geschmackvolles vor strukturiertem Hintergrund bei BatisRIKE.

40 Comments

  • MatthiasHe
    5 Jahren ago

    Dein Beitrag beruhigt mich – ich habe tatsächlich Rauhfaser im Sinn und muss echt gegen Widerstände angehen. Bei einfarbigen Tapeten kann ich mich einfach nicht entscheiden, die Muster stören, oder finde die gewünschte Farbe nicht.
    Was meinst du, ist die feine Form der Rauhfaser besser, sieht die eleganter aus als mittel- oder grobkörnige? Oder verwischt sie sogar schneller zur Einheitsfläche, z.B. beim nächsten Überstreichen?

    Gruß
    Matthias

  • 6 Jahren ago

    So einen erfrischenden Beitrag habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Danke dafür.

    Ich glaube, dass man ja meistens das ab meisten verachtet, mit dem man selbst aufgewachsen ist– das Haus meiner Kindheit war ein Neubau und die Wände ließen nichts anderes zu. So froh war ich nach dem ersten Auszug über glatte, weiße Wände, aber nun kann ich die Rauhfaser ebenso wie du wieder in „heiterer Gelassenheit“ betrachten.

  • 6 Jahren ago

    Oh Indre, das ist ein wirklich toller Artikel. Vielen Dank. Jetzt sehe ich unsere Rauhfasertapete mit anderen Augen. Sie ist ja also quasi ein verkantes Designerstück ;-). Als wir unser Haus gekauft und renoviert hatten, wollten wir eigentlich auch lieber fein verputzte Wände haben. Mangels Zeit, hätten wir das in Auftrag gegeben und hätten sehr viel zahlen müssen. Da wir unsere Wände nicht mit (natürlich auch sehr hübschen) Tapeten vollkleistern wollten, die dann die Wände nicht mehr "atmen" lassen, fiel die Entscheidung doch auf die Rauhfaser – gestrichen mit Silikatfarbe, statt mit Dispersionsfarbe.
    Ökologisch und finanziell gesehen ist die Rauhfaser also wirklich gut. Und so schlecht aussehen tut sie ja auch nicht – das kann man bei Deiner Wohnung wunderbar sehen.

    Liebe Grüße
    Katja

  • 6 Jahren ago

    ich habe deinen beitrag gern verfolgt – stimme um stimme. und auch ich reihe mich in die raufasergeschädigtengruppe ein. dennoch: mir gefällt der ansatz der heiteren gelassenheit. wir könnten von ihr lernen, denn das schicksal ist ja einigen dingen gemein. ich bin mittlerweile an dem punkt angelangt, mich über die gesparte energie zu freuen – auch wenn ich natürlich nichts gegen glatte wände hätte 😉 ich mag die vielen wertvollen gedanken hier bei dir immer sehr …

    • 6 Jahren ago

      Danke, liebe Nina, für deine Worte. Dass du die Gedanken, die hier zusammenkommen, "wertvoll" schätzt, freut mich ganz besonders.

      Und ich stimme dir zu: Die gesparte Energie ist mehr wert als eine "glatte Wand". Wenn ich sie geschenkt bekäme, würde ich sie aber natürlich auch mit Kusshand nehmen.

  • 6 Jahren ago

    ich bin mit traumatischen 60er/70er-jahre tapeten in braun-gelb-gräßlich-grün aufgewachsen und empfand raufaser in meiner ersten studentenbude als glatte befreiung. man konnte sie so herrlich einfach überstreichen, alles sah hell und frisch aus. ich bin ihr treugeblieben, hab mit farben experimentiert und bin schließlich wieder beim schlichten weiß angekommen. und froh darüber!
    schöner beitrag, liebe indre!

  • 6 Jahren ago

    This is a great post but I still think it's dated and ugly, I'm sorry!!! I have it all over my rental apartment and if I owned, I would rip it all down instantly. You cannot wipe it clean (painting over dirt, no way!), you cannot wallpaper over it in pretty patterns, it casts ugly shadows, and you have to apply paint 3 coats for the paint color to be even and not streaked. I'm not a fan and wish it would go away forever. 🙂

    • 6 Jahren ago

      Oh, that´s a clear and straight point of view and I have nothing to subtend ;). I see the point. But the question is if it is am existential point… 😉

  • 6 Jahren ago

    Ein schöner Bericht! Vor allem, wenn man bedenkt, dass deine Wohnung im anderen Theater sehr großen Anklang findet. Vor solebich war mir gar nicht bewusst, dass die Raufasertapete in Deutschland so verpönt ist. Ich lebe ja auch nicht da. Hier in GB war sie in den 23 Jahren, die ich hier lebe, wirklich nicht beliebt. Statt dieser ganzen Wandglättungsmethoden, die du oben erwähnst, haben wir in Altbauten mit nicht perfekten Wänden eine Alternative zum blanken Gips gefunden: Untertapete und nach Belieben (immer wieder) streichen.

    Das bringt mich zu meiner Kindheit: Sowohl mein Vater als auch meine Mutter konnten mit den groß gemusterten Tapeten der 70er-Jahre überhaupt nichts anfangen. Also gab es bei uns in weiten Teilen des Hauses Rauhfasertapete und später in unseren Zimmern unterm Dach leicht strukturierte Tapeten, die ebenfalls übermalt wurden. Daneben gibt es in meinem Elternhaus in den Fluren Rauputz – auch ganz pflegeleicht. Irgendwann gab es mal eine schöne und unwahrscheinlich teure Grastapete, die der inkompetente Maler allerdings total verhunzte. Das Gras verlief horizontal und er setzte an einer ganz prominenten Stelle einen Spedel ein. Uns laufen heute noch Schauer über den Rücken, wenn wir davon sprechen. Aber wir wohnten in einem 2000-Seelen-Dorf und führen einen der dortigen Lebensmittelgeschäfte, da konnte man nicht einfach nicht bezahlen oder Abstriche machen, zumal…nun das ist eine andere Geschichte. 🙂

    Ich bin so froh, dass ich als Kind nicht von großen Mustern traumatisiert wurde. Auch die in den letzten 10 Jahren oder so beliebten groß gemusterten Tapeten lassen mich kalt. Klar sieht die eine oder andere Wand bei anderen Leuten schon schön aus, aber ich hole mir Muster lieber mit Teppichen ins Haus und somit bin ich bei den Wandbekleidungsmöglichkeiten auch schon total eingeschränkt. Aber kräftige warme Farben dürfen an die Wand, auch weiß, aber eben nicht nur und nicht überall.

    LG

  • 6 Jahren ago

    danke, dass du hier mal eine lanze für den armen, geschmähten, strukturierten wandbelag brichst. ich lebe seit ich denken kann in raugfaser und schäme mich auch nicht deswegen, sondern mag sie. nennt mich ruhig spießig…

    liebe grüße
    nic

  • 6 Jahren ago

    Oh was für ein schöner Artikel! Mit Rauhfaser aufgewachsen haben wir in dieser und in der vorigen Wohnung sehr gekämpft, um glatte Wände zu bekommen. Ich bin auch immer noch sehr sehr froh drüber. Wobei ich es auch spannend finde, das Thema mal anders anzugehen und ein bisschen zu forschen, um das gehasste vielleicht mal schön zu finden. Eigentlich hat das doch großes Potential für einen neuen Trend 🙂

  • 6 Jahren ago

    Gern würde ich mich mit ihr versöhnen, ihr der Raufasertapete .. Zu tief sind aber die Erinnerungen und die Verbindungen an ein spießiges Leben, in dem die Struktur der Tapete das einzig interessante war und ist. Wäre sie an den Wänden, ich würde sie lassen und in Symbiose mit ihr leben. Nun habe ich die Möglichkeit, die Struktur frei zu wählen und entscheide mich für glatt. Einfach nur glatt. Die Struktur möchte ich dann mit feinen Fotografien definieren. Jederzeit austauschbar und immer wieder erfrischend. Erfrischend, ja, das ist die Raufastertapete für mich leider nicht.

    Trotzdem finde ich Deinen Denkanstoß gelungen. Er wird mich noch eine Weile begleiten.

    Alles Liebe
    Sindy

  • 6 Jahren ago

    Ein Hoch auf die Raufaser!
    Auch wir sind betroffen, in einer typischen Berliner Mietwohnung. Mein Patentrezept: ich hab einfach überall Farbe draufgestrichen, dann fällt die Standardtapezierung gar nicht mehr so auf.

    Viele Grüße
    Mareike

  • 6 Jahren ago

    ich stehe definitiv auf kriegsfuß mit der guten.
    mühevoll entfernt, von der rigips platte eigentlich ein ding der unmöglichkeit.
    der wille siegte.
    1 jahr später fiel die wand. ironie des schicksals.
    2 zimmer habe ich noch vor mir. glück auf.

  • 6 Jahren ago

    Auch bei uns herrscht Raufaser vor…und ich fand es immer grässlich….Doch in einem ganzen Haus überall die Raufaser entfernen…diesen Gedanken finde ich noch grässlicher…Im übrigen…Rauputz wurde als Alternative von vielen auf die Wände gebracht ( teurer! ) , überzeugt mich persönlich aber nicht wirklich…LG Lotta.

    • 6 Jahren ago

      Ich hoffe, du findest es jetzt nicht mehr grässlich, sondern "cool" 😉

  • Danke für diesen wunderbaren Beitrag. Muss ich mich doch auch immer öfter für meine (bereits beim Einzug in der Wohnung hängende) Rauhfaser rechtfertigen, so kommt er mir gerade recht. Schön. Der Post wird jetzt erstmal an ein paar Freunde weitergeleitet 🙂

  • 6 Jahren ago

    LIebe Indre,

    es wurde schon alles gesagt: "toller Beitrag", "es gibt Schlimmeres…." etc.

    Mein erster Gedanke war und ist: Ich find' Dich cool.

    LG
    Ines

    • 6 Jahren ago

      Danke. "Cool" – das gefällt mir 😉

  • 6 Jahren ago

    Toller Beitrag, liebe Indre. So habe ich das Thema noch nie betrachtet. Muss aber auch sagen, dass ich Raufaser nie wirklich schlimm fand. Da gab es weitaus schlimmere Wandverkleidungen. Bei uns im Haus gibt es nur nackten Putz, den man nach Lust und Laune farbig streichen kann. Und damit bin ich mehr als glücklich. LG Yna

  • 6 Jahren ago

    Danke für den tollen Beitrag! Ich lebe zur Zeit Raufaser-frei; aber ich werde im Sommer umziehen und der Vermieter wird die Wohnung im Zuge der Renovierung wahrscheinlich mit Raufaser tapezieren – Was mir wiederum Bauchschmerzen bereitet hat… Letzte Woche dachte ich dann: Ach egal! Es ist nur eine Mietwohnung und als Kind hat mich die Raufaser auch nicht gestört – es gibt schlimmeres! Ich gebe ihr also eine Chance!
    Liebe Grüße!

    • 6 Jahren ago

      So, noch mal fehlerfrei 😉

      Ich wollte sagen: Recht so! Lass uns einen neuen Wohntrend 2013ff. setzen: "Raufaser – Die neue Kult-Tapete" 😉

    • 6 Jahren ago

      Ich bin dabei 🙂

  • 6 Jahren ago

    oh je, mich nervt sie schon oft diese rauhfaser. besonders auf fotos, wo esetwas schmutzig wirkt. bin aber ähnlich wie philuko hin- und hergerissen. laminat ist definitiv das ungleich schlimmere übel. liebe grüße, wiebke

    • 6 Jahren ago

      Ach, sag das nicht. Ich muss mit Laminat in der ganzen Wohnung leben … 😉

  • 6 Jahren ago

    ja, herr müller, das ist nämlich genau das problem an der ganzen chose: die durchdringung möglichste jeder zelle mit kapitalistischen werten; daher auch meine auszeit-vorbehalte – so sehr ich all die gedanken dazu so genossen habe, doch schwingt kontrastiv immer das andere mit, das, was erbärmlicherweise das leben auffüllt zumeinst. und das stimmt mich traurig und macht mich auch wütend.
    das zuerst. danke für dieses zitat, liebe indre. und danke auch für den schönen raufasertapetenexkurs. ich bin in einem raufasertapetenhaushalt aufgewachsen und kann ihrer feinen haptik durchaus etwas abgewinnen – nach wie vor. und jetzt vielleicht noch einen tick bewusster.
    liebe grüße von ulma

    • 6 Jahren ago

      liebe ulma, ja, das ist das problem an der ganzen chose, das mich auch abwechselnd traurig und wütend macht. ich seh nämlich keinen ausweg. "es gibt kein richtiges leben im falschen" – so adorno, der mich das denken lehrte. ob er recht hat? ich weiß es nicht. …

    • 6 Jahren ago

      ich vermute: er hat, der herr theodor. vielleicht findet sich doch noch ein ausweg; ich denke weiter 🙂

  • 6 Jahren ago

    Was für ein netter Bericht! Endlich mal eine Lobby für die Rauhfasertapete…hier klebt sie auch überall…mit meiner Liebe zu ihr hält es sich allerdings in Grenzen…eine feine Woche wünsche ich Dir!

  • 6 Jahren ago

    da sagts du wahre Worte, ich liebe sie seit je her, warum, weil sie sich jedem Modertrend vehement entgegensetzt und nur mit dem auffallenden Licht eine Symbiose eingeht…sie lebe hoch hoch hoch
    herzlicht, Elke

  • Hihi – Daumen hoch!
    Es gibt wahrlich schlimmeres/interessanteres/wichtigeres/Zeit besser nutzendes als Rauhfasertapete an den Wänden und die Diskussion um selbige.

  • Ein toller Bericht! Es lebe unsere gute, alte Raufaser! LG, éva

  • 6 Jahren ago

    Das ist zu lustig – gerade gestern betrachtete ich unsere Wand und dachte "hm, warum alle diese Raufaser so furchtbar finden…". Es gibt schlimmeres (wenngleich ich natürlich nichts gegen einen Glattputz hätte). Was ich z.B. viel schlimmer finde, ist das, was auf unserem Flur liegt: Laminat. Allein das hohle Geräusch, wenn man darauf läuft… Liebend gerne würde ich diese ollen Brettchen rausreißen und den original Dielenboden freilegen. Aber erstens ist die Wohnung nicht unsere und zweitens weiß ich nicht, wie der Zustand des Originalbodens ist (mit zwei draufgeklebten Schichten Teppich unter dem Laminat). Ich finde deinen Beitrag toll! Liebe Grüße!

    • 6 Jahren ago

      Danke! Das freut mich sehr, dass der Beitrag dir gefällt.
      Zum Thema: Laminat. Ja, das ist wahr. Aber auch mit ihm habe/musste ich Frieden schließen. Er liegt nun mal in unserer Wohnung.

      LG I.

  • 6 Jahren ago

    guten Morgen ♥

    muss Dir ganz schnell sagen:

    "DER BERICHT IST TOLL !

    und nun muss ich schon wieder los……
    ich wünsche Dir einen schönen Wochenstart..
    LG Petra

  • 6 Jahren ago

    Ich hatte zwanzig Jahre alles an den Wänden (oder außer Kalk gar nichts) nur keine Rauhfasertapete. Und auch in der neuen Wohnung haben andere Tapeten ihre Verarbeitung gefunden – bis auf das Wohnzimmer. Das hatte der Vormieter erst neu tapeziert, natürlich mit feinster Rauhfasr, so dass wir nur die neue Wand noch mit der gleichen Tapete bezogen haben. Irgendwann wollten wir ja auch mal einziehen. Aber frische Farbe und ein Goldrand am oberen Ende – mein Sonnenstrahl – ist drauf gekommen. Es hängen sowieso Bilder drauf. Sie ist vielseitig und mit einem entsprechenden Anstrich sehr individuell gestaltbar. Die ist wie Viren und Bakterien, extrem anpassungsfähig. Das ist nicht sehr schmeichelhaft, aber sichert ihr das ewige Leben.

    Grüße! N.

  • 6 Jahren ago

    Überspannter Wettbewerb um das schönste Wohnen. Gut gesagt, liebe I. Da bin ich raus. Trägheit vs. fehlende Mittel vs. Katze. Und Rauhfaser. Und irgendwie ist sie ja auch praktisch.

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