A US Z Ei T . W O CH E N EN D E : AUF NA CH L E i P Z i G

Das Wochenende, mindestens der Sonntag, sollte Pause vom Alltäglichen sein. Das habe ich mir fest vorgenommen und will – damit es noch besser gelingt – die A U S Z E i T . W O C H EN E N D – Reihe fortsetzen. Heute gibt es einen Reisetipp: L E i P Z i G, das wir am Ostermontag besucht haben. 
… Impressionen auf dem Weg zu Tschau Tschüssi. Das Café Cantona – ein beliebtes Szene-Café. 
Mit dem ICE ist Leipzig nur eine Stunde von Berlin entfernt, also optimal für einen Tagesausflug. Ich mag die Stadt. Sehr. Sie ist für mich neben Hamburg noch immer die einzig denkbare Alternative zu Berlin. Vor einigen Jahren war ich berufsbedingt öfter dort und habe nach Feierabend verschiedene Quartiere und Bezirke erkundet. Viel hat sich seither getan: Häuser wurden saniert, Quartiere neu belebt. Gern wäre ich all meinen Spuren von damals nochmals nachgegangen, aber ein Tag reicht leider nicht aus. Zudem haben Temperaturen um den Gefrierpunkt und ein laufmüdes Mädchen ausgedehnte Stadtspaziergänge vereitelt. Ein kleiner Marsch durch die Innenstadt und über den mittelalterlich geprägten Ostermarkt bis zu Tschau Tschüssi und zurück – mehr war nicht drin (leider auch nicht die Spinnerei, ein Tipp von BastisRIKE, den ich allzu gern noch aufgesucht hätte). Wie schade, dass Miriams wunderschöner Laden geschlossen war. Ma und ich hätten so gerne ausgiebig gestöbert.
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On Easter Monday we took a trip to L E i P Z i G. With the ICE, it is only 1 hour away from Berlin, so ideal for a day trip. I like the city very much. For me it is next to Hamburg the only conceivable alternative to Berlin. Some years ago I was there more often and explored several quarters and districts. Much has happened since then: houses have been renovated, neighborhoods revitalized. I would gladly pursued all my traces of the past again, but one day is not enough unfortunately. In addition, temperatures around freezing and a running tired girl have prevented it. More than a short walk through the city center and the medieval-themed Easter market up to Tschau Tschüssi was not possible. What a pity that Miriam’s beautiful store was closed. Ma and I would love to rummage extensively. 
Stöbern – oder richtiger: staunen – konnten wir aber im Grassi Museum für Angewandte Kunst. Der Schuhtick des kleinen Mädchens führte uns zunächst in die Ausstellung ‚S T A R K E R    A U F T R i T T‚. Zu sehen sind dort rund 100 ziemlich über­raschende und wilde Schuh-Kreationen von weltweit bekannten Künstler/innen, Architekt/innen und Designer/innen. Die Palette reicht vom Schuh als Kunstwerk über den Schuh als Sozialprojekt bis hin zum Fetisch-Objekt. Tragbar oder nicht? Die Frage stellt sich nur bedingt. Es geht um den Schuh ‚als zu formende Skulptur‚. Die Ausstellung  wurde in Kooperation mit der Niederländerin Liza Snook gemacht, die übrigens ein unbedingt sehenswertes virtuelles Schuhmuseum betreibt.
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Instead of rummaging we have visited the Grassi Museum for Applied Arts. The little girl´s shoe tick took us first to the exhibition ‚STARKER AUFTR i T T‚ (‚Strong Appearance‘). There you find around 100 rather startling and wild footwear creations of world-renowned artists, architects and designers. Portable or not? The question does not arise. It’s all about the shoes ‚as to be shaped sculpture‚. The exhibition was made ​​in cooperation with the Dutch Liza Snook, which incidentally manage a virtual shoe museum.
Anschließend haben wir uns die Ständige Ausstellung angeschaut. Selbst mein Mann, der meine Leidenschaft für Alltagsgegenstände nur bedingt teilt, war begeistert von der Auswahl und vor allem ihrer Präsentation.
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Then we took a look at the permanent collection. Even my husband, who shares my passion for everyday objects only partially, was impressed by the selection and especially their presentation.

Mein Herz ließen die Exponate der Moderne höher schlagen und darunter vor allem das Holzspielzeug, das Jenaer Glas und die wunderbare Typenküche nach einem Entwurf von Erich Dieckmann aus dem Jahre 1927.
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I was especially inspired by the exhibits from the 1920th like the wooden toys, dishes of Jenaer Glas and the wonderful type kitchen, designed by Erich Dieckmann from the year 1927..

Kurzum: Es war ein rundum gelungener Ostermontag, und es wird ganz sicher nicht der letzte Tagesausflug nach Leipzig gewesen sein. Solltet ihr gerade überlegen, wohin eure nächste Städtereise gehen soll, lege ich euch die Musik- und Literaturstadt in Sachsen unbedingt ans Herz. Eine kleine, feine Auswahl weiterer kulturell-kulinarisch Tipps findet ihr bei bastisRIKE.
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In short, it was a thoroughly successful Easter Monday, and it is surely not the last day trip to Leipzig. Should you are considering where to go to your next city break, I recommend the so called music and publishing  city.

17 Comments

  • Ein toller Bericht über Leipzig und das Museum. Die Flossen in der Ausstellung sind wirklich lustig!

  • 6 Jahren ago

    Hey,

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  • 6 Jahren ago

    Liebe Indre,
    welch schöne Worte über Leipzig! Und aus dem Blickwinkel eines Besuchers wird Alltägliches gleich wieder viel bunter und interessanter. Danke!
    Auch wenn sich in den letzten Jahren viel getan hat, einiges leider auch verloren ging, so gibt es hier und da noch besonders schöne Ecken – und manche werden noch ganz bewusst zu dem gemacht.
    Bis bald wieder in Leipzig!
    Steffi

  • 6 Jahren ago

    lieben dank! und ostern musste der hase natürlich eier verstecken 😉

  • 7 Jahren ago

    so lange steht leipzig schon auf meiner liste! viele freunde sind zu studienzeiten hingezogen. aber auch die heisigen kinder sind lauffaul. ich warte auf die gelegenheit.

  • Anonym
    7 Jahren ago

    Das freut mich ,das du die Wochenendauszeit für uns weiterfuehrst. Auch mir hat es Mitte März, als BucHmesse war, sehr gut in Leipzig gefallen. Dir auch eine schöne Woche wünscht Marlene

  • 7 Jahren ago

    Hab' Dank für diesen tollen Stadtrundgang durch Leipzig! Mir geht es wie mme ulma: Meine Reisewunschliste wächst! Liebe Sonntagsabendgrüße mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages schickt Dir, Isa

  • 7 Jahren ago

    In Leipzig war ich noch nie. Also eine Reise werth. 🙂 Danke.

  • 7 Jahren ago

    Was für eine schöne Idee mit dem Tagesausflug nach Leipzig. Beim nächsten Berlinbesuch sollten wir das unbedingt ins Auge fassen. Da merke ich mir dieses Post doch schon mal, damit ich nachlesen kann. LG

  • 7 Jahren ago

    schön, dass du leipzig magst und hier vorstellst. das ist auch meine heimatstadt, obwohl ich nun schon länger in berlin lebe. aber ich bin immer wieder gerne da. du musst unbedingt zur designers open im herbst. das ist toll.
    viele grüße und bis bald mal wieder

  • 7 Jahren ago

    Ich durfte vor ein paar Jahren mal für ein paar Jahre in Leipzig leben: Immer noch meine Lieblingsstadt. Schön, dass das immer mehr Menschen merken.
    Und hier noch ein Tipp: Im Sommer sollte man unbedingt im Biergarten des Prager Frühlings gesessen haben und tolle Besonderheiten kann man im "Zeughaus" kaufen. Ein altes Schulhaus voll mit Klassikern der Designgeschichte und Skurillem 😉
    Viele Grüße von Patti

  • 7 Jahren ago

    meine stadtbesuchswunschliste wächst und wächst. danke für einen neuen kandidaten.
    liebe grüße von ulma

  • 7 Jahren ago

    Was für ein toller Rundgang durch Leipzig, wo ich leider noch nie war. Aber das wird nicht für immer so bleiben.
    Ein sonniges Wochenende Dir.
    Katja

  • 7 Jahren ago

    Liebe Indre, wie schön, dass es Dir hier gefallen hat… In der Spinnerei gibt es über das Jahr verteilt Rundgänge. Dann haben alle Galerien geöffnet und es herrscht buntes Treiben. Der nächste ist am 4./5.Mai… Herzliche Grüße aus Leipzig, Marja

  • 7 Jahren ago

    Vielen Dank für dieses wunderbare Loblied auf meine Heimatstadt!!! Im Grassimuseum besuchen meine beiden Kinder aller zwei Wochen die Ornamentwerkstatt. In der Schuhausstellung waren wir auch schon! LG Lotta.

    • 7 Jahren ago

      Ornamentwerkstatt – das klingt toll. Danke für den Hinweis, dem wir das nächste Mal folgen werden. LG I.

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