E i N B L i CK H i N T E R: Annipalanni

Sie ist 27 Jahre jung, frisch verheiratet und lebt mit ihrer ‚bunten Familie‘ glücklich in einem wunderschönen Haus in den österreichischen Alpen. Klingt wie ein Traum? Ist es auch – ein gelebter. Die Rede ist von Annie, die uns seit April 2012 auf A N N i P A L A NN i Einblick in ihre traumhaft schöne Welt gewährt und mich immer wieder mit ihren Wohn- und Einrichtungsbildern inspiriert. Heute gewährt sie uns einen ganz persönlichen Einblick. Vielen Dank dafür, liebe Annie, und euch viel Freude beim Lesen!

‚Mami, Patchwork-Mami, 27 Jahre, glücklich, kreativ, ordentlich und wohnverrückt‘. So lautet deine Selbstbeschreibung. Was gibt es noch über dich zu sagen (z.B. beruflicher Hintergrund, Herkunft etc.)?
Ich arbeitete lange im Journalismus-, dann im Marketing- und PR-Bereich. Also alles, wo man viel quatschen und schreiben darf 🙂 Momentan bin ich aber vor allem eines: Mama. Und dann kommen eben noch so ein paar Kleinigkeiten dazu, wie mein Blog sowie das Texten für diverse Kunden auf Freelancer-Basis. Wohnen tu ich in ‚good old Austria‚, genauer gesagt in Oberösterreich. Aufgewachsen in einem Mini-Dorf mit gerade mal 2.000 Einwohnern und mit 17 Jahren in die große, weite Welt gezogen. Die Welt namens ‚Linz‘. Seit Mai 2012 wohnen wir nun wieder ein wenig ländlicher, etwas außerhalb von Linz – in unserem eigenen Häuschen.
Wie sieht ein typischer Tag in Leben von Annie aus?
Um 6 Uhr weckt mich ein süßer Wecker namens Olivia, und schon werde ich aus dem gemütlichen Bett gejagt, um Milch für die Madame zu wärmen. Tja, dann beginnt eigentlich der ganz normale Alltag mit einem Kleinkind: Papa verabschieden, Papa nachwinken, frühstücken, Olivias Frühstücks-Wahnsinn sauber machen, Kind und Mutter anziehen und und und. Am Vormittag versuche ich immer so gut es geht, alle Hausarbeiten zu erledigen. Um 12 Uhr gibt es essen, und dann Ruhe! Während Olivias Schläfchen muss ich momentan die meiste Zeit vorm Computer arbeiten, aber hin und wieder gönne ich es mir einfach auf der Couch zu sitzen, einen Kaffee mit Schokolade zu genießen und Blogs zu lesen. Der Nachmittag gehört dann voll und ganz Olivia. Ich versuche viel mit ihr zu unternehmen: Tierpark, mit Freundinnen und ihren Kindern treffen, in unserem Garten spielen oder zumindest mit ihr in ihrem Zimmer auf dem Teppich sitzen und hohe Türme aus Bauklötzen bauen. An normalen Tagen, kommt gegen 18 Uhr mein Mann nach Hause. Ein tägliches Highlight für Mutter und Tochter 🙂 Dann wird noch ein bisschen mit Papi gespielt, gegessen, gebadet und um 19 Uhr heißt es dann endlich – ab ins Bett und FEIERABEND! Der gestaltet sich eigentlich immer ganz unterschiedlich. Mal versumpfe ich auf der Couch mit „Greys Anatomy“, oft lese ich ewig in Blogs und bereite Posts für meinen Blog vor, mal quatsche ich ewig mit meinem Mann dahin, dann wieder lese ich in Büchern oder Zeitschriften und hin und wieder bin ich aber viel zu müde für alles und kuschle mich einfach zu meinen Liebsten und schlafe früh ein.
Wie sieht eure Patchwork-Familie aus? Und was sind aus deiner Sicht die größten Herausforderungen einer ‚bunten‘ Familie?
Schön, dass du das ansprichst, liebe Indre. Denn das hat mich endlich mal dazu bewegt, aktiv über unsere ‚bunte‘ Familie nachzudenken. Für mich ist unsere Familie – so wie sie ist – schon so normal geworden, dass ich es mir wahrscheinlich anders gar nicht mehr vorstellen kann. Als ich mit meinem Mann zusammen kam, war es zugegebenermaßen nicht besonders leicht für mich. Aber zum Glück wächst und reift man auch in solchen Situation, man legt Eifersucht ab und entwickelt Liebe für ein Kind, das nicht das eigene ist. Die größte Herausforderung für mich war wohl jene Erkenntnis, dass ich Kilian zwar bedingungslos lieben kann, aber NICHT seine Mutter bin – und dies gut ist, so wie es ist. Ich bin nicht seine Mutter, ich bin mehr eine Freundin für ihn – eine Bezugsperson, die zu seinem Leben gehört, aber nicht dafür verantwortlich ist, ihn zu bemuttern oder zu erziehen. Und als ich diese Erkenntnis für mich gewonnen habe, hatte ich das Gefühl, dass sich zwischen mir und Kilian etwas geändert hat. Natürlich erwische ich mich auch heute noch oft dabei, wie ich ihn maßregle oder versuche ihm zu erklären, was richtig oder falsch ist. Vor allem seit Olivia ihm prinzipiell alles nachmacht, was er tut. Aber ich versuche mir immer wieder auf die Finger zu klopfen und nicht in die Mutterrolle, oder gar in die der ‚bösen Stiefmama‘ zu verfallen. Das ist schwierig, nach wie vor. Aber ich denke es ist wichtig, dass ich weiterhin die Rolle einer Freundin einnehme – und das wird wohl immer meine persönliche Herausforderung bleiben. Kilians Mama ist mir mittlerweile übrigens schon unheimlich ans Herz gewachsen, und das freut mich ganz besonders.
Ihr habt vor einem Jahr ein Häuschen bezogen, das ihr saniert und nach euren Vorstellungen gestaltet habt. Welche Geschichte hat es?
Unser Haus hat für uns sogar eine ganz besondere Geschichte. Denn in unserem Garten hat mein Mann bereits Skifahren gelernt, auf der Garagenauffahrt ist er zum ersten mal auf seinem Fahrrad gefahren und in der Werkstatt im Keller hat er seinem Opa immer beim arbeiten zusehen dürfen. Als sein Großvater vor zwei Jahren starb, wurde das Haus zu groß für seine Oma und so zog sie in eine kleinere Wohnung ganz in der Nähe. So machten wir uns ans Werk und erschufen uns unser Traumhaus.
Was sind deine Lieblingsorte in eurem Haus?
Das Wohnzimmer – das Herzstück unseres Hauses. Es ist hell, gemütlich und jedes Familienmitglied hat genug Platz um seiner Lieblingsbeschäftigung nach zu gehen.
Wo steht das Haus? Und was sollte ich mir unbedingt ansehen, wenn ich mal in die Gegend komme?
Wie bereits erwähnt, steht unser Haus etwas außerhalb von Linz. Hier gibt es außer Wiesen, Felder und Wälder nicht viel zu sehen. In Linz tut sich da schon ein bisschen mehr. Was man unbedingt einplanen sollte? Ein Kaffee im Lentos-Restaurant mit anschließendem Spaziergang an der Donaulände. Und bei Schlechtwetter auf jeden Fall ein Rundgang durch das Lentos-Kunstmuseum. Hier gibt es immer wieder äußerst interessante Ausstellungen. Ach, und wenn tatsächlich mal die Sonne scheint: ab nach Alturfahr! Hier wollte ich immer wohnen. Weil ich das aber nicht tu, schlendere ich unheimlich gerne einfach so durch die Gassen und versuche einen Blick in die Fenster der tollen Wohnungen und Häuser zu erhaschen. Danach gibt es einen leckeren Saibling mit Kräuterbutter und Kartoffeln in einem der tollen Lokale direkt an der Donau.
Seit wann blogst du und wie kam es dazu?
Ich lese schon ewig in Blogs und lasse mich dadurch unheimlich gerne inspirieren. Und nachdem ich ein so mitteilungsbedürftiger Mensch bin und auch wirklich gerne fotografiere und schreibe, war es nur eine Frage der Zeit, dass ich selbst zu bloggen beginne. Richtig aktiv tue ich das nun seit April 2012.
Was magst du besonders an der Blogwelt und womit haderst du manchmal?
Wie gesagt liebe ich es, mich inspirieren zu lassen und natürlich auch andere mit meinen Ideen, Bildern und Texten zu inspirieren. Was mich jedoch immer wieder etwas nachdenklich stimmt, ist, dass die Welt da draussen so groß ist. Es gibt einfach so viele Menschen, die nicht gönnen können und es gibt sicherlich auch Menschen, von denen ich gar nicht möchte, dass sie in ‚meine kleine Welt‘ eintauchen können. Vor allem als Mutter hat man einfach gewisse Ängste. Ich möchte einerseits meine Leser soweit wie möglich bei uns mitleben lassen, am liebsten sogar einige davon mal zu einem Kaffee einladen. Aber anderseits will ich doch irgendwie anonym bleiben, was aber einfach nicht funktioniert, wenn man eine ‚Beziehung‘ mit seinen Lesern aufbauen möchte. Und das tut man definitiv. Schwieriges Thema, aber ich bleib vorerst wie ich bin und versuche all die negativen Energien da draussen auszublenden, um ihnen so gar nicht die Möglichkeit zu bieten, in meine Welt eintauchen zu können.

11 Comments

  • 6 Jahren ago

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  • 7 Jahren ago

    Ein wirklich gelungenes Interview , super Fragen und schön Annie ein bissl besser kennenzulernen.
    Deinen Blog kannte icha uch noch nicht, und freue ihn gefunden zu haben !Liebe Grüße aus Wien
    Melanie

    http://www.wienerwohnsinn.blogspot.com

  • 7 Jahren ago

    Ein wunderschönes Interview.
    Und auch ich kann das mit dem einerseits anonymbleiben wollen, andererseits aber viel von sich erzählen und zeigen zu wollen, nachvollziehen.
    Und auch, dass man sich schnell die Mistgunst der Nichtgönner auf sich zieht, habe ich im Bloggerland schon so viel gelesen.
    Aber Annie hat Recht, sie soll so bleiben wie sie ist.
    Sie ist eine so fröhliche, ehrliche, aufgeweckte Persönlichkeit.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da auch Nichtgönner geben kann….
    GGGGLG Tanja

  • Anonym
    7 Jahren ago

    danke für das tolle interview! ich mag annies heim auch sehr gerne! da schließ ich mich mmm ulma gleich an! hab annies blog während meiner zeit in berlin entdeckt und mich als österreicherin auch immer sehr gefreut von österreicherinnen zu lesen. mittlerweile lebe ich wieder "daheim" und auch dein blog, liebe indre ist ein bisschen wie "heimat" (wollt ich nur mal loswerden).
    lieben gruß aus ibk, ang

  • 7 Jahren ago

    oh, ich freue mich, ich kannte annies blog bislang nicht (hm, wie sonderbar …) – gut, dass das jetzt vorbei ist. und ein bisschen patriotisch bedingt ist meine freude auch (was ich ebenfalls sonderbar finde): schon nett, von österreicherinnen hier zu lesen.

  • 7 Jahren ago

    Vielen Dank für das feine Interview! Ich mag Annie und Ihr Blog sehr! Liebe Grüße und ein feines Wochenende!

  • 7 Jahren ago

    wow. ohne worte …
    danke für das interview!!

  • 7 Jahren ago

    Ein wirklich schönes Interview. Und Annie hat Recht: Als Blogger müssen wir versuchen, die Misgunst anderer einfach zu ignorieren. Andererseits lernt man ja auch wirklich tolle Menschen kennen. LG

    • 7 Jahren ago

      Ich finde es interessant (und gleichzeitig beunruhigend), dass ihr das Thema "Missgunst" ansprecht. Wie zeigt sie sich? Ich habe — glücklicherweise — bisher wenig davon zu spüren gekommen…

      Herzlich
      I.

  • 7 Jahren ago

    danke für das interview, bin auch regelmässige leserin von annies blog. und "es gibt sie wohl noch, die guten dinge", habe ich gedacht. klingt auf jeden fall nach einer nahezu heilen welt. ein schönes heim in idyllischer umgebung mit viel platz und zeit für die kinder. und wir alle dürfen daran teilhaben, danke! schöne grüße, wiebke

  • 7 Jahren ago

    Ein wunderbares Interview mit Annie, deren Blog ich schon länger verfolge. Wunderschönst! Lebe Grüße, Anja

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