Ein Blick hinter: Paul et Paula (The Hive)

Am vergangenen Wochenende ist die 2. internationale Blog-Konferenz The Hive mit großem Erfolg in Berlin zu Ende gegangen. Ich konnte leider nicht dabei sein. Umso mehr freue ich mich, die neue Woche mit einem Blick hinter das Blog einer der Macherinnen begrüßen zu können: Peggy. Sie ist einer der Köpfe hinter der Konferenz und betreibt das Blog Paul et Paula. In unserem Gespräch erzählt sie von ihrem ständigen Fernweh, von ihrer Motivation, eine internationale Blog-Konferenz auf die Beine zu stellen und verrät uns ihre liebsten Orte in Amsterdam. Ich sage dir, liebe Peggy, vielen Dank und wünsche euch eine schöne Lektüre und Woche!

P S . 
Ward ihr bei The Hive? Wie war´s? Was habt ihr mitgenommen? 

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Last weekend, the 2nd Blog Conference The Hive has run out with great success. So I am pleased to welcome the new week with a look behind the blog of one of the makers of the the international conference: Today Peggy from Paul et Paula talks about her constant wanderlust, her motivation to organize an international conference and her favorite places in Amsterdam. I say thank you, dear Peggy, and wish you all a nice week!

Du bist viel herumgekommen: Geboren in (Ost-)Berlin hast du in Hamburg deine Karriere begonnen und von dort nach Paris übersiedelt, wo deinen Mann kennengelernt und nach London gezogen bist. Nun lebst du mit deiner Familie in Amsterdam. Was hat dich nach Paris, nach London und schließlich nach Amsterdam gebracht?
Ich liebe es einfach zu reisen, umzuziehen, neue Länder und Städte kennenzulernen. Nach nicht allzu langer Zeit packt mich immer wieder das Fernweh. Wenn es möglich wäre, könnte ich ständig woanders wohnen… aber gut, wir wollen jetzt keine „Traumstunde“ anfangen.
Konkret zu den Städten: Ich bin direkt nach dem Abitur für ein Jahr nach Paris als Au Pair. Ich musste einfach weg. Ausserdem hatte ich Französisch in der Schule abgewählt und dachte mir: Okay, in  Paris kann ich es vor Ort lernen. Den besten Lehrer und immer noch Partner habe ich nach ein paar Monaten dort kennengelernt. Ich habe anschließend für zweieinhalb Jahre in Hamburg gelebt, eine Hotelschule besucht, und bin zurück nach Paris. Das Herz.
Doch wie gesagt, das Fernweh kommt bei mir schnell auf. Nach zweieinhalb Jahren hatte ich erstmal genug von der Stadt. Die nächste Station wurde London – dort gibt es auch schöne Hotels. Irgendwann  war ich schwanger und es stand ziemlich schnell fest, dass wir uns London und Kinder zusammen nicht vorstellen können. Amsterdam stand auf der Liste der Städte, in denen ich einmal wohnen wollte… und tada… da sind wir nun.

Du schreibst „A family of 5 moving on very soon again …“. Warum werdet ihr bald weiterziehen?
Weil wir bereits fünfeinhalb Jahre hier in Amsterdam sind und ich nun wirklich was anderes sehen muss.
Wie hast du jeweils gewohnt in den verschiedenen Städten und wo hat es sich am besten gelebt?
Während meines 1. Aufenthalts als Au Pair habe ich im sechsten Arrondissement gewohnt. Ich liebe es, aber es ist so gut wie unbezahlbar… und mit drei Kindern praktisch unmöglich 🙁 Später haben wir nahe des Montmartre-Viertels gewohnt. 
Meine liebste Bleibe in London war unsere zweite Wohnung in Fulham, dicht an der Themse. Eine ruhige Seitenstrasse, von der alles fußläufig zu erreichen war: Kino, Restaurants, Clubs, Shoppen, Park usw. – ein tolles Viertel in einer Riesenstadt! Unsere Wohnung lag im zweiten und dritten Stock eines typischen Londoner Hauses im viktorianischen Stil. Ja, das war schön.
Momentan wohnen wir auch ganz nett und vor allem praktisch (alles von Schule, Kindergarten, Zoo, Markt usw ist im 10 min mit dem Fahrrad Radius). Aber das Flair von London oder gar Paris hat Amsterdam einfach nicht!
Wohin wird es euch Fünf als nächstes ‚verschlagen‘?
Nach Malmo, Schweden.
Was hast du in Hamburg gelernt oder studiert?
Hotelwissenschaften. Haha. Nein, sowas gibt es nicht, aber eine Hotelfachschule habe ich besucht und ich hatte eine grossartige Zeit in einer der besten Städte, die ich kenne.
Arbeitest du in deinem Beruf? 
Nein, momentan nicht. Amsterdam war mit Blick auf die Hotellerie eine Fehlentscheidung. Zumindest was die Top-Hotellerie betrifft. Ich habe zwischen Kind 1 und 2 hier gearbeitet, aber so richtig gefallen hat es mir nicht. Und das war auch der Grund warum ich nach Kind 2 gekündigt habe (anstatt nach max. 10 Wochen zu Hause nach der Geburt wieder zur Arbeit zu gehen). Und dann kam das Bloggen…
Auf deinem Blog schreibst du über Design und Lifestyle für und mit Kindern. Arbeitest du mit all den Firmen und Labels, die du vorstellst, zusammen?
Nein. Sehr viel Inhalt finde und suche ich mir selber zusammen. Außerdem bin ich sehr wählerisch und es kommt nur auf den Blog, was ich selber gut finde. Inzwischen haben sich natürlich Kontakte entwickelt und meine Inbox ist gut beschäftigt, aber ich bin weiterhin sehr motiviert neue, unbekannte und „andere“ Sachen zu finden und vorzustellen!

Du bist eine der beiden Organisatorinnen der europäischen Blog-Konferenz The Hive, die dieses Jahr das 2. Mal in Berlin stattgefunden hat. Was hat dich und Yvonne motiviert, eine Konferenz auf die Beine zu stellen?
Zum einen der Kostenpunkt an einer Blogkonferenz in den USA teilzunehmen und zum anderen die Tatsache, dass es hier in Europa nichts gibt bzw. damals – im Oktober/November 2011 – nichts gab. Also: selber machen und die Lücke schliessen!

Welche Ziele verfolgt ihr mit The Hive? Und was ist eurer Traum für The Hive?

Wir wollen einen Trend setzen. Wenn es um Blogs in Europa geht, dann muss man The Hive kennen. Wir wollen Blogger zusammenbringen, aber auch Firmen zeigen, dass es ohne Blogs einfach nicht mehr geht und sie ernstgenommen werden müssen!

Traum? Momentan träume ich wirklich davon, dass es keine 2654 E-Mails braucht, um eine junge dynamische Firma davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, mit The Hive und Blogs zusammenzuarbeiten. Leider stößt man momentan noch an viele Grenzen altertümlicher Marketingideen. Das wollen und müssen wir ändern!

Und zum Schluss: Hast du ein paar Tipps für ein Wochenende mit Kindern in Amsterdam?
Ich verlinke mal ganz spontan hierhin!
Wo lässt es sich entspannt essen? 

Immer gut und inzwischen 4x in Amsterdam: Le pain quotidien

Welche kulturellen Highlights sind für Kinder und Eltern gleichermaßen spannend?

Der Zoo, das grad wieder eroeffnete Stedelijk Museum und das Anne Frank Haus.

Welche Läden sind deiner Meinung nach ein „Muss“? 

Für Kinder: Broer & Zus und für Eltern: Sukha

5 Comments

  • 6 Jahren ago

    ein feiner Einblick!

    Liebe Grüße von Margarete

  • 6 Jahren ago

    Danke fuer die lieben Worte in den Kommentaren ueber mir und danke fuer das interview und die schoene Gestaltung! P.

  • 6 Jahren ago

    herrje, da fällt mir ein: ich wohne schon viel zu lange am selben ort. früher waren nie mehr als zwei jahre am stück drinnen, aber jetzt … meine arme familie, mich packt gerade so richtig die umzugslust. danke für diese rückbesinnung und überhaupt für den schwung in diesem interview.

  • 6 Jahren ago

    das gefühl kenn ich iRgendwie. deR mut fehlt jedoch.
    wie schön, dass andeRe nicht Reden und tRäumen, sondeRn einfach tun.
    eine gute eRinneRung. tun.
    käthe.

  • 6 Jahren ago

    Danke, wie spannend, da packt einen auch die Reiselust! Schöne Grüße, Wiebke

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