Ein Blick hinter: mundart

Es ist das jüngste Blog, hinter das ich einen Blick werfe. Im Oktober hat sie sich ein Herz gefasst und hat ihre Ideen und Bilder ins Netz gestellt. Ich habe sie gesehen und war sogleich berührt. Die Rede ist von mundart. Maries kleines, feines Blog, hinter das sie uns heute einen Blick werfen lässt. Lieben Dank, Marie!

Today we glance at Marie from mundart. It´s the youngest blog I have ever featured here. I saw it and fall for it. Please have a look at mundart. It´s worth a visit.

Liebe Marie, magst du dich kurz vorstellen? Wer bist du? Woher kommst du? Wie alt bist du? Hast du Familie?
Ich stehe ganz knapp vor der 27 und komme aus Berlin. Wohnlich liebe ich Schwarz, Weiß und Holz. Aber auch punktuelle Farbtupfer. Ich mag es lieber reduziert. Brenne für Papierwaren und klare Linien. Frische Blumen und Stempel. Skandinavisches Design. Das Umland. Gemeinsames Kochen. Ich liebe die Jahreszeiten und Kerzen. Sonntag gibt es bei uns meist Gebackenes und Tatort. Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann los.

Dein Blog Mundart ist noch ganz jung. Was hat dich bewegt, ein eigenes Blog ins Leben zu rufen?
Meine Bildersammlung. Meine Freude am Gestalten und Anordnen. Die Idee, die Kleinigkeiten und Fotos irgendwo gebündelt zu haben und zu teilen. Lesen tue ich einige Blogs seit mehreren Jahren. Voller Faszination, meist nach der Arbeit, zum Abschalten. Dann war da der Tag, wo ich dachte: Los jetzt. Trau dich. Seitdem gibt es mein Blog.

Was hast du mit Mundart vor? Hast du einen Plan oder lässt du dich eher treiben?
Einen Plan habe ich nicht, ich lasse mich eher treiben. Ich verstehe mundart als eine Sammlung von Dingen, die mir Freude machen. Wenn ich andere damit inspirieren kann, umso lieber. Durch andere Blogs sind mir schon viele zauberhafte Sachen begegnet. Das hat mir schon so oft ein Lächeln geschenkt. Ich sehe das Bloggen somit auch als ein gemeinsames Teilen von Inspirationen.

Deine Bilder und Collagen sind so schön. Hast du beruflich etwas mit Bildern und/oder Bildgestaltung zu tun?
Nein, überhaupt nicht. Mein Vater fotografiert gerne und schon lange. Vor zwei Jahren habe ich mir dann auch eine Kamera gekauft. Ich habe das Glück, dass viele alte und gute Objektive meines Vaters auf meine Kamera passen und ich diese somit benutzen kann.
Die Collagen waren eigentlich gar nicht bewusst von mir gewählt, sondern sind im Laufe so entstanden. Ich mag es, Dinge anzuordnen und verzichte lieber auf eine Bilderflut einzelner Bilder. Um dann aber trotzdem die gewünschte Bildmenge zu zeigen, bieten Collagen eine tolle Möglichkeit.

Was machst du beruflich oder was hast du gelernt?
Nach dem Abitur habe ich Soziale Arbeit studiert. Als ich mit dem Bachelor fertig war, habe ich mich noch für den Master entschieden – berufsbegleitend. Die Abschlussarbeit fehlt mir aber noch. Die Verknüpfung von Studium und Arbeit hat mir meiner Meinung nach den ersten Schritt ins Berufsleben erleichtert – ich musste mich nicht abrupt vom Studentenleben verabschieden. Jetzt, seitdem ich 1 ½ Jahre arbeite, ist die Bedeutung des Studiums für mich aber eher in den Hintergrund gerutscht. Zur Zeit betreue ich als Sozialarbeiterin psychisch erkrankte Menschen in ihrem Alltag. Das Bloggen hilft mir auch, Abstand zu halten, denn ich kann dadurch gut abschalten. So sehr, dass ich meine Masterabschlussarbeit immer weiter hinausschiebe…ähm.

Du lebst in Berlin. Wie und wo und wie lange schon?
Geboren und aufgewachsen bin ich im eher ruhigen Berlin-Charlottenburg. Nach dem Abitur bin ich von Zuhause aus- und in eine WG gezogen, bevor ich vor 4 Jahren mit meinem Freund zusammen gezogen bin. Seitdem lebe ich in Mitte. Wir wohnen zu zweit in einer kleinen, jedoch wie ich finde feinen, Altbauwohnung. Ein Balkon fehlt mir manchmal. Aber wir wohnen nicht weit vom Park, wo es uns und Freunde oft zum Feierabend im Sommer hintreibt.

Was liebst du an dieser Stadt und was magst du gar nicht?
Ich liebe die Mischung. Das Zusammenleben unterschiedlichster Menschen. Die Vielfalt an Kulturangeboten. Manchmal ist mir Berlin aber auch einfach zu groß und ich bin leicht überfordert. Es gibt so viele verschiedene und schöne Orte und man kann logischerweise nicht überall gleichzeitig sein. Manchmal ist es ein bisschen wie in den Urlaub fahren, wenn man einen Tag mal da oder da verbringt.
Was ich derzeit nicht mag, ist das Ansteigen der Mieten und die damit verbundene Unsicherheit, evtl. auch aus der eigenen Wohnung ausziehen zu müssen. Und die Motzigkeit mancher Berliner/innen nervt mich manchmal.

Welche Orte zeigst du deinem Besuch, der noch nie in Berlin war?
Ich würde auf jeden Fall einen Spaziergang durch Mitte machen…
1. Ab in den Weinbergspark.
2. Ein Sandwich in der schönen Tucholskystraße bei BANBANBÈ.
3. Anschließend direkt gegenüber ins C/O Berlin in eine Fotoausstellung.
4. Pünktlich zum Sonnenuntergang auf die Brücke am Bodemuseum.
5. Danach auf einen Wein ins Alte Europa.

Was darf an Weihnachten nicht fehlen, damit es für dich ein rundum schönes Fest ist?
Heringssalat (ich esse sonst nie Hering), ein Familienrezept meiner verstorbenen Großeltern, an die ich wunderbare Erinnerungen habe. Echte Baumkerzen. Und das alljährlich schöne Familienchaos.

Welche Weihnachtsdekoration ist ein Muss für dich?
Ein kleiner Stern im Fenster. Mistelzweig.

Was wünscht du dir für 2013?
Zeit für Dinge, die mir Freude machen. Gar keine Zeit, für die Dinge, die belastend sind. Zuversicht, Gesundheit und Mut. Und irgendwo insgeheim wünsche ich mir auch, die Masterarbeit abzuschließen.

8 Comments

  • 7 Jahren ago

    schön..danke euch beiden..

  • 7 Jahren ago

    Toller Blog. Wieder eine Bereicherung. Danke liebe Indre.
    LG Yna

  • 7 Jahren ago

    ich bin völlig begeistert!
    vorher schon und jetzt noch mehr!

  • 7 Jahren ago

    Da schaue ich auch immer gerne vorbei, vielen Dank! Wir wohnen im selben Viertel und so würde mein Spaziergang durch Mitte ganz ähnlich ausfallen. Schön, mal einen etwas anderen Blick darauf zu haben und die Mundart Bilder gefallen mir sehr! Schöne Grüße, Wiebke

  • 7 Jahren ago

    Das sieht aber gut aus. Da muss ich in der Mittagspause gleich mal rueberflitzen und lesen. Vielen Dank!

  • 7 Jahren ago

    Liebe Indre.
    So sprachlos.
    DANKE dafür!

  • 7 Jahren ago

    Ich mag den Blog von Marie auch total gerne… genau mein Stil!

    Liebe Grüße…

    Birte

  • 7 Jahren ago

    Sehr schöne Vorstellung, vielen Dank dafür!
    LG, mella

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