Sprungbereit. Oder: M i MAs Herbstmode

Am Sonntag habe ich die Daunenjacke getragen. Zum ersten Mal seit vielen Monaten. Sie war gerade warm genug. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Herbst endgültig da ist – ein paar Tage vor Termin (der ist dieses Jahr am 23. September). Eigentlich könnt’s mir recht sein. Ich mag den Herbst (wie Okka) mit seinen warmen Fast-noch-Sommer-Tagen, den tiefgrauen Regen- und winterweisenden Kältetagen. Ich mag seine Farbenwälder, seine pathetischen Sonnenaufgänge und imposanten Wolkenspiele. Und dieser Duft! Jene Mischung aus tiefen Laub- und hohen Luftaromen akustisch untermalt vom Trompeten der Kraniche, das Fernweh und Heimweh gekonnt in sich vereint. Dazu Kürbissuppe und Vivaldi – zwei Klassiker, die ich im Herbst gleich noch mal so gern hab. Aber bin ich, wie Stephanie, wirklich schon herbstbereit? Ich weiß nicht recht. Irgendwie häng ich noch an diesem hitzköpfigen Sommer 2015.

Vielleicht würden mir ein paar Dinge den Übergang erleichtern. Ein Schal gegen den dicken Hals und die volle Nase etwa. Eine Mütze gegen’s Abheben und ein Mantel für die Geborgenheit. Ein Paar Boots, das seinen Namen verdient und dieses Lied fest in meinem Ohr verschraubt. Ein unscharfer Wollpulli für die Gelassenheit und eine weite Hose für die Bequemlichkeit. Ja, so verpackt, könnte ich den Sprung vom Sommer in den Herbst schaffen.

1 Comment

  • sigried
    2 Jahren ago

    Ich habe heute auch zum ersten Mal in diesem Jahr eine warme Jacke an, ich persönlich finde das irgendwie schade. Ich mag den Sommer.
    LG

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