KW 47 #radikalhoffen

Zitat der Woche

»Das Narrativ darüber, wer ‚wir‘ ist, was eine Gesellschaft ausmacht, wird die Menschen nicht zusammenhalten, wenn zu diesem Narrativ nicht auch das gehört, woran dieses ‚wir‘ gescheitert ist.« 

Jagoda Marinić

Bilder der Woche


Liste der Woche

Während die Welt in rasantem Tempo eine neue, noch unbekannte Gestalt anzunehmen scheint, versuche ich meine zuweilen überbordende Phantasie zu zügeln und die Hoffnung auf eine gute Wendung zu radikalisieren. Wie? Unter anderem so:

Wie oder womit gelingt es euch, euch von der allgemeinen Unsicherheit nicht allzu sehr verunsichern zu lassen?

6 Comments

  • 2 Jahren ago

    Ganz ehrlich, liebe Indre, mir gelingt das gar nicht, vor allem wenn dann noch die Unsicherheit der persönlichen Situation hinzukommt. Was hilft, sind (manchmal zufällige) Gespräche mit Menschen, die das Gemeinsame, die Gemeinschaft im Blick haben und sich um sie sorgen. Lichtblicke, wenn man sie gar nicht erwartet. Denn es gibt sie, wenn man genau hinguckt.
    Und: Arvo Pärt. Danke, dass du mich erinnert hast. Ich liebe seine Musik und seine Heimat, habe schon zu lange nichts mehr von ihm angehört. Ganz lieben Gruß von Maria

    • M i MA
      2 Jahren ago

      Liebe Maria, auch mir hilft vor allem der Austausch mit Menschen – und die Erfahrung, dass viele vieles tun, um unsere Wertebasis zu stärken. – Wollen wir mal einen Kaffee/Tee/Wein trinken gehen? LG I.

  • 2 Jahren ago

    Es gelingt (zumindest zeitweise), wenn ich mir mein Leben und das meiner Nachbarn anschaue, durch die Stadt laufe und mich dort umsehe und mir ganz konkret die Frage stelle, was sich in meinem Umfeld spürbar zum Negativen verändert hat… oder eben nicht. Das relativiert die Verunsicherung.
    Eine Veränderung ist mir aber Gestern doch aufgefallen, als ich zusammen mit weiteren genervten Patienten eineinhalb Stunden in einem überfüllten Art-Wartezimmer saß. Man hätte erwarten können, dass sich die Stimmung negativ aufläd. Das tat sie aber dank einer positiven Kettenreaktion nicht. Es begann mit einer Frau, die aufstand, um einem gehbehinderten Mann die Tür aufzuhalten, ging weiter mit einem jungen Mann, der einer älteren Frau den Wind aus den Segeln nahm, als die über zwei sehr umtriebige Kleinkinder einer nicht Deutsch sprechenden Mutter meckerte, setze sich fort mit einem Migranten, der die Krücken eines alten Mannes aufhob und ging so weiter, bis das Wartezimmer leer war. Toleranz und Hilfsbereitschaft ist offensichtlich ansteckend – das hat mir Mut gemacht und ist zugleich großer Ansporn.
    LG, Katja

    • M i MA
      2 Jahren ago

      Danke, liebe Katja! Es sind diese kleinen Geschichten aus dem Alltag, die Mut und mutig machen. Davon sollten wir viel mehr erzählen, laut und schön. LG I.

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