M i MA zügelt: Von Landsatelliten und Mikro-Häuschen

Topanga Cabin by Mason St. Peter
Kaum sind die Planungen für die Wohnung abgeschlossen, fange ich schon wieder an zu planen – oder besser zu träumen. Von einem kleinen Haus auf dem Lande, in das ich fliehen kann, wenn ich der Großstadt einmal überdrüssig bin. Ein Landsatellit sozusagen. Er muss gar nicht groß sein. Ein Bett, ein Tisch, eine Kochstelle – das würde vollkommen ausreichen. Auf der Suche nach einem solchen ‚Mikro-Landhaus‘ habe ich ganz wunderbare Beispiele gefunden. Die ‚einfachen‘ mag ich am liebten. Sie erinnern mich an das Spielhaus, das mein Vater für uns Kinder zimmerte. Heute hätte ich große Lust, mir selbst so ein Häuschen zu bauen. Und ihr?

Topanga Cabin by Mason St. Peter
aus: Hide and Seek | via Gestalten
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Minihouse

17 Comments

  • 5 Jahren ago

    Ganz in meiner Nähe. Holz.Bau.Wagen. Interessant und auf der Suche nach einem Feriendomizil. Danke für die Infos.

  • 5 Jahren ago

    Der Ort, an dem so eine kleine Schmuckschatulle steht, ist ja ebenso riesig entscheidend, also die Landschaft drumherum. Zu zu gläsern darfs mir nicht sein, es soll ja noch beschützen, das Heim. Mein liebstes deiner liebsten ist somit Nummero 1… schöne Blogpause, Indre…

  • 5 Jahren ago

    Hammer!! So nice! Allerdings steht und fällt das Häuschen mit dem Ort an dem es steht (stehen darf!) . Aber wenn du so was findest, am See…. einsam…. (da musst du wahrscheinlich in Canada ein Grundstück erwerden…)

    liebe Grüße von Ellen

  • 5 Jahren ago

    Och, so ein Landsatelit ist eine super Idee.
    Da schließe ich mich gerne an.
    Fehlt mir nur noch das Stückchen Land dazu.
    Die Vorschläge, die du geliefert hast, sind jedes für sich ein Leckerbissen.
    Wie gerne würde ich da das ein oder andere annehmen.

    Träumende Grüße
    Andrea

  • 5 Jahren ago

    und ich wünsche mir hin und wieder einen stadtsatelliten
    wenn jetzt dein und mein zuhause nicht so weit auseinander wären
    könnten wir ab und an einfach einen wohnungstausch machen

    aber wenn du einen planer für deinen landsatlliten brauchst
    gib bescheid ; )

    • 5 Jahren ago

      oh, das mache ich. unbedingt!

  • 5 Jahren ago

    liebe Indre. zuerst: ooo ja. vielleicht auch zum mitnehmen oder einfachen ab- und wieder aufbauen. dann kommt das aber: ist dann irgendwann die welt voller zweitwohnungen für das neue bildungsbürgertum, das es sich leisten kann, arbeiten und leben so konsequent zu trennen, dass es beides auch partout nicht vereinen mag – und dabei die landschaften aufteilt in orte zum arbeiten/wohnen und erholen/leben? warum ist es so wichtig, eigene vier wände zu haben, aus denen mensch direkt ins "freie" treten kann – und gleichzeitig im dritten stock zu wohnen innerhalb eines "gut funktionierenden netzwerkes" an scheinbar benötigtem? – es ist schwer, sich den bildern und ihrer wunderbar vermittelten atmosphäre von freiheit und geborgenheit zu entziehen – aber ich kann sie bei genauerem nachspüren nur als ausdruck (auch von meinen) von symptomen sehen.

    • 5 Jahren ago

      Gute Fragen. Wie immer von dir 😉 — und ich bin froh, dass das Tagträumen zumindest in dieser Hinsicht folgenlos bleibt.

    • 5 Jahren ago

      ja…. ich hab dann auch gemerkt, dass ich das wörtchen "träumen" vielleicht etwas überlesen hab – was aber vielleicht einfach daran liegt, dass dein beitrag wieder voll ins schwarze getroffen hat 😉

    • 5 Jahren ago

      In deiner Kritik (smörebröd) vergisst du, dass dieses Bedürfnis nach Trennung kein Auswuchs fehlgeleiteter moderner Gesellschaftsentwicklung ist. Es ist ein Phänomen der Industrialisierung, zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten und wird durch Konzepte wie etwa den englischen Gartenstädten oder auch mit den Kleingärten in die Realität umgesetzt….bleibt also nicht begrenzt auf eine Gesellschaftsschicht und lässt auch nicht die andere außen vor.

    • 5 Jahren ago

      nein, da hast du recht, es ist nicht auf ein milieu begrenzt, das phänomen. aber ich glaube nicht, dass es sich durch alle milieus durchzieht. für mich hat ein wochenendhäuschen ebenso mit luxusproblem wie mit existentiellen überlegungen zu tun. die frage, was so eine trennung mit der lebenssituation, mit einer lebenshaltung und dann mit jener von meinen mitbewohnern macht, stellt sich heute aber auch schon nochmal anders (siehe schweiz, wo teilweise orte eine "ferienwohnungsbausperre" einführen gegen die verwahrlosung von landstrichen ausserhalb der ferien, aber auch siehe berlin, stichwort gentrifizierung). ich würde mich auch hüten, von fehlleitung pauschal zu sprechen – mich beschleichen einfach zweifel, wie befriedigend oder sogar glücklich machend so eine trennung in der städtischen struktur wirklich ist.

    • 5 Jahren ago

      Was für eine spannende Debatte sich hier entspinnt! Die Frage nach der Trennung von Arbeit und Leben und wie gut sie wirklich ist, treibt mich auch gerade um. Auf verschiedenen Ebenen. Das Land(haus)bedürfnis ist vielleicht ein Ausdruck davon. In meinem Fall aber eher Ausdruck eines Bedürfnisses, das typisch ist für Stadtmenschen (oberhalb der untersten Armutsgrenze). Auch das kein neues Phänomen, sondern eines, das um die Industrialisierung herum erstmals als Massenerscheinung entsteht. Die Frage ist, was wir heute daraus machen.

    • 5 Jahren ago

      ja, das denke ich auch: was wir heute daraus machen ist die entscheidende Frage. oft beschleicht mich der Eindruck, dass es bei den wochenendhäuschen eher um Konsumation geht und weniger um einen offenen, freien Raum, der wieder rückwirken könnte auf den städtischen Raum. und dass das anonyme Individuum des städtischen Raumes auch seinen anonymen, individuellen Wochenendraum beansprucht, hat seinen Zweck ja eher im Erholen für die Arbeitskraft… das, was wir gewinnen an so einem freien, kleinen ruhigem Ort bleibt so begrenzt als privat.

  • 5 Jahren ago

    wundervoll! schon beim ersten bild musste auch ich an das häuschen denken, welches unser vater für uns gebaut. wir haben es geliebt. schöne beispiele hast du gefunden und warum nicht selbst eines bauen? schöne grüße, wiebke

  • 5 Jahren ago

    liebe Indre, wow, was für Schönheiten du aufgetan hast! Diese kleine Oase in der Natur fehlt mir im Großstadttrubel auch sehr oft. Am liebsten würde ich direkt Häuschen Nr. 3 nehmen, das ist genau nach meinem Geschmack. Also lass uns träumen und planen, das tut gut. Liebe Grüße, Theresa

  • Anonym
    5 Jahren ago

    Liebe Indre,
    die Bilder haben mich an dies hier erinnert: http://www.archdaily.com/7638/final-wooden-house-sou-fujimoto/
    In Bielefeld steht seit einer Fujimoto-Ausstellung auch so ein final wooden house und es ist sehr schön, atmosphärisch.
    Herzlich grüßend
    Almut

  • 5 Jahren ago

    Oh ja, wäre ich dabei! So einen kleinen Rückzugsort weiter draußen zu haben, ist ein schönes Träumchen. Mir gefällt vor allem das letzte Häuschen bzw. eher dessen vorzügliche Lage. Aus der Veranda könnte man so schönes machen!
    Liebe Grüße ♥
    http://behindthecomfortzone.blogspot.com/

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