M i MA zügelt: Das Kinderzimmer. Oder: Bilder machen Räume.

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Bilder machen Räume: The Rope Dancer (c) Jan von Holleben via ‚Kleine Sammler‘
Das Kinderzimmer habe ich hier noch gar nicht thematisiert. Dabei ist es nicht nur eines der wichtigsten, sondern auch der anspruchsvollsten Räume. Kein anderes Zimmer muss so flexibel und wandelbar sein wie das Kinderzimmer: Erst muss es den Bedürfnissen eines Babys, dann eines Kleinkinds und nur ein paar Jahre später denen eines Kindergartenkindes gerecht werden, das als Schulkind schon wieder neue Anforderungen an sein Zimmer stellt. Die nächsten sechs, sieben Jahre sind vielleicht etwas ruhiger, doch spätestens die Pubertät wälzt dann alles um: das Kinderzimmer wird zum Jugendzimmer. Worauf müssen wir bei der Planung des Kinderzimmers also achten?
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Auf der Suche nach Antworten habe ich mir die Entwicklung von Mas Kinderzimmer angeschaut. Bett und Spielzeuge haben sich – das ist weniger überraschend – im Laufe der Zeit geändert. Auch das ein oder andere Interieur, wie Deckenlampe, Gardinen oder Teppich, wurde ausgetauscht. Aber da ist noch was: die Wand. 
Sie ist und war immer weiß. Weder Tapete, noch Farbe oder Wandmalereien haben jemals Eingang in Mas ‚Reich‘ gefunden. Verhindert hat es meine Angst vorm Sattsehen. Was ist, wenn wir das Tapetenmuster nach kurzer Zeit nicht mehr mögen oder die Wandfarbe über haben? Nichts ist schlimmer als Tapeten von den Wänden zu pulen! Und auch Streichen zählt nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Also habe ich auf eine flexiblere Art der Wandgestaltung gesetzt: die Bebilderung.
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Mas Zimmer im Wandel
Bilder machen nicht nur Räume, sie regen auch die Phantasie an. Ma schaut sich die Bilder in ihrem Zimmer immer wieder an, und jedes Mal kommt sie auf neue Ideen und Gedanken: ‚Wer ist der Löwe? Ist er ‚der glückliche Löwe‚ oder ist er traurig? Kann er die Räuber verjagen, die nachts unter meinem Bett lauern oder erschreckt er meinen Schutzengel? Lebt er in Afrika oder im Berliner Zoo?‘ Auch darum werde ich im neuen Kinderzimmer wohl auf diese Art der Wandgestaltung setzen. Oder bin ich vielleicht zu ängstlich? Sollte ich doch mal über Tapete, Farbe oder Wandmotive nachdenken? Was meint ihr dazu? Aber es gibt so viele wunderbare Bilder für Kinder. 
Eine ‚Bildquelle‘ möchte ich heute vorstellen und ausdrücklich ans Herz legen: die Kleinen Sammler aus Potsdam. Wenn ihr Kunst fürs Kinderzimmer und/oder ein Geschenk für Kinder ohne Verfallsdatum sucht, dann werdet ihr hier fündig. Die Galerie bietet Bilder und Editionen von zeitgenössischen Künstler/innen, an denen man sich einfach nicht sattsehen kann – ganz egal ob ‚klein‘ oder ‚groß‘. Kein Wunder, denn das Galeristen- und Elternpaar hat jedes der von ihnen ausgewählten Bilder von einer ausgewiesenen Expertin auf seine Kindertauglichkeit überprüfen lassen: ihrer fünfjährigen Tochter. Jeweils eine Woche hängten sie das Bild in ihrem Zimmer auf. Wollte sie es danach unbedingt zurückhaben, hatte es sich für die Kleinen Sammler qualifiziert. 
Mich sprechen vor allem die Arbeiten von Jan von Holleben an. Ma hingegen liebt die Illustrationen von Tanja Székessy. Welche Bilder gefallen euch am besten? 
Übrigens könnt ihr der Galerie auch Künstler/innen vorschlagen, deren Arbeiten ihr in der Sammlung der Kleinen Sammler vermisst oder euch mit euren eigenen Arbeiten bewerben.
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obere Reihe: Jan von Holleben | untere Reihe: Tanja Székessy

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Bei meinem Wohnabenteuer werde ich von verschiedenen Partnern begleitet, die mich mit Rat und Ressourcen unterstützen. Wer, wie und was erfahrt ihr hier.

6 Comments

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,
    mir geht es da wie Dir, ich setze an der Wand auch auf dezente Farben und gestalte mit Bildern und Akzenten, bei denen die Kinder absolut Mitbestimmungsrecht haben. Zumeist stellen wir Kunstwerke der Kinder schön gerahmt auf die flexible (gleiche) Bilderleiste…
    Zur Zeit, wie auch bei mir gestern :-))) Thema Kinderzimmer umgestalten "Piraten ahoi"…
    Liebe Grüße
    Kebo

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,

    ich musste gerade wieder ein wenig schmunzeln, denn unsere heutigen Posts treffen sich an einem Punkt, dem Kinderzimmer.
    Und während du die Farbe an der Wand scheust und stattdessen lieber mit Bildern ein Bunt ins Zimmer bringst, war ich auf Wunsch meines großen Monsieurs mehr als mutig und habe eine Wand in knalligstem Orange gestrichen. Denn die Kommentare meines damaligen Posts zum Wunsch des großes Mannes haben mich letztenendes überzeugt und ich bin seinem Willen gefolgt, sich eine solch starke Farbe ins Zimmer zu holen. Und glaub mir, es brauchte lange, bis ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte. Und selbst beim Öffnen des Farbeimers musste ich mich noch fleißig in Überwindungskünsten üben.
    Aber: Mein großer Vorteil ist – ich streiche gerne! Und so begann schon mit den ersten Pinselstrichen die Vorfreude auf das neue Zimmer, auf die Veränderung UND vorallem die Freude, die mein Sohn empfinden würde, wenn er sein neues Reich in Besitz nehmen würde.
    Da ich solche Arbeit immer an den kinderfreien Wochenenden durchführe, ist es am Heimkehrtag der Jungs dann um so schöner zu sehen, wie wohl sie sich im neuen Heim fühlen.
    Und diese Freude in seinen Augen, als er heimkam, die war alle Überwindung meiner Hornbachorangeaversionen wert.
    Demnächst ist noch des kleinen Mannes Zimmer dran, wobei er es mir leicht macht. Er wünscht sich mein Liebslingsgrün an eine Wand.

    Wenn du dich also schwer tust mit der Farbe, dann bleib beim Weiß oder einem neutralen Grauton (ich finde ja immer, die Bilder wirken auf Grau noch schöner, als auf Weiß) und leg dir immer wieder neue Bilder zu. Genau so hab ich es auch gemacht, als meine Jungs in Mas Alter waren. Und sollte Ma dann irgendwann auf den Gedanken kommen, doch eine Wand farbig haben zu wollen, dann setze auf den pädagogisch nach oben gerichteten Daumen und streich sie i der gewünschten Farbe. Ich glaub, dass tut den Kindern gut, auch wenn es uns Eltern so manche Überwindung kostet. 🙂

    Liebe Grüße
    Katja

    • 5 Jahren ago

      Liebe Katja,

      ja, deine Malaktion habe ich gesehen und bewundert! Und ja: du hast recht, wenn Ma sich Farbe wünscht, werde ich diesem Wunsch nachgehen. Das Ergebnis deiner Malaktion überzeugt. Und noch in einem Punkt gebe ich dir recht: grau ist viel schöner als weiß. Und darum planen wir auch, statt weiß ein helles, warmes grau.

      Ach, wenn es nur schon so weit wäre … ich würde es so gerne mit euch teilen… naja, der Zeitpunkt wird kommen. Ich übe mich in Geduld.

      Herzlich
      I.

  • 5 Jahren ago

    Die Reihe von Jan von Holleben ist einfach toll!

  • 5 Jahren ago

    Liebe Indre,

    ich kann nur für mich sprechen: Ich habe definitiv „Mut zur Farbe“ und das auch nie bereut. Bisher habe ich mich noch an keiner Farbe schnell satt gesehen. Es käme also vielleicht mal auf einen Versuch an, denn auch auf eine farbige Wand kann man Bilder hängen.

    Für Tapete habe ich dagegen überhaupt nichts übrig. Ich liebe Bilder an den Wänden und gemusterte Tapeten schränken mich da einfach zu sehr ein. In einem Kinderzimmer könnte auch eine Wand mit Tapete schön sein und wenn die Tapete selbst glatt und zudem richtig gut angebracht ist, kann man sie bei Bedarf auch einfach überstreichen, ohne sie abnehmen zu müssen.

    Ich bin gespannt, wie ihr euch entscheidet. Dass ich keine Kinder habe, weißt du ja sicher schon 🙂

    Ward ihr übrigens schon in der Ausstellung, in der die Kinderbilder zeitgenössischer Künstler ausgestellt sind?

    Paperworlds. Kinder- und Jugendzeichnungen zeitgenössischer Künstler
    me Collectors Room Berlin, Auguststraße 68, Mitte
    Di–So 12–18 Uhr, 21.Januar.–6.April.

    Viele Grüße (derzeit aus Berlin)

    Rebekka

    • 5 Jahren ago

      Liebe Rebekka, danke fürs Mutmachen und den Hinweis zur Ausstellung. Ich hoffe, wir schaffen es noch bis April. LG I.

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