KW 34 #zurück

Nach drei Wochen endlich lichtet sich das Gefühl der Anstrengung, lässt die schönen Momente aufscheinen, von denen es auf dieser Reise mindestens ebenso viele gab wie Tiefschläge und Schlaglöcher.

Noch haben sich die vielen Eindrücke nicht gesetzt, wirbeln herum wie Glitzer in einer Schneekugel, entziehen sich jeder Erzählung – etwa von der im Wortsinn erschütternden Fahrt nach Omalo – im tiefsten Nebel, der Angst in 2.800 Meter Höhe, dem Staunen im Angesicht der überreich gedeckten Tafeln und überbordenden Gastfreundschaft, von den Begegnungen mit einer jahrtausendealten Kultur, die sich in so ganz alltäglichen Handgriffen offenbarte, von meiner Verlorenheit in der Wüste Garedscha und der Hässlichkeit Batumis, vom langsamen Eintauchen in den Klang einer fremden Sprache (არა, არა| ara, ara – »Nein, nein, …«) oder der seltsam berauschenden Gleichzeitigkeit von Vertrautheit und Fremdheit.

»Uralte Nation […]; russischen, türkischen, persischen Einflüssen unausgesetzt unterworfen, in eine der herrlichsten Landschaften unserer Erdkugel eingepflanzt, berühmt durch Lieder und Legenden und doch beschämend unbekannt uns Europäern.« Stefan Zweig

Ich suche noch nach den Worten, mit denen ich von unserer Reise erzählen könnte. So ende für heute nur mit einer kurzen Liste aus dem Hier und Jetzt – und guten Wünschen fürs Wochenende.

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