Anders ist nicht gleich schlecht/er

Die Krise der Institutionen und der Reformstau in diesem Land ist sicher nicht allein, aber auch auf die Haltung sogenannter Entscheider/innen zurückzuführen. In vielen staatlichen und öffentlich-rechtlichen Organisationen (und nicht nur dort) gilt – anders als es Image-Kampagnen erzählen – das Prinzip Machtfixierung. Nicht die vielgelobte Sachorientierung und noch weniger die allseits geliebte Nutzer*innenzentrierung.

In der Regel bleibt das machtzentrierte Gebaren unsichtbar – es heißt ja „gläserne Decke“. In der Bundesagentur für Arbeit zeigt es sich gerade ganz offen als Beton. Betroffen ist – huch! – die erste und einzige Frau an der Spitze. Sie könne es nicht, sagen ihre Gegner. Stimmt nicht, sagen viele andere. Meine Vermutung: Sie macht es anders als die „Old Boys“. Und anders ist für die gleich schlecht. Das ist schlecht.

Genug gemosert. Schönes Wochenende!


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Blick aus meinem temporären mobilen ruralen Büro

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Zitat der Woche

Dass Männer sich fast nie auf Frauen beziehen ist auch ein Grund, warum Wissen von Frauen selten kanonisiert, nicht zum „Mainstream“ wird. Und jede Frauen*generation wieder von vorne beginnt. Z.B. damit, sich das Wissen/Expertise von Frauen mühselig zusammenzuklauben.

Franziska Schutzbach

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