KW 1/2 #ErsteLearnings

Zwei Wochen ist das neue Jahr nun alt – und zeigt sich bisher grandios unspektakulär. Meine ersten Learnings:

  • War es 2017 noch ein notwendiges Übel »auf Sicht fahren« oder »im Nebel stochern« zu müssen, ist es 2018 bereits alltägliche Routine.
  • Man kann auch ohne neue Regierung gut arbeiten {in mancherlei Hinsicht beinah besser, weil’s keine rechtlichen und strukturellen Neuregelungen gibt, die grundsätzlich viel Arbeit machen}.
  • Wenn der linke Flügel der SPD sich der Linkspartei und der rechte der CDU anschließen würde, hätte das beteiligungsorientierte Leiden ein schnelleres Ende {die gute alte Sozialdemokratie leider auch}.
  • Der Trend zum undifferenzierten Denken hält auch 2018 an. Der noch amtierende Verkehrsminister hat auf dem Gebiet eine eigene Disziplin entwickelt – »Dobrindten« ist das neue »Lindnern«.
  • Das junge Jahr bestätigt die alte These von der handlungsleitenden Wirkung der Sprache: Aus dem »Das-wird-man-ja-nochmal-sagen-dürfen« wird sukzessive ein »Das-wird-man-ja-wohl-mal-tun-dürfen«.
  • Bestätigt wird auch die alte Floskel »Man gewöhnt sich an alles«: Das Gezwitscher grenzdebiler Politiker*innen löst immer weniger Empörung aus {ob’s anders nicht besser wär‘? Ich weiß es nicht.}.

So großartig ungewöhnlich wie in der großen ging’s auch in meiner kleinen Welt zu. Mehr dazu in der obligatorischen Liste, mit der ich allen einen guten Start ins Wochenende wünsche.

Blume vorm Fenster

  1. GESEHEN: wie Elefanten fühlen
  2. GEHÖRT: Aleb {Yasmine Hamdan}
  3. GELESEN: über die Hinterlassenschaften der 1968er Jahre
  4. GELERNT: Gute Führungskraft zu sein und »gute Arbeit« zu gewährleisten, ist und bleibt eine Herausforderung. Jeden Tag aufs Neue.
  5. GEFRAGT: Wie man sich offenbart, wenn man sich nicht offenbaren will. Und: Wo ist die coole »muslimische« Jugend hin?
  6. GEFREUT: auf diese schöne Ferienwohnung
  7. GEDACHT: »Die große Gefahr, die diesem Land droht, ist nicht eine absolute Mehrheit der AfD. Die Gefahr ist, dass rechtsextreme Erzählungen sich schleichend in die Mitte ausbreiten.« Denn: »Populisten machen, mit einigen Ausnahmen, keine Politik. Sie haben aber in den letzten zehn Jahren darüber bestimmt, worüber wir sprechen und wie wir darüber sprechen.«
  8. GEMACHT: eine interne Design-Thinking-Weiterbildung und eine Info-Veranstaltung zum neuen Verkehrskonzept im Samariterkiez vorbereitet
  9. GEMOCHT: das jüngste Projekt von Studio Oink {wie alle anderen auch}
  10. GESUCHT: die schnellste Verbindung nach Bad Wurzach {schnell gibt’s nicht}.
  11. GEFUNDEN: ziemlich coole Food-Deko-Tipps
  12. GEFALLEN: Schule sollte auch ein Versuchslabor sein
  13. GEZWEIFELT: an der Behauptung, es gäbe keine Probleme, nur Herausforderungen.
  14. GESTAUNT: dass Obdachlosigkeit immer mehr Menschen, Milieus und Schichten {be}trifft.
  15. GEWÜNSCHT: eine Neuprogrammierung der Stadt
  16. GEKLICKT: nach Georgien
  17. GEPLANT: unvergleichlich {wollt ich doch längst schon gesehen haben…}

2 Comments

  • Kerstin
    2 Jahren ago

    Ach Föhr, die unaufgeregte Insel. Das Museum Kunst der Westküste hat wohl eine interessante Ausstellung in Vorbereitung. Eine Runde Kerzenziehen in der Kerzenscheune in Nieblum ist nett mit Kindern. Vogelformationsfliegen zum Staunen gibts im Spätsommer beim Sonnenuntergang in Utersum. Der Strand in Goting ist klein aber fein. Das Café Klein Helgoland ist Friesland satt. Ach ja, und das Alte Landhaus in Nieblum macht satt in unaufgeregt schön.
    Schade, dass unsere Ferienwohnung in Alkersum dieses Jahr ausgebucht war. Dann eben nächstes Mal.
    Einfach weiterfreuen…

    • M i MA
      2 Jahren ago

      Oh, 1.000 Dank für die schönen Tipps!

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