KW 41 #Mieselsucht* – oder: Wie ich lernte, die Nörgler*innen zu lieben.

»Jeder Mensch hat ein Recht auf schlechte Laune. Das sollte man in die Verfassung aufnehmen«, befand der belgische Schriftsteller Georges Simenon, denn heute kann man kaum noch in Ruhe schlecht gelaunt sein.«

Andrea Gerk | berlinqualifizierte Mieselsucht*-Expertin

*Mieselsucht, die / österreichisch [ˈmiːzəlˌzʊχt] / Miesmacherei, Kritiksucht
→ 
Lesetipp: Psychoanalytiker Felix de Mendelssohn über die österreichische Seele.


Immer wieder wunderbar, das Selbstverständliche nackt zu betrachten, befreit von allen Wertungen, Deutungen und Vorurteilen. Es zeigt sich jedesmal in ungeahnter Schönheit. … oder wie ich lernte, die Nörgler*innen zu lieben. 😉

  1. GESEHEN: Die Angst des Wolfs vor dem Wolf {Juliane Jaschnow}
  2. GEHÖRT: »Warm Love« von Joan Armatrading {hatte ich fast vergessen und dann lief es plötzlich im Radio und katapultierte mich direkt ins Jahr 1989 – Musik ist wie Madelaines}
  3. GELESEN: über Blockchain und wie es unser Denken revolutionieren könnte/wird
  4. GEWESEN: im Ahoy! Berlin
  5. GEGESSEN: im dada Falafel
  6. GELAUSCHT: Franziska Schutzbach über Anti-Genderismus auf der Tagung »Menschlich bleiben – antifeministische Angriffe auf die Soziale Arbeit« {spannende Analyse}
  7. GEFRAGT: wie digitale Geschäftsmodelle im Bildungssektor funktionieren könnten {kennt ihr welche?}
  8. GEDACHT: Es wird kalt. Jetzt müssen wir erst recht helfen.
  9. GELACHT: über Celeste Barber {mal wieder großartig.}
  10. GEMACHT: Maronisuppe
  11. GEMOCHT: Rikes Haltung zur »Schönheit«
  12. GEFUNDEN: kluge Gedanken und vernünftige Vorschläge zu einer neuen Zuwanderungspolitik
  13. GEFALLEN: das Lob der schlechten Laune {Radiofeature | Buch}
  14. GEFREUT: aufs {Wend-}Land
  15. GESCHMUNZELT: über Flower Power siegt über Gutsherrinnenart
  16. GEÄRGERT: darüber dass ich zurzeit nur 2x in der Woche zum Laufen komme – Sa und So.
  17. GEHOFFT: dass die Worte Guy Verhofstadts {Fraktionschef der Liberalen im EU-Parlament} sich doch noch verfangen und Ungarn die längst überfällige Entscheidung trifft.
  18. GEPLANT: ein Town Hall Meeting mit Expertinnen und Experten
  19. GEKLICKT: StraßenBLUES und trendblock

Foto: Lando Jansone

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3 Comments

  • 2 Jahren ago

    Ja, manchmal bin ich auch eine Miesnikerin. Und darin bin ich niemandem böse, ich will dann nur in Ruhe gelassen werden und werde erst grimmig, wenn das nicht respektiert wird. Ich finde auch, dass jeder das Recht auf schlechte Laune hat. Und auf Weltschmerz, denn auch der braucht manchmal Raum, ohne zerredet zu werden.

    Herzlich, Katja

  • Hazel
    2 Jahren ago

    Mein österr. Wörterbuch übersetzt: miedelsüchtig, zu mhd miselsühtic = aussätzig, zumisel – Aussatz, 1. kränklich, schwach, 2. schlecht gelaunt. Im Wörterbuch von H.C. Artmann: depressiv. In einam anderen Wb: schlecht gelaunt
    Es fehlt: der Miesnik. Steht zwar in keinem meiner Wörterbücher, ist in Ö aber durchaus verbreitet, weniger das Wort als der Typus.

    • M i MA
      2 Jahren ago

      Sehr schöne Bezeichnung: der Miesnik / die Miesnikerin 🙂

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