KW 35 #barrierefreiesglück

Verdammtes Glück

Als ich durch diese gottvergessene NPD-plakatierte Plattenbausiedlung ging, … als ich mit Sack und Pack und Kind und Kegel den liftfreien Bahnhof erklomm, … als mir die mütterliche Frustration wie schlechter Atem entgegenschlug, … als ich mit zwei fröhlichen Kindern im weißhäutigen Seniorenbad aufschlug, … als ich über die Transgender-Frau las, die in der CSU Fuß fassen will, … da wusste ich wieder, welch verdammtes Glück ich habe.

Zufällig normgerecht

In meiner Kindheit herrschte vielleicht die Depression, nie aber Resignation: Man glaubte an das Wunder der Bildung.

Treppen sind für mich kein Hindernis, Sprachbarrieren eine Urlaubsbekanntschaft und taube Ohren eine Trotzreaktion.

Die Mutterrolle war für mich nie eine Endstation.

Meine Haut ist regionalnorm pigmentiert. 

Mit der Weiblichkeit konnt‘ ich mich arrangieren; in meinem Körper ein leidliches Zuhause finden.

Ein Glückskind bin ich. Andere nicht. Fair ist das nicht. 

Drum möcht‘ ich die Schwelle zum Glück bis unter den Meeresspiegel senken – auf dass es alle Leben flute. #barrierefreiesglück


… und die Liste

In diesem Sinne wünsche ich allen ein glückliches Wochenende mit der obligatorischen Liste. Die enthält heute einem kräftigen Schuss Moskau {als kleiner Vorgeschmack}.

Moskau auf dem Dach des Royal Raddisson

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