Ein Blick hinter: Miris Jahrbuch

Heute lade ich euch, meinem Austausch mit der so fröhlichen wie inspirierenden Miri von Miris Jahrbuch zu folgen. Viel Spaß euch, und dir, liebe Miri, vielen lieben Dank!

Magst du dich kurz vorstellen?
Ich bin Miriam, aber eigentlich nennen mich alle Miri. Ich bin Mitte 20 und lebe in Karlsruhe. Ich mag es bunt – Wohnungen, Kleidung, Essen sind besser mit Farbe. Ich habe dauernd irgendwelche Ideen, die ich dann mehr oder weniger erfolgreich umsetze. Ich habe keine Lebensphilosophie, aber ich glaube fest daran, dass alles im Leben ein Prozess ist.

Wie sieht ein typischer Tag im Leben von Miri aus?
Typische Tage beginnen mit dem Einschalten der Kaffeemaschine und dem Abrufen meiner Emails. Dann geht es ganz unterschiedlich weiter, je nachdem, wann ich zur Uni bzw. zur Arbeit muss.
Ich genieße es, dass ich meine Tage im Moment ziemlich frei gestalten kann, jedoch versuche ich, möglichst alle Pflichtaufgaben tagsüber zu erledigen und mir den Abend freizuhalten, damit ich auch wirklich mit meinem Freund den Feierabend genießen kann. Das klappt meistens, aber manchmal fällt mir auch abends um neun Uhr ein, dass ich noch 200 Seiten bis zum nächsten Tag lesen muss.

Was machst du neben dem Bloggen – sozusagen „hauptberuflich“? 
„Hauptberuflich“ studiere ich Anglistik und Germanistik für Lehramt an Gymnasien – und nebenbei arbeite ich in der Hausaufgabenbetreuung für Grundschüler und gebe Nachhilfe für Schüler aller Schularten und Klassenstufen.

Warum bloggst du?
Das ist eine gute Frage, die mir schon öfter gestellt wurde, denn ich bewerbe mit meinem Blog keinen Shop o.ä. und habe auch kein besonders ausgefeiltes Konzept.
Kurz gesagt: Ich blogge, weil es mir Spaß macht. Es ist ein weiteres Ventil für meine Mitteilsamkeit. Außerdem gefällt es mir natürlich, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen, denn oft wird im richtigen Leben mein Einrichtungs- und DIY-Drang mit seinen ständigen Veränderungen als etwas seltsam empfunden.

Wohnen und schöne Dinge spielen eine große Rolle auf deinem Blog. Wie wohnst du selbst?
Ich wohne mit meinem Freund in einer 3-Zimmer Wohnung mit winzigem Bad und noch winzigerem Balkon im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses.
Einen richtigen Wohnstil haben wir nicht, es gibt keine festen Regeln, was bei uns rein darf und was nicht. Unsere Geschmäcker sind unterschiedlich und wir schließen viele Kompromisse, die sich am Ende dann meistens für beide sehr gut anfühlen. Deshalb ist es bei uns bunt, gut gemischt und ein bisschen chaotisch, wobei für letzteres ich verantwortlich bin und ich mich bemühe, ordentlicher zu sein. Wir haben, nicht zuletzt aus Budget-Gründen, viele Ikea-Möbel, die wir mit Uromas Kommode, zufälligen Fundstücken und Selbstgemachtem mischen, um den Möbelhaus-Look zu vermeiden.

Wie möchtest du in … sagen wir mal 20 Jahren wohnen?
In 20 Jahren hätte ich gerne einen Egg Chair, aber sonst habe ich keine Vorstellungen. 🙂
Obwohl unsere Wohnung im Moment absolut ausreichend groß für meinen Freund und mich ist, wünsche ich mir langfristig natürlich etwas mehr Platz, vielleicht einen etwas größeren Balkon oder eine Terrasse oder sogar einen kleinen Garten. Das hängt dann aber natürlich stark davon ab, ob wir in der Stadt bleiben oder vielleicht doch irgendwann in eine eher ländliche Umgebung ziehen. Dazu mache ich mir im Moment aber noch nicht viele Gedanken, das wird sich mit der Zeit zeigen. Ich würde mir aber auf jeden Fall wünschen, dass wir in oder in der Nähe einer größeren Stadt bleiben, weil ich selbst auf dem Land ohne direkte Nähe zu einer Großstadt aufgewachsen bin und daher weiß, dass mir die Angebote (Kultur, Infrastruktur etc.) dort wohl eher nicht ausreichen würden. Aber man soll ja niemals nie sagen, also wer weiß…

Was sollte ich dort unbedingt besuchen, wenn ich für ein
Wochenende in Karlsruhe wäre?

Ich wohne, wie gesagt, in Karlsruhe, wobei meine Nachbarn mir diese Aussage wohl nur schwer verzeihen würden. Wir wohnen nämlich im Stadtteil Durlach, der älter als Karlsruhe selbst ist, und dessen „Ureinwohner“ die Eingemeindung bis heute nicht verkraftet haben. Es lohnt sich als Karlsruhe-Besucher auf jeden Fall ein Abstecher nach Durlach, wo man dann am besten einfach mal durch die kleine Altstadt und über das inzwischen sehr bunte Gelände der Raumfabrik (ehemalige Nähmaschinenfabrik Pfaff) schlendert. Außerdem gibt es hier den Turmberg, auf den man mit einer alten Standseilbahn fahren kann und von dem man bei schönem Wetter einen tollen Blick über Karlsruhe hat.
Karlsruhe selbst ist auf den ersten Blick keine besonders schöne Stadt, vor allem seit fast der gesamte innerstädtische Bereich eine Großbaustelle ist. Aber es gibt trotzdem die besonderen Plätze.
Ich kann verschiedene Museen empfehlen, zum Beispiel das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) und die Staatliche Kunsthalle. Oft gibt es auch interessante Ausstellungen der Studenten der Kunstakademie.
Tolle Einrichtungsgeschäfte gibt es in der Südlichen Waldstraße, die zwar kurz, aber vollgepackt mit Design ist. Schön ist auch ein Spaziergang durch die Weststadt mit ihren tollen Häusern und dem wunderschönen Gutenbergplatz.

Welche großen und/oder wichtigen Projekte stehen dieses Jahr für dich an?
Das größte Projekt dieses Jahr heißt Hochzeit – und das, obwohl wir nur klein heiraten. Auf meinem Blog berichte ich auch über die Vorbereitungen und manchmal auch über die dabei auftretenden Schwierigkeiten. Mein Freund (oder Verlobter, das klingt aber so doof) und ich machen viel für die Hochzeit selbst und bislang empfinden wir die Vorbereitungen als absolut unstressig und fragen uns, woher die anderen Leute denn alle diesen Riesenstress haben.
Mein nächstes großes Projekt heißt dann Staatsexamen und wird sicher weniger lustig.

Was ist dein größter Wunsch bzw. Traum?
Das weiß ich nicht; ich habe keinen einzelnen größten Wunsch oder Traum, sondern denke an viele kleine Dinge, materiell oder nicht, die mich erfreuen oder erfreuen würden. Ich möchte einfach glücklich sein und das klappt bisher ganz gut.
Naja, und ich hätte echt gerne einen Hund. 

Was würdest du gerne machen und ahnst, dass du es niemals tun wirst?
Für eine Zeit irgendwo in Asien leben. Aber vielleicht klappt es ja doch noch.

Was empfiehlst du für verregnete Sommertage und gegen entsprechend verhängte Laune?
Ich lasse mir von Regen eigentlich nicht die Laune verderben, aber wenn es wochenlang nur grau ist, schlägt das natürlich auf’s Gemüt.
Freie Regentage gehe ich auf verschiedene Weisen an, je nach allgemeiner Stimmung. Entweder nutze ich die Zeit zum Basteln und Gestalten oder zum Lesen – Zeitschriften, Bücher, Blogs – und immer mit einer Tasse Kaffee in der Nähe. Natürlich kommt es auch vor, dass wir den Nachmittag mit einem Film oder einer Serie auf DVD verbringen, das kann sehr erholsam sein.
Oder man startet das Kontrastprogramm, zieht die Gummistiefel an und hüpft durch Regenpfützen.
Und inzwischen ist es ja aber auch wieder heiß und sommerlich. 🙂

3 Comments

  • 7 Jahren ago

    Schön, zu sehen, wer was wie macht. Immer wieder eine Bereicherung.
    Ich bin bloß froh, dass mir niemand solche Fragen stellt. Ich käme echt ins grübeln 😉
    LG Yna

  • 7 Jahren ago

    Vielen Dank mal wieder für ein interessantes Interview und den Blog-Tipp! Ich könnte jeden Tag in das Leben der anderen reinschnuppern und freue mich immer über jeden Post dazu! Schöne Grüße, Wiebke

  • 7 Jahren ago

    Schön, wieder ein hübsches Blog mehr. Für mich besonders interessant, da Miri auch im September heiratet…habe gleich eine nette Idee ( Geschenketüten für Kinder) bei ihr entdeckt.
    LG Susan

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