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Wochenvorschau

fahrradgerechte Stadt, #radentscheid, isabel marant, bauhaus, tiny houses

Davon dass ich so müde bin und weder Kaffee noch Schlaf etwas daran ändern mögen, hatte ich erzählt. Auch Vitamin D hat nicht geholfen. Also gebe ich mich geschlagen – oder besser: hin – und lasse M i MA mitten im Mai einen kleinen Schlaf machen. Ein Schlöfele wie es so wohlig-warm im Schweizerdeutschen heißt. Bevor die Lider schwer werden und der Wunsch sie zu schließen überhand nimmt, habe ich noch eine Liste erstellt: Zutaten für süße Träume.

Bis bald!
Am Stettiner Haff

Ein flüchtiger Blick zurück auf eine vergangene Woche:

Alles Gute fürs Wochenende!
Alle Fotos: Ufostudios im Wedding
Der September verspricht dicht zu werden. Um nicht zwischen Stamm und Borke zu geraten, lege ich eine kleine Blogpause ein und verabschiede mich mit dieser Wochenschau für ein Weilchen ins analoge Leben.

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Der Blick aus André Kirchners Atelier
Seit einigen Wochen arbeite ich nun schon an dem Artikel über die Bülowstraße 90. Was als kleines Portrait gedacht war, entwickelt zu einer Art Kulturgeschichte Schönebergs durch die Fenster der Bülow 90, und meine Arbeit zu einer Zeitreise. Ich falle förmlich durchs Jahrhundert und entfremde mich dabei immer mehr von dem Ort, an dem ich – um es mit Vilem Flussers Wort zu sagen – ‚beheimatet‚ bin.

Seitdem ich in der Vergangenheit grabe, sehe ich meine ‚Heimat‘ mit anderen Augen: Das Haus, das gestern noch ein schöner Altbau war, ist heute das ehemals besetzte Haus, das nur knapp der Abrissbirne entkam. Im Spielplatz um die Ecke erkenne ich plötzlich den ehemaligen Standort von Schönebergs berühmt-berüchtigter Absturzkneipe und auf dem öden Abschnitt zwischen Bülowstraße und Nollendorfplatz sehe die Künstlerboheme der 1920er flanieren. Alles atmet Geschichte, nichts ist mehr gewöhnlich. Genau dieses Gewöhnliche aber macht nach Flusser ‚Heimat‘ aus. Und so geriert der Recherche- und Schreibprozess zu einer Art Heimatverlust.
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  • GESEHEN: Bilder aus Schöneberg in den 1979 und 80er Jahren
  • GEHÖRT: Berlin [Ideal]
  • GELESEN: Vilem Flusser Wohnung beziehen in der Heimatlosigkeit
  • GETROFFEN: viele spannende Menschen mit langen Schöneberg-Erinnerungen
  • GESUCHT: die wahre Geschichte des brennenden Künstlerhauses [bisher erfolglos]
    Der Legende nach soll es im Block Bülow-, Kurfürsten-, Froben- und Potsdamer Straße einst einen von Künstler/innen bewohnten Seitenflügel gegeben haben. Er ist der ‚Kahlschlagsanierung‘ Ende 1970/Anfang 1980 zum Opfer gefallen. Kurz bevor die Abrisskräne kamen, haben die Bewohner/innen ihr Zuhause in einer spektakulären Kunstaktion buchstäblich in Brand und unter Wasser gesetzt. Das Haus wurde geflutet, es wurden schwimmende Feuerinseln installiert, Musik gemacht und performt. Ein Spektakel, das eindrücklich gewesen sein muss, nur erinnert sich niemand daran. Hat einer von euch davon gehört? Oder weiß jemanden, der es wissen könnte?
  • GETAN: recherchiert, recherchiert, recherchiert
  • GEWÜNSCHT: mehr Zeit zu haben zum Recherchieren
  • GEKLICKT: Marcus Kluges Erinnerungen an Westberlin
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Habt ihr noch Erinnerungen, Bilder, Kontakte aus Berlin-Schöneberg, die die Kulturgeschichte Schönebergs durch die Fenster der Bülow 90 komplettieren? Ich freue mich über J E D E S Mosaiksteinchen, und sei es noch so klein!
Ein schönes Wochenende!
Ein Hinterhof in Schönberg | Vorbergstraße 1

Sommer vorm Balkon
Am Mittwoch haben die Berliner Sommerferien angefangen und ich folge ihnen in ein paar blogfreie Wochen. Mit Erich Kästner und dem obligatorisch ‚Ge-listetem‘ wünsche euch einen wunderschönen Juli und sage ‚Adieu. Auf bald.‘ Via Instagram oder Twitter oder Facebook könnt ihr M i MA in den Ferien folgen.
Der Juli
Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.

Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.

Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die künftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen Regen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.

Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.

Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zerzaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.

Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht, durch den Schluß
des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.

Sommer in Brandenburg
Hier ge-listet ein paar Dinge, die mich in der vergangenen Woche erfreuten oder beschäftigten:
  • GESEHEN: ein WM-Spiel, das in die Geschichte eingehen wird: Deutschland – Brasilien 
  • GEHÖRT: Musik des israelischen Jazzpop-Duos Ofrin [so gut!]
  • GESCHMECKT: Pasteis de Nata [als Reminiszenz an meine kurzen Tage in Portugal]
  • GEROCHEN: Berliner Sommer: eine bittersüße Mischung aus Asphalt und Lindenblüte. Wie riecht euer Sommer?
  • GEKOCHT: Gaspacho mit Erdbeeren nach diesem wunderbaren portugiesischen Kochbuch
  • GELESEN: den ‚Krimi mit Damen‚ rund um Brand Eins
    Ob zu früh oder zu spät, wir leben leider nicht in einer Zeit, in der erst der Mensch gesehen wird und dann das Geschlecht – oder wahlweise das Alter, die sexuelle Orientierung, die ethnische Zugehörigkeit, die physischen Fähigkeiten oder die Religion/Weltanschauung (siehe Dimensionen der Vielfalt). Insofern hat mich die Haltung des Magazins, auf das ich eigentlich große Stücke halte, doch ziemlich irritiert.
  • GESUCHT: ein guten Ort in Brandenburg für ein Wochenende [kurzfristig] – Habt ihr einen Tipp für mich?
  • GEFUNDEN: alte Lieblingsmusik aus den 1980er Jahren: Anne Clark [eine großartige Künstlerin. Danke FluxFM für die Erinnerung!]
  • GETAN: Mode aus den 1980er Jahren angesehen und das erste Mal gedacht: ‚Eigentlich gar nicht so verkehrt.‘ 
  • GEFREUT: auf ein Wochenende in Brandenburg [siehe gesucht und Bild Mitte]
  • GELACHT: über meinen Punknamen: Wäre ich Punk, hieße ich ‚Schmatz‚.
  • GEKAUFT: Summersale-Sneaker für Ma bei Mirapodo 
  • GEPLANT: Besuch in David Bowie Ausstellung [immer noch nicht geschafft]
  • GEKLICKT: Watercolour Storysteller Felix Scheinberger [seine Zeichnungen sind einfach großartig!]
Sommer in Finnland
The Apartment, Prentu, Fotodruck, Alu-Dibond
Nach einer zweiten Landpartie war und ist intensive Kopfarbeit angesagt: Innerhalb weniger Tage müssen mehrjährige Prozesse erdacht, beschrieben und kalkuliert werden. Daher war und wird es hier etwas ruhiger als gewöhnlich. Daneben und dazwischen gab es dennoch Zeit und Raum für allerlei Spannendes, Überraschendes und Schönes: 
  • °gesehen: The Apartment (siehe Bild oben rechts und unten links)
  • °gehört: Noir Desir
  • °geschmeckt: selbst gebackenes Knäckebrot (siehe gefreut)
  • °gerochen: Holunder
  • °gesucht: einen passenden Platz für meinen neuen Fotodruck von Prentu (siehe Bild oben links)
  • °getan: intensiv konzipiert (darum war´s hier etwas ruhiger)
  • °gelesen: SZ-Artikel über die Sharing Economy
  • °gefreut: über die Überraschungspost von Stepanini
  • °gelacht: über die philosophischen Gespräche zweier kleiner Mädchen (‚Glaubst du an Gott und Jesus?‘ – ‚Ja, weil es sie ja gibt.‘
  • °geplant: ein Abendessen von und mit Sitzfeldt
  • °geklickt: Kottie Paloma
Wie ist es euch ergangen? Was habt ihr an Pfingsten gemacht? Oder seid ihr schon im Sommerurlaub? Wie dem auch sei. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
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Als am vergangenen Sonntag unsere Kulturelle Landpartie endete, fassten wir einen Entschluss: ‚Dies war nur der 1. Streich und der 2. folgt sogleich.‚ Am Pfingstwochenende setzen wir unsere Landpartie also fort. Das Wetter verspricht Sonne, das Programm Abwechslung und der Rahmen gesellige Fröhlichkeit. Einzig der Pollenflug gibt eine bittere Note zu diesen ansonsten süßen Aussichten. Irgendwann war er plötzlich da – dieser leidige Heuschnupfen. Aus heiterem Himmel sozusagen. Ich lief, wie so oft, durch die Felder und pflückte Kornblumen. Doch dieses Mal kam ich nicht nur mit einem blauen Strauß heraus, sondern mit rot-juckenden Augen, triefender Nase und nicht enden wollendem Niesen. Die Symptome gehören seither zum Sommer wie das Blau zur Kornblume. Und das ist leider mehr als nur nervig. Es schränkt, wie der Netdoktor es treffend sagt, die Lebensqualität wirklich erheblich ein. Sei´s drum. Ich werde trotzdem – oder jetzt erst recht – Feldblumen pflücken und Holunderblüten sammeln, über Feld und Wiesen spazieren und endlich das Poi-Spinning erlernen (ohne Selbstverletzungen). Soweit die Vorausschau. Was war im Rückblick?
°gehört: 20vor8
°geschmeckt: Matzen
°gerochen: Landluft
°gesucht: sanfte Mittel gegen Heuschnupfen. Kennt ihr welche?
°getan: beim Journalist Blog-Camp über Motivation und Profession des Bloggens ‚geplaudert‘
°gefreut: auf die 2. Landpartie an Pfingsten
°gelacht: über meine Geschicklichkeit im Umgang mit Pois 
°geplant: Kurztrip nach Portugal
°geklickt: Lousy Pennies

Ich wünsche euch ein herrliches Pfingstwochenende. Wie werdet ihr das ‚Wochenende mit Extra-Shot‘ verbringen?
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M i MA; we are not as different as we are
Bild links via Plumes & Feathers 

Die Woche neigt sich ihrem Ende zu und gibt den Blick frei auf ein langes Wochenende. Schöne Ostern wünsche ich euch und verkrümle mich bis Dienstag.

°°GESEHEN: Kreuzberg in den 1980ern
°GEWÜNSCHT: dass es einfacher wäre, Gewohnheiten zu ändern
°°GEHÖRT: Meeresrauschen
°GEFREUT: über die schöne Ferienwohnung [Bald mehr dazu.]
°°GESCHMECKT: Rigatoni mit Linsensauce [und mehr aus der Sonderausgabe des Veggie Journals]
°GELESEN: Das Buch der Gleichnisse [immer noch] 
°°GEROCHEN: Meeresluft
°GELACHT: über die ‚Innere Rumpumpel‚ [als Sinnbild für die frech-wütende Seite von Ma]
°°GEPLANT: den Weimar– und den Ostsee-Artikel
°GEKLICKT: Bungalow5

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M i MA, Frankfurt, Hoffmanns Höfe, Visual Statements, Bäume ausreißen
M i MA Instagram | ‚Ich fühle mich …‘ via visual statements

Woche fast vorbei. Was war?
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*GESEHEN: A Man for a Day
*GEWÜNSCHT: mehr Zeit, um den Frankfurter Osten zu erkunden
*GEFREUT: über das feine Design in den Hoffmanns Höfen
*GESCHMECKT: das beste Senfdressing ever
*GELESEN: zu wenig
*GEROCHEN:  ein Männerduft zum Niederknien [leider keine Ahnung, welcher es war.]
*GELACHT: über den Satz ‚Ich fühle mich als könnte ich …‘ [siehe oben]
*GEPLANT: der 1950er/60er Jahre-Architektur einen größeren Kredit einzuräumen. [Die hat was!]
*GEMACHT: zum ‚anders Denken‘ animiert [PUH!]  
*GEKLICKT: Meg Allen Studio
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Was wird? Ich sehe mich sonnenbadend auf der Wiese liegen und Grasbüschel ausreißen. In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!
ZAZ, Issaan, Conni, Urbanears, Xucker, Lavendeldruck, M i MA, Wochenende

Mit Riesenschritten eilt die Woche auf ihr Ende zu. Nachdem das vergangene wunderbar planlos verlief, nehme ich mir auch für das Kommende nichts vor. Das Motto: Treiben lassen. In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

*GEHÖRT: ZAZ
*GEFREUT: dass meine neuen Kopfhörer beim Laufen nicht mehr aus den Ohren fallen.
*GESCHMECKT: Thailändisch
*GELESEN: Conni 
*GEROCHEN: Juliette has a gun [ich liebe diesen Duft!]
*GEPLANT: Lavendeldruck
*GEKAUFT: Xucker
*GEKLICKT: kokori.petit

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ZAZ, Issaan, Conni, Urbanears, Xucker, Lavendeldruck, M i MA, Wochenende, Caroline Gomez, Finnland