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Kreativwirtschaft

Madeleine textet. Fine zeichnet. Aus Text und Zeichnung werden Möglichkeitsräume, aus Madeleine und Fine werden Matrosenhunde. Die Matrosenhunde haben ihren Hauptsitz in der Sonnenallee in Berlin-Neukölln, ein Ort, der für manche Menschen eine No-go-Area ist. Fine und Madeleine texten und zeichnen hier u.a. für Verlage und Theater. Ich mag ihre Arbeiten sehr; sie haben eine ganz eigene Ironie. Sie ist gleichzeitig heiter und traurig, leicht und schwer. Der Verleger Robert Eberhardt spricht von »Poesie und Zweideutigkeit« und findet, es sei ein großes Glück, wenn das eigene Dasein wie die Kunst der Matrosenhunde davon durchzogen wäre. Dem kann ich nur zustimmen – und mich freuen, dass die Zwei heute zu Gast bei mir sind.

In unserem Gespräch geht es unter anderem um die »unbeobachteten Kippstellen im Leben«, die Lust am Wandel und den passenden Umschlag zum aktuellen Weltgeschehen. Vielen Dank, liebe Fine und Madeleine, für das inspirierende Gespräch, mit dem ich allen einen glücklichen Start in die KW 10 wünsche.


»Ich glaube, dass die großen Veränderungen im Leben immer in kleinen Momenten passieren. Beim Schuhezubinden, Müllrausbringen oder Nicht-ans-Telefon-gehen.« Madeleine


Als Matrosenhunde fokussiert ihr den Zwischenraum von Bild und Text. Was zeichnet diesen Raum aus?

Fine: Als Grafikerin und Zeichnerin hab ich mir immer ein Gegenüber gewünscht, mit dem ich kommunizieren und Gedanken größer spinnen kann. Wir reden ja, während Madeleine textet und ich zeichne, nicht über unsere jeweiligen Beweggründe – und dann entsteht durch die Verknüpfung unsere Ausdrucksformen etwas Neues, Eigenes. Ich finde das elektrisierend.

Euer Studio ist mitten in Neukölln. Was zeichnet diesen Raum aus?

Fine: Es ist schon manchmal hart, gerade in der Sonnenallee – hier prallen Welten aufeinander: auf der einen Seite die gewachsene Armut und auf der anderen Seite die jungen, enthusiastischen Kreativen, die versuchen, eine schönere, bessere Welt zu schaffen. Oft mithilfe von öffentlichen Geldern oder Zuschüssen. Das Neuköllner Jobcenter hat den größten Bereich für Selbstständige in ganz Berlin. Gleichzeitig werden überall die (Gewerbe-)Mieten teurer, ohne dass irgendetwas für den Stadtteil getan wird. Das schürt gegenseitige Ablehnung. Gerade erst habe ich eine ehemalige Kommilitonin getroffen und mich über den Kasper gefreut, den sie am Böhmischen Platz ans Puppentheater gemalt hat. Nächste Woche wird der überstrichen, weil er nicht zum schicken neuen Rixdorfer Image passt.

Madeleine: Was unser Studio konkret angeht, sind wir gar nicht an eine bestimmte Umgebung gebunden, wir hatten auch schon Arbeitsorte in einem Plattenbau auf der Prenzlauer Promenade, in einer umgenutzten Kohleofenwohnung im Winskiez oder »on the road«. Eigentlich brauchen wir nur einen Tisch und ein bisschen Platz zum Denken. Neukölln ist da eine Reibungsfläche, die nicht für jeden geeignet ist. Ich persönlich brauche oft Rückzug und Ruhe, daher mag ich das Tempelhofer Feld sehr. Das Nebeneinanderexistieren unterschiedlichster Lebensentwürfe ist hier in Neukölln schon sehr beeindruckend. Aber ich bin mir gar nicht sicher, ob dieses Nebeneinander auch irgendwann zum Miteinander wird, oder eher doch parallel bleibt.

Was sind die »unbeobachteten Kippstellen des Lebens zwischen Tür und Angel«? 

Madeleine: Ich glaube, dass die großen Veränderungen im Leben immer in kleinen Momenten passieren. Beim Schuhezubinden, Müllrausbringen oder Nicht-ans-Telefon-gehen. Beim Aus-dem-Zugfenster-gucken oder an der roten Ampel. Im Vorübergehen, im nicht definierten Zwischenraum. Diese Orte aufzuspüren, ist mir ein großes Anliegen. Genau hinzusehen und leise zu beobachten, wann etwas passiert. Denn Anfang, Mitte und Ende einer Geschichte obliegen auch immer demjenigen, der sie erzählt.

Fine du bist in Berlin aufgewachsen. Wie und wo? 

Ich komme aus Oberschöneweide, was zu Köpenick im Südosten Berlin gehört. Von damals habe ich wohl meine Liebe zur Industrie-Architektur. Zur Schule gegangen bin ich aber im bürgerlichen Friedrichshagen und in Oberspree. (Abitur habe ich übrigens in Schleswig-Holstein gemacht und kurz mal in Paris studiert. Ich musste aber immer so schnell wie möglich nach Berlin zurück.) Oberschöneweide hatte nach der Wende 30.000 Arbeitslose, das war schon heftig. Ich finde es schön, dass in den alten Fabrikhallen Ateliers entstanden sind, die FHTW mit ihren Studenten das Viertel neu belebt hat und viele Häuser renoviert wurden. Das war nötig. Aber auch hier muss achtsam mit den Bewohnern und ihren Möglichkeiten umgegangen werden. So ein Viertel, eine Stadt ist ja ein Makrokosmos, an dem sich ganz gut gesellschaftliche Entwicklungen ablesen lassen.

»Ich will so gerne alle Menschen mitnehmen und für Veränderungen begeistern. Zusammen kann so viel Großartiges entstehen, was alleine und auf egoistische Beweggründe fokussiert nicht möglich ist.«

Wie und wann sind aus dir und Fine zwei Matrosenhunde geworden? Und woher rührt der Name? 

Madeleine: Fine und ich kannten uns schon über eine gemeinsame Freundin und vom Zeitgenössischen Tanzen, auch das war schon eine Art stillschweigende Kontaktimprovisation. Was dann kommt, ist Geschichte: Im Sommer 2009 besuchten wir bei 48 Stunden Neukölln gemeinsam die Ausstellung einer Weißensee-Kommilitonin von Fine. Ich glaube fest daran, dass wir beim Bordsteinkantenbier beschlossen haben, eine Art Briefwechsel in Text und Bild zu starten und zu gucken, was passiert. Fine schwört darauf, dass der Grundstein für unser kreatives Ping-Pong bei Schnaps auf einem Hausdach gelegt wurde. Man weiß also nichts Genaues.

Dann haben wir angefangen, täglich abwechselnd Zeichnungen und Sätze hin- und herzuschicken, die jeweils aufeinander geantwortet haben. Daraus entstand unser erstes Buch – handgebunden im selbst hergestellten Leinenumschlag mit Siebdruckprint. Es hieß, der Titel lief mir einfach so zu: »Matrosenhunde, Kapitänsfrauen und der weiß lackierte Zaun«. Anderthalb Jahre später wurden wir mit einem Projekt zum Springhouse-Symposium in Dresden eingeladen und fortan und für immer »Matrosenhunde« genannt.

Was waren jeweils eure liebsten Kommunikationsprojekte und warum?

Beide: Unser liebsten Projekte waren die, bei denen wir unseren angewärmten Platz verlassen und uns auf die Suche nach neuen, anderen Wirklichkeiten begeben haben. Das war das wunderbare Zusammensein mit anderen Künstlern im Rahmen einer Residenz im Springhouse Dresden, ein Frühlingsausflug nach Madrid, bei dem wir unsere Begegnungen in Fax-Sendungen verarbeitet haben oder ein Aufenthalt in Brandenburg, zwischen Seen, Wäldern und Rinderherden. Denn auf der Suche nach den Augenblicken, die den Alltag bedeutsam machen, ist es immer eine gute Idee, irgendwohin zu fahren. Vielleicht auch nur mit der gelben Straßenbahn zum nächsten Segelsteg.

Gute Gestaltung – was ist das für euch? 

Fine: Das kommt darauf an. Spontan würde ich sagen, gute Gestaltung macht etwas mit mir: berührt mich, oder bringt mich zum Nachdenken, stößt im besten Falle etwas an. Und dafür fühlen wir uns hinein und recherchieren unabhängig voneinander oft zu denselben Themen. Wir nennen das unseren »unfreiwilligen Buchklub«, weil wir oft dieselben Bücher lesen; wenn die eine von einem Zeitungsartikel berichtet, hat die andere ihn oft auch gelesen und vollendet den Satz. Zurück zur Frage: Gute Gestaltung bemerkt man daran, dass sie sich nicht aufdrängt, das Sujet steht im Vordergrund. Immer.

Madeleine: Gute Gestaltung drängt sich nicht auf, sondern gibt ihrem Motiv Raum. Das heißt nicht, dass gute Gestaltung immer hintergründig sein muss, es darf auch knallen. Nur sollte es einen Grund dafür geben, das Design sollte nicht einfach nur sein Objekt maskieren. Für mich funktioniert Gestaltung eher wie Bildhauerei: Sie gibt einem Ding seine Gestalt, arbeitet die Besonderheiten heraus und macht organisch ein großes Ganzes daraus.


»Das aktuelle Zeitgeschehen wäre ein Roman, der allein haptisch verheißungsvoll von der Zukunft kündet, auf dass wir nicht resignieren, sondern Lust haben, morgen wieder aufzustehen und die Welt zu retten.« Fine


Die aktuelle Weltlage macht mich bisweilen sprachlos. Welche Worte und Beschreibungen fallen dir dazu ein?

Madeleine: Oh, auch ich verliere oft die Fassung und Formulierung. Mir kommt das alles oft so surreal vor, denn die grausame Banalität des Zeitgeschehens, mit dem wir doch angesichts unserer historischen Bildung anders, besser, weiser umgehen sollten als Gesellschaft lässt mich oft ratlos zurück. Ich finde die meisten Geschehnisse im Grunde erschreckend simpel und frage mich, wie Angst und Misstrauen begegnet werden kann. Es ist aber auch sehr schön zu sehen, wie Menschen sich positiv positionieren, Besonnenheit zeigen, Haltung beziehen und Werte hochhalten. Eine offene, humanistische und demokratische Gesellschaft nicht nur zu beschwören, sondern auch im Kleinen zu leben, halte ich für den wichtigsten Weg, weg von Bedrohung und hilfloser Ohnmacht.

Stell dir vor, das aktuelle Zeitgeschehen wäre ein Roman. Wie würdest du den Buchumschlag gestalten und welches wäre das richtige Versatzpapier dafür? 

Fine: In der Verlagsbranche reden ja immer viele Stimmen mit und entscheiden, wie Cover und Innensatz aussehen müssen. Avantgardistisches Design durchzuboxen ist dort oft sehr schwierig. Da es ja ein hypothetisches Cover ist und keine Kostengrenzen vorgegeben wurden, würde ich eine ordentliche Materialschlacht veranstalten. Ohne, dass man es merkt selbstverständlich. Titel, Autor und Verlagslogo würde ich gar nicht farbig drucken, sondern blind prägen auf dicke recycelte Pappe, ein schönes grobes Material. Formatfüllend. Es soll ja alles lesbar sein. In den Weißraum dazwischen (und auch über ein paar Buchstaben drüber) würde ich filigrane Zeichnungen relevant zum Inhalt setzen. In Rot. Mit rotem Kapitalband und rotem Buchleinen über der offenen Fadenbindung. Als Vorsatz wünsche ich mir ein handgeschöpftes Gewebe-Papier: Bei Tageslicht ist es grau mit kupferroten Einschüssen, aber wenn ich meine Nachttischlampe anknipse schillert mir der Regenbogen entgegen. Kurz: ein Roman, der allein haptisch verheißungsvoll von der Zukunft kündet, auf dass wir nicht resignieren, sondern Lust haben, morgen wieder aufzustehen und die Welt zu retten.

Es gurgelt und zischt.
Es kichert und kreischt und grölt.
Es murmelt.
Es säuselt und zwitschert.
Es gluckst und röhrt und brüllt.
Es ruft und redet.
Es geifert und trällert.
Es spricht und singt.
Es lärmt.
Es tönt.
Es dröhnt.
Es blubbert.

Das Rauschen am Grund der Kommunikation hat sich zu einem ohrenbetäubenden Lärm verdichtet: ein brodelnder Brei aus abermillionen Stimmen, von denen jede Gehör finden will und doch keine einzelne mehr zu vernehmen ist. Ich könnte noch eins draufsetzen – doch wohin führt es, wenn wir dem Lärm immer weiter mit Gegenlärm begegnen?

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In der aktuellen Ausgabe des NO ROBOTS Magazin #6 schreibe ich über mein Unbehagen am Primat der Sichtbarkeit und nähere mich vorsichtig »der neuen Rolle der Kommunikation in der veränderten Welt«.

No Robots Magazin #6 Rausch

Hochzeitseinladung, Susanne Bauder, Serendipity Blog
Foto (c) Mirja Hoechst

Ohne Susanne {Serendipity-Blog} würde M i MA noch immer im alten Blogger-Gewand dasitzen. Sie hat den Umzug von einem System zum anderen organisiert – so reibungslos und fix, dass ich bisweilen kaum hinterherkam. Doch sie hat mich nie allein gelassen. Immer wenn ich wieder einmal nicht weiterwusste, wenn ich an stummen Registratoren oder stockenden Domaintransfers verzweifelte, hat sie mir auf die Sprünge geholfen.

Im heutigen Montagsinterview plaudert die studierte Grafikdesignerin und passionierte Handarbeiterin ein wenig aus dem Nähkästchen. Dabei geht es unter anderem um Wandlungen und WordPress, Wohnorte und Lieblingsmenschen.

Hab‘ vielen Dank, liebe Susanne, für das sommerlich-leichte Gespräch, mit dem ich allen einen ebensolchen Start in die KW 32 wünsche.

Sommerflirren

Web- und Grafikdesignerin, Bloggerin, Handarbeiterin – was ist Susanne Bauder noch?

Oh je, gleich die schwierigste Frage am Anfang! Wer oder was bin ich? Ich versuche mal ein paar Dinge zusammenzufassen: oft ungeduldig, aber meist nicht zielstrebig genug. Den Kopf voller Ideen, aber oft nicht genug Zeit sie umzusetzen. Ich wäre gerne mehr unterwegs, weiß aber dann nicht wohin oder bin schlichtweg zu bequem.

Ich mag Papier und schön Gedrucktes, bin ein haptischer Mensch. Ich fasse auch Kleidung immer erst an und kaufe oft Stoffe die sich einfach nur gut anfühlen – was ich draus nähe, entscheide ich dann spontan. Ich lese gerne, sehe gerne gute Filme und höre oft Musik, genieße es aber auch, wenn ich ganz ruhig irgendwo sitzen kann, ohne das alles. Ich liebe Tiere, oft vermisse ich meinen Hund, mit dem ich aufgewachsen bin und ich möchte einmal in meinem Leben Elefanten in freier Wildbahn sehen….

Wer noch ein paar ausführlichere Fakten über mich lesen vor kann ja mal auf meinem Blog vorbeischauen… 🙂

Du bist seit 2004 in der Kommunikations- und Werbebranche tätig. Welche Veränderungen sind dir in dieser Zeit besonders (positiv/negativ) aufgefallen?

Als ich noch in einer Werbeagentur gearbeitet habe, hat es mich immer „genervt“, dass Überstunden an der Tagesordnung waren und man es nicht gern gesehen hat, wenn man mal pünktlich nach Hause gegangen ist – auch wenn die Arbeit erledigt war. Irgendwie fanden es die meisten wohl „cool“ bis spät abends und am Wochenende zu arbeiten. Ich konnte mich damit nie richtig anfreunden. Klar, wenn mal ein Projekt anstand und etwas mehr zu tun war, dann ist es für mich keine Frage, auch mal länger zu bleiben, aber ich finde, wenn es an der Tagesordnung ist, dann läuft etwas falsch. Zumal die Überstunden in der Branche ja auch mit dem Gehalt abgegolten sind, wie es so schön heißt… Seit ich auf die „Unternehmensseite“ gewechselt bin, habe ich relativ geregelte Arbeitszeiten habe, was ich sehr genieße!

Positiv fällt mir außerdem auf, dass die Arbeit eines Grafikers vor allem außerhalb der Branche inzwischen etwas mehr geschätzt wird. So basteln sich zum Beispiel Blogger immer weniger selbst ein Logo, sondern wenden damit an einen Profi.

Hochzeitseinladung, Susanne Bauder, Serendipity Blog
Foto (c) Susanne Bauder

Seit 2012 bloggst du auf Serendipity, außerdem hattest du bis 2014 ein eigenes DIY-Label. Welche Veränderungen beobachtest du in der Blogosphäre und warum hast du dein DIY-Label aufgegeben?

Die Blogossphäre wird immer größer und immer professioneller, wobei die, die schon länger bloggen, langsam in diese Professionalität mit allen ihren Rechten und Pflichten hineingewachsen sind. Auffallend finde ich, wie viele neue Blogs mit dem Ziel gestartet werden, sofort möglichst viel Geld damit zu verdienen. Ein professioneller Start mit eigenem, gut durchdachten Logo und Name auf einer professionellen Plattform ist super, bitte nicht falsch verstehen, aber man kann nicht davon ausgehen, dass man sofort mit den ersten 3 Blogposts und 20 Lesern große Kooperationen etc. an Land zieht. Das wichtigste ist immer noch, dass ich das, was ich tue mit Leidenschaft mache und meine Lesern einen Mehrwert mit meinen eigenen Inhalten biete. Dann bin ich nach einer gewissen Zeit auch attraktiv für Kooperationspartner und Firmen.

Mein Label habe ich deshalb aufgegeben, weil ich neben meinem 40-Stunden-Job als Grafikern- und Webdesignerin und meinem Blog auch noch ein bisschen Freizeit haben wollte. Der Shop war dann doch recht zeitaufwändig. Ich fertige immer noch auf Anfrage meine Jersey-Armbänder für Junggesellinnenabschiede an, aber ich habe halt keinen Shop mehr, wo zu jeder Tages- und Nachtzeit bestellt werden kann.

Du hilfst Blogger/innen bei der Theme- und Logo-Erstellung, beim Blog-Design und bei Blog-Umzügen. Worauf kommt es (dir) dabei besonders an?

Ich finde es besonders wichtig, dass die Blogger sich nachher mit ihrem Logo und ihrem Blog identifizieren können und dass ihnen alle Funktionen zur Verfügung stehen, die sie brauchen. Auch die Bedienung des Blog-Backends bringe ich meinen Kunden näher, da sie ja ihren Blog am Ende selbst mit Inhalt füllen und pflegen sollen. Außerdem achte ich auf die Sicherheit der Blogs und installiere für meine Kunden Standard-Plugins zur Arbeitserleichterung. Wer sich unsicher ist kann mich auch immer zu Rate ziehen und zum Beispiel ein Backup des Blogs und der Datenbank für ein Update von WordPress machen lassen.

pixeldeern, Hochzeitseinladung, Susanne Bauder, Serendipity Blog
Blogs für die Susanne ein Logo oder das Design entwickelt bzw. den Umzug gemacht hat.

Alle schwören auf WordPress. Warum?

Selfhosted WordPress bietet für Blogger die meisten und besten Möglichkeiten ihren Blog genauso zu gestalten, wie sie es möchte. Als Open Source CMS hat WordPress eine sehr große Community, so dass man online jede Menge Hilfe, Tutorials etc. findet. Außerdem ist es kostenlos und wird ständig auf dem neuesten Stand gehalten.

Klar, man muss sich selbst um Sicherheit und Backups etc. kümmern, hat aber auch die volle Kontrolle im Gegensatz zu den Blog-Plattformen wie Blogger und WordPress.com. So kann man zum Beispiel Blog-Klone, die leider immer noch die Runde machen, stoppen und „aussperren“.

Zurück zu dir: Wie und wo lebst du in Hamburg?

Ich lebe ja nicht direkt in Hamburg, sondern in Schleswig-Holstein in Pinneberg. Im Moment ist es noch eine Mietwohnung, aber wir sind auf der Suche nach etwas eigenem – auch gerne etwas weiter außerhalb, vielleicht sogar mit etwas Garten.

Wo und wofür liebst du Hamburg am allermeisten?

Die Nähe zum Wasser, immer ein bisschen Wind und bei Sonnenschein ist Hamburg einfach die schönste Stadt der Welt!

Stell dir vor, du müsstest umziehen. Welche Stadt in Deutschland wäre eine Alternative zu Hamburg?

Ich glaube, dann würde ich wieder in Richtung Heimat ziehen. Ich komme ursprünglich aus Mannheim und habe meine Familie und mein Elternhaus dort. In der Umgebung gibt es wunderbare Ecken wie etwa die Pfalz…

Hochzeitseinladung, Susanne Bauder, Serendipity Blog
Foto (c) Susanne Bauder

Und zum Schluss: Was wünscht dir für und was planst du in 2016?

Ja, 2016 wird in sofern ein wichtiges und aufregendes Jahr für mich/uns, da wir im September heiraten! Deshalb wünsche ich mir noch eine entspannte Vorbereitungszeit und am Tag selbst natürlich gutes Wetter und eine großartige Feier mit unserer Familie und Freunden! Und danach will ich ein anderes großes Projekt angehen… Drückt mir die Daumen!

Judith Peller (c) Karolina Parot
„Es geht nicht darum, gute Ideen zu entwickeln. 
Es geht darum, die richtige zu finden.“ 

Sie hat eine Trauer- und Interviewplattform über das Weiterleben nach dem Tod ins Leben gerufen, sich vor wenigen Monaten als als PR-Beraterin und Inspirationscoach selbstständig gemacht und wird in wenigen Wochen ihr Unterhosen-Label launchen. Wer? Judith Peller. Die 34-jährige Powerfrau mit dem ansteckenden Lachen, den 1.000 Ideen und dem richtigen Riecher. Im heutigen Montagsinterview spricht sie über richtige Idee und gute Entscheidungen, über die Schönheit des Kontrollverlusts und die Lust am Leben.

Ich danke dir, liebe Judith, für das wunderbare Gespräch mit dem ich euch allen einen ebensolchen Start in die neue Woche wünsche.

Wer ist Judith Peller?

Diese Frage habe ich so tatsächlich noch nie beantwortet: Zumindest nicht in dieser objektiven Form! Wer ist Judith Peller? Judith Peller ist eine 34-jährige Wahl-Berlinerin, die sich gerade mit INSPRIRATION als PR-Beraterin und Inspirationscoach selbständig gemacht hat. Schon als kleines Mädchen konnte ich mich nie für eine einzige Sache entscheiden, deshalb ist INSPRIRATION auch nur eines von vielen Themen in meinem Leben. Judith Peller ist immer auf der Suche, würde ich sagen: nach der nächsten Idee, dem nächsten spannenden Projekt, dem nächsten inspirierenden Auftrag. 
Seit mehr als zwei Jahren arbeite ich z. B. an der perfekten Unterhose für Frauen. Im Sommer erscheint die erste Unterhosen-Edition meines Wäsche-Labels „viel mehr als grau. Ich habe eine Trauer- und Interviewplattform ins Leben gerufen, die nicht den Tod, sondern das Weiterleben in den Mittelpunkt stellt. „Dein Tod und ich heißt sie. Ich wünsche mir von Herzen, dass wir endlich wieder normal über den Tod sprechen.

Gerade lese ich das wunderbare Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast von Barbara Sher. Der Titel trifft es irgendwie ganz gut: Ich interessiere mich einfach für sehr viele verschiedene Dinge.  


Du arbeitest als freie Beraterin für strategische PR und Inspirationscoach. Was macht (d)eine PR-Beratung strategisch und was ist ein/e Inspirationscoach?
Viele glauben, dass es bei PR darum geht, gute Ideen zu entwickeln. Ich glaube, dass eine gute Idee wertlos ist, wenn es nicht die richtige ist. Strategische PR-Beratung hilft, herauszufinden, was die richtige Idee ist, um ein bestimmtes kommunikatives Problem zu lösen. Das bedeutet ganz konkret, dass man sich vor der kreativen Arbeit erst einmal ein strategisch fundiertes Fundament aufbaut: Wie sieht die aktuelle Situation des betreffenden Unternehmens aus? Welche Aufgabe gilt es zu lösen? Was soll mit PR erreicht werden? Wer soll angesprochen werden? Gute Ideen gibt es wie Sand am Meer. Die richtigen sind schwerer zu finden, ein bisschen wie beim Muscheln suchen. Mein Job ist es, beim Finden zu helfen. Das gilt auch für meine Inspirationscoachings.

Mit der richtigen Strategie kann man nämlich auch leichter essentielle, persönliche Fragen beantworten: Wie finde ich den Job, der mir wirklich Spaß macht? Wie sieht mein perfektes Lebens- und Arbeitsmodell aus? Was kann ich tun, um beruflich zufriedener zu werden? Als Inspirationscoach unterstütze ich Menschen, die sich beruflich verändern wollen, aber keine Ahnung haben, wo oder wie sie überhaupt anfangen sollen. Ein solches Inspirationsgespräch kann den Start erleichtern. Es dauert 3-4 Stunden. Am Ende erhält jeder eine umfassende Liste zum Weiterdenken. Darüber hinaus biete ich auch Webinare an. Das erste ist gerade fertig geworden: In 1,5 Stunden erfährt man meine persönlichen Tipps uns Tricks zum Thema „Von Ängsten und Ausreden. Wie man einfach anfängt, sein Leben zu ändern.

Der Tod gehört zum Leben. Das hast du oft betont. Seit deiner Kindheit hat sich der frühe Tod deiner Freundin Doris begleitet – aber auch krank gemacht. Hast du eine Idee, wie der Tod in guter/gesunder Weise zum Leben gehören kann?
Der Tod gehört zu unserem Leben. Das kann man gut oder schlecht finden. Es ändert aber nichts an der einfachen Tatsache: Wir werden geboren und wir sterben. Alles völlig normal. Was uns krank macht, ist unser Leugnen. Unser „Nicht-wahrhaben-wollen“. Unser ständiges „So-tun-als-ob-es-uns-nichts-angeht“. Unsere Angst, den Schmerz zu spüren. Die Kontrolle über unsere Gefühle abzugeben. 
Nach allem, was ich selbst mit meiner Trauer erlebt habe, ist der Tod für mich heute ein Geschenk: ein Geschenk des Lebens. Das mag jetzt vielleicht komisch und ein bisschen absurd klingen, aber seit ich begriffen habe, dass ich sterben werde, lebe ich. Ich vertage nichts mehr auf morgen. Ich warte nicht mehr auf den perfekten Moment. Ich spüre mich und meinen Körper, hier und jetzt. Ich schätze mein Leben und bin dankbar für alles, was ich habe. Man kann sein Leben nicht nachholen oder aufschieben. Man kann es nur jetzt leben. Mit allem, was dazu gehört: mit den Ängsten, dem Schmerz und den vielen Dingen, die man nicht kontrollieren kann. Aber ganz ehrlich: Kontrolle abzugeben ist etwas Wunderbares. Sich fallen zu lassen. Das Leben auch mal auf sich zukommen lassen, statt ihm immer ehrgeizig hinterherzurennen. Ich lebe und ich werde sterben, so einfach ist das. Sich diese einfache Wahrheit öfter mal bewusst zu machen, würde vieles verändern. Es könnte dazu beitragen, dass wir in einer guten und gesunden Weise mit dem Tod umgehen.
In verschiedenen Kulturen und Religionen gibt es sehr unterschiedliche Formen mit dem Tod umzugehen. Gibt es eine, die dir besonders zusagt?
Eine Freundin hat mir neulich von ihrem Urlaub in Mexiko erzählt und wie die Mexikaner mit dem Tod umgehen: Sie feiern ihn einmal im Jahr mit einer riesengroßen Party. Ein Fest des Lebens, bei dem sich alle wiedersehen: die Lebenden und die Toten. Es gibt laute Musik, gutes Essen und Tanz. Der Tod ist dort nicht schwarz und weiß: Er leuchtet in allen Farben des Regenbogens. Das gefällt mir. Trauer ist viel mehr als immer nur traurig zu sein. Es bedeutet, sich zu erinnern: an die schönen Momente, an all die Situationen und Erlebnisse, die man zusammen geteilt hat. Wenn man jemanden verliert, den man liebt, dann tut das weh. Keine Frage, das ist das Schlimmste. Aber was wäre ich für eine Freundin, wenn ich mich an Doris nur mit all dem Schmerz erinnern würde? Sie war meine erste beste Freundin. Wir hatten so eine tolle Zeit miteinander. Wir haben Radio gespielt und Schneehöhlen gebaut. Daran will ich mich erinnern. Nicht nur an ihre Glatze nach der – gefühlt – 48. Chemo. Sie hat das Leben geliebt, obwohl sie sterben musste. Darum geht es.
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Quelle: Wiki Commens
Um den Tod einen Platz in unserem Leben zu geben, hast du die Plattform „Dein Tod und ich“ gegründet – ein Projekt, das schnell bekannt und zu deinem Herzensprojekt wurde. Bis jetzt. Was hat sich verändert?
Dein Tod und ich war einer der Gründe, warum ich mich selbständig gemacht habe: Ich wollte mehr Zeit dafür haben, ein Buch mit ausgewählten Interviews veröffentlichen, die Plattform zu DER Trauerplattform im deutschsprachigen Raum ausbauen. Seit einigen Wochen hat sich etwas verändert. Ich habe gemerkt, dass ich mich immer mehr davor drücke. Erst dachte ich, ich hätte vielleicht Angst, dass mich meine eigene Trauer wieder einholt. Vielleicht ist es auch die Angst, etwas falsch zu machen. Nicht die richtige Antwort auf die persönlichen Geschichten zu finden, die mir so viele Menschen ganz offen und ehrlich erzählen. Ich kann es nicht erklären, aber ich habe das Gefühl, dass ich fertig damit bin. Der Tod und die Trauer haben mehr als 20 Jahre meines Lebens bestimmt. Ich dachte immer, dass ich es Doris schuldig bin, ihr Andenken zu bewahren. Alles dafür zu tun, dass sie nicht vergessen wird. Ihrem Tod einen Sinn zu geben. Irgendwie war sie all die Jahre auch immer noch hier. Ich weiß nicht, warum und ich weiß auch nicht, wie ich das erklären soll, aber Doris ist gegangen. Sie ist weg und mit ihr der Wunsch, der Trauer ein Gesicht zu geben. Ich will mich mit dem Leben beschäftigen. Ich will das Beste vom Leben erwarten. Ich will mir alles wünschen, was ich mir vorstellen kann. Ich will jeden Tag genießen und glücklich sein. Ich weiß, dass ich sterben werde. Ich muss mich nicht mehr jeden Tag daran erinnern.
Dein neuestes Projekt heißt „viel mehr als grau“ oder auch „Unterhose„. Wie bist du dazu gekommen, einen perfekten „Frauenschlüpper“ zu erfinden? Und was macht ihn perfekt?
Ich war sehr unzufrieden mit meiner eigenen Unterhosensituation. Irgendwie gab es nichts, was meinen Vorstellungen von einer perfekten Unterhose entsprochen hat. Deshalb habe ich kurzerhand meine eigene erfunden und zusammen mit einem Schneider in den letzten Monaten entwickelt. Eine perfekte Unterhose ist bequem und sexy. Sie hat kein lästiges Etikett, das man erst herausschneiden muss. Sie ist aus qualitativ hochwertiger und robuster Baumwolle (mit ein bisschen Elasthan) und das wichtigste: Sie macht Spaß! Es gibt kein Schwarz und kein Weiß bei meinem Wäsche-Label, viel mehr als grau: nur knallige Farben. Jeden Monat wechselt die Farbe. Die erste Edition ist himbeerfarben und heißt „Glück ist immer selbstgemacht.

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Die Unterhose kommt im Sommer auf den Markt, „Dein Tod und ich“ verändert sich… welche Jahresbilanz möchtest du am 31. Dezember 2016 gerne ziehen?
Trotz der Aufregung, der Unsicherheit und der vielen Fragezeichen, die sich gerade überall in meinem Leben auftun, ist es doch schon jetzt eins der tollsten Jahre überhaupt. Veränderung ist gut. Sie rüttelt an allem, was nicht mehr gebraucht wird. Sie schafft Platz für Neues.

Ich möchte ohne Druck und Stress eine Entscheidung für „Dein Tod und ich“ finden. Das Projekt vielleicht in neue, vertrauensvolle Hände geben. Die Unterhose soll nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit endlich das Licht der Welt erblicken: Ich bin so neugierig, wie es damit weitergeht. Ob andere meine Begeisterung dafür teilen.

Groß ausgefeilte Pläne habe ich nicht in der Schublade. Ich möchte den Dingen auch einfach mal ihren Lauf lassen, mit dem „Flow“ gehen, auch wenn er zwischendrin eine Pause macht. Mir die Zeit nehmen, um immer wieder innezuhalten. Mich in die Selbständigkeit „eingrooven“. Weiterhin schöne PR-Jobs machen. Inspirierende Menschen treffen. Zeit mit meinen Liebsten verbringen. Und vor allem: einen tollen Sommer in der schönsten Stadt der Welt!
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Sommer in Berlin, Judith Peller, Dein Tod und ich

Sechs Jahre lang hat sie erfolgreich ein Unternehmen aufgebaut, das mit der Verleihung des German Design Awards 2016 im November letzten Jahres seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte. So hätte es weitergehen können. Doch am 1. Februar verkündet Kerstin Reilemann via Facebook, dass sie SNUG.STUDIO verlassen und sich neuen Kreativ-Abenteuern zuwenden werde. Was war ich überrascht! Und – ihr kennt mich – neugierig zu erfahren, wie es zu dieser Entscheidung kam. 
Im heutigen Montagsinterview erzählt die studierte Innenarchitektin aus Hannover, was sie zu diesem – mutigen – Schritt veranlasste und wohin die Reise geht. Hab herzlichen Dank, liebe Kerstin, für die Ein- und Ausblicke. 
Ich wünsche dir für dein Vorhaben ganz viel Freude, Erfolg und das nötige Quentchen Glück – und euch allen eine spannende Lektüre und einen guten Start in die KW 9.
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Nach erfolgreichen Jahren mit und bei SNUG gehst du nun eigene neue Wege. Wie werden diese neuen Wege aussehen?

Ich hole mal ein wenig aus – und hoffe, dass ist ok! 😉
Ich habe mich seit dem Innenarchitektur-Studium eigentlich immer wieder mit unterschiedlichen gestalterischen Themen beschäftigt, so dass das Produktdesign nicht unbedingt die einzige Richtung ist, die mich interessiert. Schuld war wahrscheinlich meine Hochschule, an der ich studiert habe – interdisziplinäres Arbeiten wurde dort sehr groß geschrieben :). Schon während des Studiums habe ich mit drei Freundinnen begonnen, eigene Projekte in die Tat umzusetzen. So entstanden verschiedene soziale, interaktive Installationen im Rahmen von Veranstaltungen und im urbanen Raum (siehe Näheres in meinem Portfolio). Das war eine tolle Zeit und ich bin mit den dreien immer noch eng verbunden, auch wenn wir mittlerweile zwischen Hannover und Berlin pendeln müssen, um uns zu sehen. Nach dem Studium war bei mir dann Familienplanung angesagt. Während der Schwangerschaft habe ich noch als Freelancer an einigen Kunst- und Veranstaltungsprojekten mitgearbeitet. Dann wurde Emil geboren und somit war ich eine Zeitlang eher kreativ im Kinderzimmer-Gestalten und Kaufmannsladen bauen :).
Da mir aber das Kinderwagen-Schieben und Kaffeetrinken mit Freundinnen irgendwann nicht mehr gereicht hat (obwohl es echt toll war!), musste irgendetwas Gestalterisches her, das ich gut von zu Hause aus machen kann. So habe ich angefangen, kleine Produkte aus Holz zu entwerfen und diese bei Dawanda unter dem Label domestic candy zu verkaufen. Süße Produkte von zu Hause – inspiriert durch mein Mutterdasein. So kam ich zum Produktdesign.
Als Emil dann in der Kita war, hatte ich vor, richtig durchzustarten: „Ein Studio wäre toll und vielleicht noch jemand, mit dem man zusammen arbeiten könnte!“ – auch ein Überbleibsel aus den Lehren des Studiums – Teamarbeit! Schon kurze Zeit später habe ich dann Berit über eine gemeinsame Freundin (Anne von enna und Anny Who) kennengelernt. Sie hatte gerade genug von ihrem Job im Architekturbüro und wollte auch gerne was Eigenes auf die Beine stellen. Gesagt – und erfolgreich – getan. 6 Jahre SNUG.STUDIO, Produktdesign mit eigenem Vertrieb. Bis hierher gemeinsam und nun weiter mit Berit und ihrem Mann Heiko, der im letzten Jahr mit eingestiegen ist.
Nun freue ich mich auf die nächsten gestalterischen Projekte, die auf mich zukommen.

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Welche das sein werden, wird sich jetzt erst im Machen herauskristallisieren. Aber so viel vorweg: Es wird in Richtung Styling, Art Direction gehen. Ob als Freelancer, angestellt oder beides, ist noch offen. Aber auch meiner persönlichen Vorliebe für Handmade und Do-It-Yourself- Projekte werde ich weiterhin nachgehen und diese ausbauen. Wer weiß, dabei springen dann vielleicht ein paar Unikate oder die ein oder andere limitierte Auflage von – ich denke eher künstlerischen – Produkten heraus, die ich dann online auch verkaufe. So ganz kann ich dann doch nicht aus meiner SNUG-Haut, aber eben ab jetzt eher sehr zurückhaltend und als persönliche Herzensangelegenheit und weniger als Haupteinnahmequelle.

DIY ist aber nicht nur ein Thema, mit dem ich mich persönlich, sondern weiterhin professionell beschäftigen möchte. Schon seit längerem entwickle ich ja (unter anderem mit Berit) für das Familienmaganzin Nido „Selber-Machen-Projekte“. Im aktuell erschienenen Buch Selber machen! sind auch viele unserer Projekte enthalten.
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Was war Anlass und Motivation für den „Alleingang“?
Die letzten sechs Jahre waren eine tolle Zeit: SNUG.STUDIO aufzubauen, es wachsen zu sehen und immer wieder kleine und größere Erfolge feiern zu können. Nur habe ich mich in der Zeit auch stark weiterentwickelt, genauso wie Berit. Mit unserer Philosophie und unseren Ziele haben wir dabei einfach unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. So ist das eben manchmal und das ist auch okay so.
Natürlich war es ein etwas längerer Prozess, in dem wir uns erst einmal klar darüber werden mussten, wie und ob wir miteinander weiter nach vorne gucken. Am Ende haben wir freundschaftlich entschieden, dass wir getrennt voneinander beide besser zu unserer alten Form, zu unserem anfänglichen Enthusiasmus, zurückfinden.
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Wenn du zurück blickst: Was war SNUG für dich?
Die höchste Qualität von Arbeit ist, wenn sie sich nicht wie Arbeit anfühlt. SNUG.STUDIO war für mich mein zweites Zuhause. Es war ein Projekt, das wir mit viel Freude und Elan angegangen sind, um daraus ein echtes Unternehmen zu machen. Und das hat ja auch recht gut funktioniert :). In den letzten ein bis zwei Jahren habe ich jedoch immer mehr gespürt, dass meine Vorliebe für die gestalterische Arbeit dabei etwas zu kurz gekommen ist.

Wenn man die eigenen Produkte selbst produzieren lassen und erfolgreich vertreiben will, bedeutet das weitaus mehr als die Produkte in einen Onlineshop einzustellen und zu warten. Interne Strukturen und planvolles Handeln sind das A und O. Stand am Anfang das Produktdesign ganz groß oben auf unserem Plan, so haben wir schnell gemerkt, dass von einem guten Marketing, Vertrieb, Logistik, Lagerhaltung, Mitarbeiterführung bis hin zu Controlling- und Steuerthemen (…hab ich was vergessen?) alles mindestens genauso wichtig ist.
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Ich habe so unermesslich viel gelernt in diesen Jahren und kann es super für alle kommenden Unternehmungen und Projekte nutzen.
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Wie geht es mit SNUG weiter ohne Kerstin Reilemann? Worauf dürfen wir uns freuen?
Ich bin mir ganz sicher, dass es tolle neue Produkte geben wird. Ich halte sehr viel von Berits Gespür dafür, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Wir können uns also sicher auf neue klare Produkte mit dem gewissen Etwas freuen. Aber am besten wissen das natürlich Berit und Heiko selber.
Worauf freust du dich am meisten?
Darauf, dass ich für mich der gestalterischen Prozess wieder in den Vordergrund stellen kann. Egal, ob ich ein Do-It-Yourself-Projekt für eine Zeitschrift umsetze, kleine Unternehmen unterstütze, ihren öffentlichen Auftritt zu verbessern, Stylings für Produkte und Interior entwickele, Handmade-Produkte entwerfe und herstelle oder mit großen und kleinen Menschen Kunstprojekte mache.
Noch ist alles sehr frei und offen, aber je mehr ich in mich hineinhorche, je mehr ich an vergangenen Projekten zusammentrage, desto genauer zeichnet sich gerade ein Konzept für mich ab. Interdisziplinäres Arbeiten eben 🙂
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Was sind deine aktuellen Projekte?
Da bin ich noch ziemlich am Anfang. Ein Projekt ist meine neue Homepage, die vor allem als Portfolio funktioniert und potenziellen Kunden und Kooperationspartnern zeigen soll, was ich so gemacht habe und was ich mache. Was ich anbieten kann und möchte. Außerdem arbeite ich weiterhin mit der Nido zusammen, für die ich derzeit ein neues „Selber machen-Projekt“ für Kinder entwerfe. Bei decor8 werde künftig einmal im Monat mit einem DIY-Beitrag vertreten sein und im Kulturbüro meines Stadtteils DIY-Workshops für Kinder und Erwachsene geben. Es läuft also an!
Parallel dazu vernetze ich mich in verschiedenste Richtungen. Das ist in den letzten Jahren leider immer ein wenig zu kurz gekommen. Es ist gerade so inspirierend, sich mit anderen kreativen, freischaffenden Menschen auszutauschen. Dabei sind allein in den letzten paar Wochen so wunderbare Ideen und positive Gedanken und nicht zuletzt gute Kontakte entstanden.
Wo finden wir dich?
Man findet mich – hoffentlich ganz bald – auf meiner neuen Homepage und schon ein wenig länger auf Instagram, tumblr und Facebook. Auf meinem Instagram-Feed möchte ich vorerst eine gewisse Ahnung davon vermitteln, was mich und meinen Stil ausmacht. Meine Art auf die Dinge zu sehen. Meine ganz persönlichen gestalterischen Gedanken und Projekte.
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Fröhlich, frisch und irgendwie keck. Wunderbar verspielt und leidenschaftlich liebevoll. Das waren meine Gedanken als ich HappyMomStyle auf Instagram entdeckte. Neugierig wie ich bin, musste ich der Sache auf den Grund gehen. Wer steckt hinter diesem Gute-Laune-Kunterbunt? Wer holt es sich ins Haus? Und wie sieht es wohl im eigenen Zuhause aus?

Das und noch ein wenig mehr habe ich die Produktdesignerin und glückliche Zweifach-Mama aus München gefragt. Vielen Dank für das kurzweilige Gespräch, liebe Nina, mit dem ich nun allen einen frisch-fröhlichen Start in die neue Woche wünsche.

.Für 


Was ist Happymomstyle?
Papier. Glitzerpulver. Die Liebe zum Detail. Möbel. Objekte.

Wer steht hinter Happymomstyle?

Ich. Nina Greif-Reitzenstein. 37. Stylistin. Mama von 2 Mädels (4 Jahre und 8 Monate). Frau von Spenglermeister und Part-time Schreiner. 

Mini Vita:
  • Waldorfschule. Fachabitur in London. 
  • Studium in London (London Collage of Fashion: Product Design und Illustration). 
  • Danach Berlin, Hamburg und Kapstadt zum Reisen und Arbeiten. 
  • Wieder in München, Kostüm/Styling Assistenzen bei TV. Film.
  • Theater und Foto. Ab da Stylistin für Werbung (TV und Print).
Was macht den Happymomstyle besonders?
INDIVIDUALITÄT. ECHTHEIT. LIEBE. FANTASIE.
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Für wen arbeitet Happymomstyle?

Redaktionen. 
Produktionsfirmen. 
Eventagenturen. 
Kindergärten. 
Fotografen. 
PR Agenturen. 
Unternehmen. 
Labels. 
Festivals. 
Shops.
Privatkunden für Feste (Hochzeiten, Taufen, Geburtstage etc.).
Privatkunden für Räume/Interior/Deko.
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Wie kriegt man dich?

Am besten über E-Mail an info@happymomstyle.com oder whatsapp, über Facebook oder Telefon 0176.63035007 oder Instagram.
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Was waren die schönsten Aufträge und auf welche freust du dich am meisten?

Da gab es viele schöne Projekte. Ein Projekt war besonders schön. Im Glockenbachviertel eröffnete ein Mutter-Kind-Café mit Kinderbetreuungsräumen. Ich habe einige Räume und das Aussengelände gestaltet. Um die schönsten Vintage Möbel zu finden, bin ich stundenlang über Dörfer gefahren, und habe auf Bauernhöfen nach alten Möbeln gefragt. Mein Geheimtipp… die haben die tollsten Schätze in ihren Heustadeln ;-).

Generell liebe ich an meinen Jobs bzw. Aufträgen, dass ich Menschen glücklich machen kann. 
Da fällt mir noch schnell ein Beispiel ein. Einmal habe ich ein Kinderzimmer neu eingerichtet. Die Mutter rief mich an und berichtete, dass die Kinder das Kinderzimmer nicht mehr verlassen würden. Sie fühlten Sie sich so wohl in ihren neuen vier Wänden. 🙂 Das war toll!
Besonders freue ich mich jetzt im Februar auf ein großes Kinder-Fotoshooting. Dass wird eine ziemlich aufwendiges, künstlerisches Projekt.
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Wie und wo lebst du? Und wie sieht euer Zuhause aus – findet man den Happymomstyle dort wieder?

Wir wohnen zu viert in einer 3-Zimmerwohnung mit einem eigenen kleinen Gärtchen (das Highlight der Wohnung) im Glockenbachviertel in München. Unseren Wohnstil würde ich als Scandinavia meets Bavaria beschreiben. Viel Weiß und Holz. Alte und neue Möbel, gemixt mit Fundstücken und Erbstücken aus vergangenen Zeiten. Ein bisschen Happymomstyle gibts in jedem Raum. 
Mein Arbeitsplatz ist definitiv der bunteste Fleck in der Wohnung. Ich liebe ihn. This is where the Magic happens.
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Welche Orte in und um München empfiehlst du mir, sollte ich es endlich einmal schaffen, mit meiner siebenjährigen Tochter für ein paar Tage (Wochenende Plus) zu kommen?
München ist mit Sicherheit nicht so spannend wie Berlin, dafür gemütlich und überschaubar. Außerdem wissen wir die Bergnähe sehr zu schätzen. Da sind wir nämlich fast jedes Wochenende 🙂
Meine Tipps: Am besten kommt ihr im Sommer. Da kann man an der Isar spazieren, grillen und schwimmen – und das alles mitten in der Stadt. Es gibt viele tolle Biergärten und sehr zu empfehlen sind auch die Hofflohmärkte. Da habe ich schon Tolles gefunden. 
Mein liebster Kinderladen ist das Stadtkind in der Innenstadt. Den besten Kaffee, die leckersten Kuchen und außergewöhnliche Schokolade gibts in der Götterspeise. Zum Mittag- oder Abendessen gehen wir am liebsten ins Hey Luigi. Da gibt es internationale Küche, neu kombiniert. Die mögen Kinder, das Essen ist immer lecker, und das Publikum jung (so zwischen 30 und 50. Eben so wie wir.  :)).
Außerhalb von München gibt es viele Seen, die man unbedingt besuchen sollte. Mein liebster See ist der Ammersee, das liegt möglicherweise daran, dass ich in seiner Nähe aufgewachsen bin.
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Wann mir Eni wo über den virtuellen Weg gelaufen ist, erinnere ich nicht mehr. Irgendwann war sie da – in meinem Blogreader, und seither schaue ich bei ihr vorbei. So habe ich auch die Entwicklung ihres Modelabels mitbekommen. Ihre erste Kollektion hat mir gut gefallen, vor allem die Shirts. Dann war plötzlich Funkstille, und als ich wieder einmal vorbeischaute, war alles anders.

„weil dies kein blog ist“, schrieb Eni im November 2014. Und wenn man die Dialogfunktion als wesentliches Kriterium für ein Blog versteht, stimmt das auf jeden Fall. Es ist ein Monolog. Ein steter Gedankenfluss, dem man „zuhören“, den man jedoch weder kommentieren noch unterbrechen kann. Die Möglichkeit des Austauschs mit den Leser/innen hat Eni bewusst ausgeschaltet. Das ist auf eine Art radikal. So wie auch Enis Gedanken und Worte auf eine – auf ihre – seltsam zarte Weise radikal sind. „ehrlich. echt. roh.“ beschreibt sie sie selbst auf ihrer Facebook-Seite. Und das trifft’s.

Im heutigen Montagsinterview erzählt sie von der Bruchstelle, die dazu führte, dass sie heute schreibt und (zumindest vorerst) nicht mehr näht. Außerdem geht es ums Laufen, um die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen und die ganz großen – das Leben selbst.

Hab‘ herzlichen Dank, liebe Eni, für deine Antworten auf meine Fragen, mit denen ich nun allen einen guten Start in die 6. Kalenderwoche wünsche.
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Eni Mai: Modedesignerin, Schriftstellerin, Läuferin, Mutter. Was noch? Was nicht? 
Was ich noch bin? In erster Linie bin ich ich. Zumindest versuche ich es immer zu sein. In dem was ich tue, schreibe, sage – echt und authentisch zu sein. Im Herzen ein Künstler. (Über)Lebenskünstler. Und dann ist da noch der kleine Optimist in mir, der das Leben liebt, egal was es gerade mit ihm macht. Dessen Glas immer halbvoll ist und niemals halbleer. Manche Menschen können das nicht verstehen, weil sie denken, ein Mensch kann nicht so positiv sein. Aber ich bin es wirklich. Weil genau diese Sicht auf das Leben mich bis hierher gebracht hat. Ja, man könnte sagen ich bin jemand, der sein Leben aus tiefsten Herzen liebt. Und ein Tagträumer bin ich. Da sind so viele Geschichten in meinem Kopf. Tagsüber fliegen sie durch meinen Kopf und nachts wandern sie aufs Papier. So war das schon immer. 
Ach, und ausserdem arbeite ich, neben dem Schreiben, 90% in einem sehr großen Sportgeschäft. Für mich als Läuferin perfekt. Und überhaupt liebe ich diese Arbeit. Auch wenn sie so gar nichts Künstlerisches hat, ist es irgendwie doch genau mein Ding. Der beste Nebenjob der Welt! Das eine kann eben manchmal nicht ohne das andere. Und dieser Job gibt mir die Möglichkeit ohne Druck, in den späten Abendstunden, das zu tun, was ich liebe: Schreiben. 
Was ich nicht bin? Schwer zu sagen, manchmal denke ich, ich kann alles sein, solange es echt ist. Solange der kleine Optimist in mir sein Lachen nicht verlernt. Solange ich dabei sein darf, wie ich bin. Wer ich bin.

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Dein „Blog“ – oder besser Plattform? – dreht sich um Kaffee, Bücher und Worte. Welchen Stellenwert haben diese drei Dinge in deinem Leben?
Ich sag es mal mit den Worten von Jorge Luis Borges : ‚I have always imagined that paradise will be some kind of library.‘ Worte sind etwas Großes. Etwas Wundervolles. Wenn ich nichts hatte, dann hatte ich immer noch Worte. Sie haben mich über Wasser gehalten. Sie ziehen sich durch mein Leben. Ich brauche Worte. Ich atme sie. Ich lebe sie. Sie bergen Erinnerungen, Gefühle und Momente in sich. Sie beschreiben, Unbeschreibliches. Sie sagen, was gesagt werden muss. Sie sind. Sie überdauern. Sie bilden Brücken und reißen sie nieder. Sie heilen und verletzen. Sie sind echt und wild und unbändig. Wenn ich mich selbst mal wieder nicht finde und das Leben zu groß ist, dann laß ich Worte regnen. Aus meinem Kopf, aus meinem Herzen. Ich könnte ohne Worte nicht leben. Es liegt in meinem Wesen sie zu suchen und zu benutzen. Genauso ist es mit Büchern. 
Ein Leben ohne Bücher wäre trist. Ich kann mir nicht vorstellen nicht zu lesen. Seit ich lesen kann, lese ich. So viele Geschichten. So viele Welten. So viel Wissen. So viele Leben. Ich könnte und wollte nicht ohne sein. Eine Tasse Kaffee und ein Buch. Das ist Glück. Ich liebe es von Büchern umgeben zu sein, mit E-Books kann ich nichts anfangen. Ich muss sie spüren, sie riechen, sie fühlen. 
Ich liebe es in einer Bibliothek zu sein. Wo immer ich bin, gehe ich in Buchläden. Ich liebe alte Bücher vom Trödler. Manchmal stehen noch Worte darin. Von jemanden an jemanden. Der Gedanke, ein anderer hat das Buch vor mir in der Hand gehabt, seine Geschichte gelesen, gefühlt, das ist ein großer Gedanke. Ein wunderbarer Gedanke. Seid kurzem haben wir in unserer Wohnung eine eigene Bibliothek. Das alte Büro meines Mannes wurde zu meinem Schreibzimmer und zu unserer Bibliothek. Der Bube ist begeistert, liebt er doch Bücher und das Lesen genauso sehr wie ich. Und so verbringen wir hier unsere Stunden. Das ist unglaublich. Ein alter Traum der sich endlich erfüllt hat. Ein Raum nur für Bücher. Voll mit Büchern. Genau die richtige Umgebung um zu schreiben. Nichts könnte inspirierender sein. Und Kaffee, ja Kaffee – fast lebenswichtig. 🙂 Ich könnte ohne, aber es wäre nur halb so gut. Am liebsten frisch zubereitet in der Chemex oder mit der Aeropress. Ich probiere unheimlich gerne neuen Kaffee aus. Und wenn ich morgens, schlaftrunken, im halbdunkeln, den ersten Schluck von meinem frischen Kaffee trinke, dann ist alles gut. Das kann, morgens, nur Kaffee.
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Du bist keine Bloggerin und Eni Mai ist kein Blog, schriebst du im November vergangenen Jahres, nachdem du erkannt hast, dass du dich in der D.I.Y.- und MeMade-Blogosphäre verrannt hattest. Was war passiert? Und wie konnte es passieren?
Ach, dass ist eine lange Geschichte und irgendwie auch wieder nicht. Ich weiß nicht mehr wirklich, wann ich an den Punkt kam, aber irgendwann hab ich gemerkt, dass das nicht mehr ich war. Dass ich das nicht bin. Ich wollte diesen Druck nicht mehr. Als ich damals mit meinem Blog und auch mit meinen Shop anfangen habe, das war alles noch klein. Da waren wir eine Handvoll. Da war Dawanda noch eine Plattform für das Handwerk. Für Künstler und Designer. Es gab noch keine Me-Made-Mittwoche und noch keine 12 von 12. Und auch noch keine unzähligen Dawanda-Shops. Irgendwann hat sich das verändert. Man „musste“ hier mitmachen, um dort dabei zu sein. Und der eigene Shop war plötzlich einer von vielen. Das war für mich eine miese Zeit. 
Ich hab Modedesign studiert und mein Traum war immer, mein eigenes Label zu haben. Aber die Menschen wollten nicht mehr viel Geld für Qualität ausgeben. Jeder wollte alles am liebsten super günstig oder am besten zum selber nachmachen. Wie oft wurde ich nach Schnittmustern oder Tutorials gefragt (die ich als Schnittdirectrice in mühevoller Kleinarbeit selbst erstellt und gradiert hatte). Die Sachen wurden auf Märkten ganz genau in Augenschein genommen, um es dann daheim selbst zu nähen. Auf den Blogs sah man Schnittmuster for free, da hätten sich meiner Dozentin die Haare aufgestellt. Aber die Blogleser und Blogger fanden es super. Und irgendwann war es überall das gleiche. Da hab ich mich nicht mehr wohlgefühlt. Ich bin kein Mitläufer. Ich will nicht das machen, was alle machen. Ich will mich auch nicht verbiegen, um meine Klamotten zu verkaufen. Und ich will nicht umsonst arbeiten. 
Für mich, deren Beruf anderer Leute Hobby ist, ist diese Entwicklung hin zu ‚ich kann alles selber machen‘, nicht wirklich gut. Ich mein, ich operiere mich ja auch nicht selbst, nur weil ich ein Buch über Chirurgie gelesen habe. Jedenfalls hab ich das Modedesign Modedesign sein lassen und mich beim großen Sportgeschäft beworben. Um Geld zu verdienen und endlich keinen Druck mehr zu haben. Ich hab mich wieder neu gefunden und aufgehört zu schreiben, was die Welt lesen will. Ich habe die Kommentarfunktion ausgeschaltet und begonnen das zu schreiben, was ich sagen will. Dafür mögen mich nun viele nicht mehr, aber auch das ist egal geworden. Weil ich wieder bin. Und das ist gut. 
Irgendwann werde ich wieder Mode machen. Da bin ich sicher. Manche Träume brauchen Zeit. Und während die einen in weite Ferne geraten, schieben sich andere leise in die erste Reihe. Ich nehm sie, wie sie kommen. Damit mein Glas immer halbvoll ist und niemals halbleer. Das ist, was ich für mich gelernt habe. Aber wie gesagt, das ist nur ein kleiner Teil der Geschichte.:)
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2015 bist du deinen ersten Marathon gelaufen. Wie war das? 
Berauschend und unglaublich emotional. Seit ich angefangen hatte richtig zu laufen (also nicht nur laufen im üblichen Sinne, das tat und tue ich schon immer viel und oft), war es mein Ziel, einen Marathon zu laufen. Nicht für irgendeine Bestzeit, sondern nur für mich. Um mir und meiner Autoimmunerkrankung zu zeigen, was ich kann! Ich wusste, wenn ich das schaffe, dann kann ich alles schaffen. Also hab ich mich für Berlin beworben, den Platz bekommen und mit den Training angefangen. Und wie es so schön heisst, ‚Der Weg ist das Ziel!‚. Ein Marathon fängt nicht erst am Start an, er fängt dann an, wenn das Training beginnt. Der Marathon an sich, ist nur der Endspurt. Ein sehr langer, gigantischer, berauschender Endspurt. 
An dem Tag war ich schrecklich aufgeregt und einfach nur wahnsinnig glücklich. Das ganze drumherum war so unglaublich toll. Die vielen Läufer, die vielen Zuschauer, die irgendwie nur für mich hier zu sein schienen, die Musik, die Helfer. Wahnsinn. Beim Countdown hab ich geweint, vor Glück. Und dann bin ich einfach nur noch gelaufen. Durch Berlin. Eine wunderschöne, lebendige Stadt mit wahnsinnig tollen Menschen. Hier und da hab ich meinen Namen gehört, wildfremde wurden zu Freunden, für diesen kurzen Augenblick. Das war gigantisch. Ich hatte in keinem Moment das Gefühl, ich würde es nicht schaffen. Es war anstrengend, klar, aber es war vor allem wunderschön. Und dann am Ende, der Zieleinlauf. Das Brandenburger Tor. Mein Mann hat dort gewartet, ich hab ihn jubeln sehn und die Tränen liefen. Die letzten Schritte bin ich für all die Menschen in meinem Leben gelaufen, die nicht mehr an meiner Seite sind. Die irgendwo sitzen und mich anfeuern. Und für meine Liebsten, meinen Sohn, meinen Mann. All die, die mich lieben, die hinter mir stehen und mich begleiten. Das Bild meines Zieleinlaufs spiegelt genau das wieder. Glück. Und Dankbarkeit. Und das Wissen, ich kann alles schaffen, wenn ich will. Einfach, weil ich es will!
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Wie prägt das Laufen deinen Alltag?
Laufen gehört für mich zum Leben wie das Atmen. Ich laufe viel und so oft ich kann. Schon immer. Zum Beispiel laufe ich lieber zur Arbeit, als das ich mit dem Bus fahre. Das sind knapp 3km hin und 3km wieder zurück. Es tut mir gut. Ich liebe es, meine Beine zu bewegen. Dazu Musik im Ohr und den Wind im Gesicht. Da kann ich meine Gedanken baumeln lassen. Worte finden. Mich finden. Es macht mich glücklich zu laufen. Ich kann absolut nachvollziehen, dass Forest Gump einfach immer weiter lief. Ich könnte das auch. Vielleicht werde ich irgendwann mal, wenn ich alt bin und der Bube aus dem Haus ist, eine Weltbegehung machen. Die Welt erlaufen. Oder den PCT wandern. Aber vorher will ich noch jede Menge Marathons laufen in verschiedenen Ländern und Städten. 
Wie sieht dein Alltag eigentlich aus? 
Naja, da ich ja mittlerweile zu 90% beim großen Sportgeschäft arbeite, ist mein Alltag natürlich davon geprägt. Aber ich liebe diese Arbeit und den Weg dorthin. Die Nachmittage, die ich nicht arbeite, sind für meinen Sohn reserviert. Da mach ich nichts anderes. Genauso wie am Sonntag. Das ist Familienzeit und die ist wertvoll und kostbar. Ausser das Laufen, das quetsche ich dazwischen. Das muss sein. Die Abende, Nächte und meinen freien Tag verbringe ich mit schreiben. Viele Worte finde ich beim Laufen. Gerade wenn ich zur Arbeit gehe, die notiere oder diktiere ich dann in mein Handy und schreibe es mir abends in eines meiner unzähligen Notizbücher. Man könnte sagen, mein Alltag ist sehr alltäglich und sehr, sehr voll. Ich wünschte manchmal der Tag wäre länger oder die Nächte. Ich schlafe nämlich ziemlich gern und bin dann morgens immer sehr müde, aber auch das ist okay. „Schlafen kannst Du, wenn Du tot bist.“ 
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Das neue Jahr ist noch jung. Was wünscht du dir für dich in diesem Jahr?
Ich wünsche mir glücklich zu sein und gesund zu bleiben. Und dass meine Lieben es auch sind. Ich bin kein Fan von Neujahrsvorsätzen oder großem Pläneschmieden. Das Leben ist viel zu unberechenbar und hat oft seine ganz eigenen Wege. Ich werde im September wieder den Marathon in Berlin laufen, dafür bin ich schon angemeldet und ich will mein Buch zu Ende schreiben. Aber in erster Linie will ich glücklich sein. Die kleinen Dinge nicht übersehen. Nicht vergessen zu leben. Zu lieben. Im Regen zu tanzen. Überhaupt zu tanzen. Und dankbar zu sein, für das, was mir gegeben ist. Das ist doch, was am Ende bleibt. Erinnerungen an ein gutes Leben. An ein glückliches Leben und an die Menschen, die man liebt.
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Patricia Parisi (c) Hauptstadtmutti

Am letzten Sonntag war ich nach langer, langer Zeit wieder einmal auf einem Punkrock-Konzert. Im Columbia Theater. Um elf Uhr. Nein, nicht um dreiundzwanzig Uhr. Um elf! RANDALE hieß die Bielefelder Band, die laut Selbstauskunft so klingen ‚als ob die RAMONES, DIE ÄRZTE und die HOUSEMARTINS mit JOHNNY CASH Kindermusik machen würden‘. Kindermusik? Richtig. Ich war auf einem Kinderkonzert. Mit Ma. und Mann. Und wir hatten einen Riesenspaß! Möglich gemacht hat dieses generationenübergreifene Musikevent Patricia Parisi, die Frau hinter dem Milchsalon

2013 hat die Künstlerin mit deutsch-italienischen Wurzeln die Konzertreihe ins Leben gerufen – genervt vom verkitscht-braven Musikangebot für Kinder. Auf ihren Bühnen wird die gesamte musikalische Bandbreite jenseits des Klassischen gespielt: Punkrock, Reggae, Ska, Jazz, Hip Hop, Pop und Rock. Im heutigen Montagsinterview erzählt sie unter anderem über die Hintergründe des Milchsalons und wie sie ‚ihre‘ Bands auswählt. Außerdem verrät sie ihren liebsten Berliner Ort und verschenkt zwei Freikarten für das nächste Konzert im Milchsalon: DIE BLINDFISCHE verbinden Rock und Hip Hop mit einer Prise Comedy. Hier könnt ihr euch einen Eindruck machen.

DIE BLINDFISCHE 
am 7. Februar 2016 um 14 Uhr
im Grünen Salon (Berlin)

Wenn ihr eine Die 2 Freikarten für DIE BLINDFISCHE gehen an Held & Lykke. Viel Spaß! gewinnen möchtet, hinterlasst bis Mittwoch, den 3. Februar 0.00 Uhr eine kurze Nachricht und eure E-Mailadresse. Ich sage nun: Vielen Dank, liebe Patricia, für das kurzweilige Gespräch und wünsche euch damit einen gelungenen Start in die neue Woche.

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Was ist der Milchsalon und wer steht dahinter?
Der Milchsalon ist ein Ort, an dem auch und ganz besonders Kinder sich wohl fühlen sollen, an dem sie als Rezipienten wahr- und ernst genommen werden und an dem sie auch ruhig barfuß laufen oder Purzelbäume schlagen können, wenn sie wollen. Ein Ort, an dem sie leise oder lauthals ihre Begeisterung zum Ausdruck bringen können. Ein speziell ausgewählter Ort, an dem Kinder eigentlich noch nichts zu suchen haben, zum Beispiel ein szeniger Club, der den Eltern, ein vielleicht schon lange vermisstes Ausgeh-Gefühl schenkt (Yeah!) – und Kinder nicht kleiner hält, als sie es ohnehin noch sind! (Yeah! Yeah!)
Ich möchte Kindern schöne Erlebnisse schaffen und wichtige Erfahrungen ermöglichen sowie den Austausch zwischen den Künstlern, Kindern und Eltern. (Oft hüpfen die Kinder nach den Konzerten auf die Bühne und bespielen die Instrumente. Bei einigen spüre ich förmlich, wie eine Leidenschaft entfacht.)
Dahinter stecke ich – ganz allein!
Was hat dich motiviert, den Milchsalon ins Leben zu rufen?
Seit vielen Jahren arbeite ich im Bereich Booking und Promotion. Musik hat mich schon zeitlebens interessiert und begleitet. Die Kindersparte mit all ihren Facetten, von lehrreich bis moralinsauer, hat sich mir konsequenter Weise erst durch meine Sprösslinge eröffnet. Gerade in dieser Branche gibt es einfach zu viel Trash gegen den ich mich vehement versuche zu wehren.
Der Milchsalon soll Kinder an „gut gemachte“ Musik heranführen und sie zum Musizieren, Tanzen und Ausflippen animieren.
Wie und wo findest du die Bands und nach welchen Kriterien suchst du sie aus?
Anfangs habe ich mich virtuell durch verschiedenste Foren gequält. Als ich schließlich die ersten Bands entdeckte, kamen recht bald Anfragen von den Musikern selbst.
Leider habe ich sehr strenge Auflagen, die ich einhalten muss. Außerdem ertrage ich keine zu schrille Kostümierung oder total albern klingende Bandnamen. Um sicherzustellen, dass die Musik inhaltlich auf die Interessen der Kinder von heute eingeht und Spaß macht, ohne albern zu sein, lasse ich alles vorab von meinen Kindern testhören. Manchmal muss ich dann meine eigenen hohen Ansprüche ein wenig zurückschrauben. Doch wer durch diese letzte Instanz fällt, ist raus.
Ursprünglich war der Milchsalon im Grünen Salon der Volksbühne ansässig. Heute findet er in „Clubs und klassische Venues, in abgetakelten Gartenlokalen und in Bastionen der Hochkultur, in Büroetagen, Schulen und auf die grüne Wiese“ statt. Warum?
Ursprünglich fand er sogar im Roten Salon der Volksbühne statt und nannte sich der ROTE MILCHSALON. Dort durfte ich dann – aus ganz perfiden Gründen, die jetzt den Rahmen sprengen würden – leider nicht mehr agieren. So bin ich in den Grünen Salon abgewandert. Der Milchsalon soll möglichst immer in Clubs stattfinden. Das ist ja ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes.
Der zitierte Zusatz bezieht sich lediglich auf die Möglichkeit, ein privates Milchsalon-Konzert (wo auch immer!) zu buchen.

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Wie funktioniert der Milchsalon?
Es ist ein One-Woman-Totaleinsatz. Da ich (gefühlt) jeden einzelnen Gast namentlich kenne, funktioniert er bislang nur durch meine Guerilla-Marketing-Kampagnen in Bio-Läden, beim Kinderarzt, in Schulen, Kitas etc. und vornehmlich in meinem Aktionsradius.
Oft kommt mir zu Ohren: „Das ist ja eine super Idee. MILCHSALON? Habe noch nie davon gehört.“ Hätte ich mehr Multiplikatoren und Unterstützer, könnte deutlich mehr passieren und auch unbekanntere Bands hätten eine Chance auf der Bühne zu stehen, ohne dass es mich gleich in den finanziellen Ruin stürzt.
Was steht dieses Jahr auf dem Programm des Milchsalons?
Ich plane schon seit vielen Jahren ein größeres Kindermusik-Festival. Mehrtägig mit tollen Bands, die in verschieden Locations auftreten. Leider kam mir eine große Agentur, die über die nötigen Zahnräder und Gelder verfügt, letztes Jahr zuvor.
Dieses Jahr werde ich von großartigen Musikern unterstützt und wir stellen ein kleines Kinder-Musikfestival (am 30. Oktober 2016 ab 15 Uhr im Columbia Theater) auf die Beine. Außerdem werden wir internationaler. Berlins internationaler Kinderreichtum schreit förmlich danach.

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Wer ist Patricia Parisi?
Eine relativ kleine, aber dennoch auffällige Person mit deutsch-italienischen Wurzeln und Mutter dreier Kinder. Ich habe einen erwachsenen 20-jährigen Sohn, den ich sehr jung bekam und eine kleine Nachhut aus Teenager-Girl (11) und Judoka-Meister (8).
Eine zeitlang habe ich Romanistik und Kunstgeschichte studiert, erlangte dann aber zu der Erkenntnis, dass ich doch eher eine Kunstschaffende als eine Theoretikerin bin.

 

Was ist deine Lieblingsmusik?
Musik, die mir unter die Haut geht, meine Seele berührt oder meine Füße wippen lässt. Ganz stimmungsabhängig Soul, Rock’n Roll, Ska oder Pop. Das kleine Einmal-Eins der Musikstile.
Was sind deine liebsten Orte in Berlin und welche Orte meidest du (warum)?
Ich liebe: Die Insel der Jugend. Warum? Wegen ihres poetischen Namens und weil es dort den schönsten Bootsverleih an der Spree gibt: „Kanuliebe“ verleiht Tretboot-Klassiker aus den 50ern.
Ich meide kommerzielle Einkaufszentren und Großveranstaltungen. Warum? Ich bin knapp unter 1,60 m. Das macht es furchtbar anstrengend.
Und zum Schluss: Dein Kultur-Tipp der Woche?
Für Kids: Am 7. Februar ab 14 Uhr treten Die Blindfische im Rahmen des Milchsalons im Grünen Salon auf.
Für Erwachsene mit Hang zum DADA: 1932 Rare Photographs by George Grosz in der Side by Side Gallery Berlin.

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{Kooperation} MÜLLERNKONTOR habe ich im September 2014 während meines „Heimaturlaubs“ im schönsten Dorf der Südheide entdeckt: in Müden an der Örtze. Dort liegt der Müllernhof. Auf dieses großzügige Anwesen – das seines Zeichens das dorfälteste ist – sind Lüder Springhorn und Maren Schmitz im Dezember letzten Jahres mit ihrem Label für Möbel und Wohnaccessoires gezogen. 
Auf dem großen Hof inmitten der eigenwillig schönen Heidelandschaft findet das Designerduo den Platz und die frische Luft, aus denen neue Ideen und Konzepte erwachsen. Dabei verbinden der gelernte Metallbaumeister und die einstige Tischlerin neue Fertigungstechniken mit traditionellem Handwerk. Produziert werden ihre Entwürfe in sozialen Werkstätten und regionalen Handwerksbetrieben. So entstehen faire Produkte aus der Region.
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Hinter das Heilig-Abend-Türchen haben Maren und Lüder ein ganz wundervolles Produkt für euch gelegt: eine rote Alma
Die Lampe wurde (ebenso wie der Deckenbaldachin) in einer regionalen Integrationswerkstatt aus Gießton gefertigt und mit einem flammenden Rot glasiert. 
Eckdaten
  • Material: glasiertes Steingut (Keramik)
  • Zubehör: 3m Textilkabel, hochwertiges Halogenleuchtmittel, Deckenbaldachin aus Keramik passend zum Lampenschirm
  • Sockel: E14
  • Maximale Leistung: 20 Watt
  • Farbe: flammrot
  • Maße: BxHxT 130x110x65mm
  • Preis: 195€ 
Wenn euch Alma so gut gefällt wie mir, hinterlasst bis zum 27. Dezember um Mitternacht eine Nachricht. Die Adventsfee wird dann ein letztes Mal die/den Beschenkten mithilfe des Zufalls identifizieren. Frohe Weihnachten! Die Adventsfee und Herr Zufall haben die Beschenkte identifiziert: Es ist linotte. Viel Freude damit!
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Im Lateinischen wird die Familie der gemeinen Schnaken Tipulidae genannt. Umgangssprachlich heißen sie auch Schneider – wie die beiden Schwestern Maren und Hella. Was also lag näher als ihr Designlabel nach dem langbeinigen Insekt zu nennen? tiipula heißt es leicht abgewandelt und ist genauso ungewöhnlich wie ihre Kleider und Drucke.

Im Februar 2014 habe ich die beiden Grafikerinnen mit einer eigenwilligen Liebe zu Autos und ungewöhnlicher Musik schon einmal interviewt. Ein heiter bis glückliches Gespräch.
Für meinen ersten Adventskalender haben die Beiden die zwei Drucke Dachs & Vogelschwarm für euch ausgewählt.
Eckdaten
  • Papier: strukturiertes, naturweißes und säurefreies FineArt Papier 210 g/qm {»produced with green power« zertifiziert}
  • Größe: 29,7cm x 42cm (DIN A3) | der Druckbereich ca. DIN A4
Hinterlasst bis zum 24. Dezember 0.00 Uhr eine Nachricht. Vielleicht sind sie schon bald euer.  Die Adventsfee hat gesprochen: Die Prints sind Ulrich Leons.
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